Die Allianz pro Schiene prämierte zum ersten Mal in Deutschland die besten Bahnhöfe aus der Sicht der Kunden. Die Sieger: Der Hauptbahnhof Hannover und der Kleinstadtbahnhof Lübben im Spreewald sind die „Bahnhöfe des Jahres 2004“.

„Hannover und Lübben haben attraktive Bahnhöfe, auf denen Reisende und Besucher sich wohlfühlen“, erklärte die Allianz pro Schiene-Jury am Montag auf der Preisverleihung in Hannover. „Bahnhöfe gehen uns alle an“, betonte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene Dirk Flege und lobte die Bahnhofsprogramme in Niedersachsen und Brandenburg, mit denen beide Länder die „Gemeinschaftsaufgabe Bahnhöfe vorbildlich wahrnehmen“. Bund, Länder und Kommunen haben im vergangenen Jahr 400 Millionen Euro in Bahnhöfe investiert. Das zahlt sich aus: Moderne Bahnhöfe – egal ob groß oder klein – die eine hohe Aufenthaltsqualität bieten und gut erreichbar sind, werden von den Kunden gern genutzt und erhöhen die Attraktivität des öffentlichen Schienenverkehrs.

Hannover Hauptbahnhof

Hannover Hauptbahnhof – Der Anziehungspunkt

Genug Platz ist hier überall: Für ein Rendezvous, eine Versammlung, eine Demonstration. Mit seinem gewaltigen Vorplatz widerlegt der Verkehrsknotenpunkt der niedersächsischen Landeshauptstadt alle Vorurteile, die Restdeutschland über Hannover gerne pflegt: Die Bürger sollen kühl und zurückhaltend sein? „Nein“, urteilte die Jury der Allianz pro Schiene, „Hannover hat eine wirklich einladende Piazza. Wer hier einsam bleibt, ist selber schuld.“

Bahnhof Lübben – Der mit dem tollen Team

Eine altdeutsche Gaststätte tischt Spreewälder Spezialitäten auf und schon am Hauptausgang riecht es nach Urlaub. Die Bahnhofsvorsteherin überwacht die Ein- und Ausfahrt der Züge, und ist dann sofort wieder für die Kunden da. Besonders gefiel den Bahnhofstestern der hübsche Fahrradverleih direkt im Bahnhof. Die Betreiberin? Die Vorsteherin von Lübben höchstselbst. Auch bei anderen Punkten der Checkliste bekam das 14.000-Seelen Städtchen Lübben beste Noten: Erscheinungsbild, Kundeninformation, Sauberkeit – da gab es einfach nichts zu meckern.