Luftschadstoffe: Sauber, die Bahnen

Die Wirkung vieler Luftschadstoffe ist am eigenen Leib spürbar: Stickoxide (NOx), Staub- und Rußpartikel oder Schwefeldioxid (SO2) erhöhen das Risiko für Atemwegserkrankungen und verstärken Allergien, Rußpartikel wirken sogar krebserregend. Doch nicht nur der Mensch leidet.Versauerte Böden oder die Korrosion an Gebäuden versinnbildlichen geradezu die Umweltzerstörung.

Luftschadstoffe entstehen bei der Verbrennung fossiler Energieträger, der Verkehrssektor spielt also auch bei der Schadstoff-Emission eine entscheidende Rolle – Hauptverursacher ist der Straßenverkehr. Deutlich besser schneidet die Schiene ab. Zwar verursacht auch der weitgehend elektrisch abgewickelte Schienenverkehr Schadstoff-Emissionen – vorgelagert bei der Stromproduktion im Kraftwerk. Wegen der großen Energieeffizienz des Schienenverkehrs, des steigenden Anteils erneuerbarer Energien und Verbesserungen in der Kraftwerkstechnik, fällt die Gesamtbilanz jedoch deutlich günstiger aus als bei den anderen Verkehrsträgern.

Stickoxid-Emissionen im Personen- und Güterverkehr

Umweltvergleich: Stickoxide

Stoffe, die uns schaden

Luftverschmutzung führt zu verkürzter Lebenserwartung, so das Ergebnis des EU-Forschungsprojektes CAFE aus dem Jahr 2005. Und das stinkt gerade den Bewohnern von Städten, geben Pkw und Lkw ihre Schadstoffe doch in unmittelbarer Nähe der Menschen ab. An verkehrsreichen Straßen werden die Grenzwerte für Feinstaub oder Stickstoffdioxid somit regelmäßig und zum Teil deutlich überschritten.

Stickoxide (NOxsind für die Versauerung des Bodens und damit unter anderem für das Waldsterben verantwortlich. Sie tragen zur einseitigen Überdüngung von Böden und Gewässern bei. Auch bei der Entstehung von Ozon, das die Atemwege angreift, wirken Stickoxide mit. In Form von Stickstoffdioxid (NO2) reizen sie die Schleimhäute in den Atemwegen und Augen, können das Immunsystem schädigen und vor allem bei Kindern Allergien auslösen.

Feinstaub-Partikel entstehen z.B. bei der Verbrennung im Dieselmotor, aber auch anderen Motoren und Flugzeugtriebwerken. Besonders kleine Feinstaub-Partikel dringen beim Einatmen tief in die Lunge ein und wirken krebserzeugend.