Schadstoff-Emissionen: Sauber, die Bahnen

Schadstoff-Emissionen Umwelt
Die Wirkung vieler Luftschadstoffe ist am eigenen Leib spürbar: Stickoxide (NOx), Staub- und Rußpartikel oder Schwefeldioxid (SO2) erhöhen das Risiko für Atemwegserkrankungen und verstärken Allergien, Rußpartikel wirken sogar krebserregend. Doch nicht nur der Mensch leidet.Versauerte Böden oder die Korrosion an Gebäuden versinnbildlichen geradezu die Umweltzerstörung.

Luftschadstoffe entstehen bei der Verbrennung fossiler Energieträger, der Verkehrssektor spielt also auch bei der Schadstoff-Emission eine entscheidende Rolle. Allerdings hat sich vieles in den letzten Jahren zum Besseren verändert: EU-weit konnten die Luftschadstoffe des Verkehrs in den Jahren 1990-2009 deutlich reduziert werden, alleine der Ausstoß von Stickoxiden (NOx) und Staub- und Rußpartikeln (PM 2,5) ging um rund 20 Prozent zurück.

Beim Hauptverursacher Straßenverkehr haben gesetzliche Abgasgrenzwerte, die steuerliche Förderung des Katalysators und Veränderungen der Kraftstoffe zur Minderung beigetragen. Im weitgehend elektrisch abgewickelten – und somit schadstoffarmen – Schienenverkehr haben Verbesserungen in der Kraftwerkstechnik, zunehmende Anteile erneuerbarer Energien und der Einsatz energieeffizienter Fahrzeuge jene Emissionen reduziert, die indirekt bei der Stromproduktion anfallen. Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung.

Stickoxid-Emissionen im Personenverkehr (Entwicklung und Status Quo)

 

Stickoxid-Emissionen Verkehrsträger - Eisenbahn, PKW, Reisebus, Flugzeug
Umwelt-Primus: Die Bahnen produzieren wesentlich weniger Stickoxid als andere Verkehrsträger

Stickoxid-Emissionen im Güterverkehr (Entwicklung und Status Quo)

 

Güterverkehr Klimaschutz Luftreinhaltung
Der Transport mit dem Güterzug schont das Klima

Stoffe, die uns schaden

Luftverschmutzung führt zu verkürzter Lebenserwartung, so das Ergebnis des EU-Forschungsprojektes CAFE aus dem Jahr 2005. Und das stinkt gerade den Bewohnern von Städten, geben Pkw und Lkw ihre Schadstoffe doch in unmittelbarer Nähe der Menschen ab. An verkehrsreichen Straßen werden die Grenzwerte für Feinstaub oder Stickstoffdioxid somit regelmäßig und zum Teil deutlich überschritten.

Stickoxide (NOxsind für die Versauerung des Bodens und  damit unter anderem für das Waldsterben verantwortlich. Sie tragen zur einseitigen Überdüngung von Böden und Gewässern bei. Auch bei der Entstehung von Ozon, das die Atemwege angreift, wirken Stickoxide mit. In Form von Stickstoffdioxid (NO2) reizen sie die Schleimhäute in den Atemwegen und Augen, können das Immunsystem schädigen und vor allem bei Kindern Allergien auslösen.

Feinstaub-Partikel entstehen hauptsächlich bei der Verbrennung im Dieselmotor, aber auch anderen Motoren und Flugzeugtriebwerken. Enbenso wie andere Feinstaub-Partikel dringen sie beim Einatmen tief in die Lunge ein und wirken krebserzeugend.