Deutschland investiert zu wenig in die Schieneninfrastruktur

Investitionen
Gute Nachrichten für Schienenbauer: Die EU investiert bis 2020 massiv in die europäischen Transportnetze. Schienenprojekte kommen dabei besonders zahlreich zum Zuge.
Die Politik in Deutschland propagiert parteiübergreifend das Ziel „Mehr Verkehr auf die Schiene“. Auch 90 Prozent der Bürger – also eine klare Mehrheit – sprechen sich seit langem dafür aus, Straßengütertransporte auf die Schiene zu verlagern und den öffentlichen Personenverkehr auszubauen.

Um das Schienennetz fit zu machen für mehr Verkehr auf der Schiene, muss ausreichend und kontinuierlich in Erhalt und Ausbau des Netzes investiert werden. 

Der größte Teil der Investitionen in die Infrastruktur wird in Deutschland aus öffentlichen Mitteln finanziert, so auch beim Schienennetz. Grundlage für die öffentliche Finanzierung der Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur ist der grundgesetzliche Gewährleistungsauftrag des Bundes (vgl. Art. 87e GG).

Hinzu kommen Investitionen in das Schienennetz, die aus den Gebühren der Infrastruktur-Nutzer finanziert werden. Bei den Bundes-Investitionen in die Schieneninfrastruktur hinkt Deutschland allerdings hinterher:

Pro-Kopf-Investitionen des Staates in die Schieneninfrastruktur 2014

in ausgewählten europäischen Ländern in 2014, Angaben in Euro

Investitionen: Pro-Kopf-Investitionen des Staates in die Schieneninfrastruktur 2014

 

Die Schiene braucht eine Investitionsoffensive. 

Der Bund müsste mindestens eineinhalb Mal so viel in sein Eisenbahnnetz investieren wie bisher, um das Schienennetz bedarfsgerecht auszubauen und den Bestand dauerhaft zu sichern.