Daten & Fakten zur Schieneninfrastruktur

Im Jahr 2017 investierte Deutschland 69 Euro pro Bürger in sein Schienennetz. Im Vergleich mit den staatlichen Pro-Kopf-Investitionen anderer Industrieländer liegt Deutschland damit auf den hinteren Rängen und droht, den Anschluss zu verlieren.

Deutschland investierte 2017 mehr Geld in sein Schienennetz als je zuvor. Aber desselbe gilt für das Straßennetz. Eine Verkehrswende gelingt so nicht. Andere Europäer machen’s anders, zeigt der EU-Vergleich.

 

Spitzenreiter Schweiz gab 362 Euro pro Bürger aus, gefolgt von Österreich mit 187 Euro pro Einwohner. Beide Alpenländer sehen für ihre Schienennetze seit Jahren höhere Summen vor als für ihre Straßeninfrastruktur.

Deutschland investierte 2017 mehr Geld in sein Schienennetz als je zuvor. Aber desselbe gilt für das Straßennetz. Eine Verkehrswende gelingt so nicht. Andere Europäer machen’s anders, zeigt der EU-Vergleich.

Auch bei der Elektrifizierung steht Deutschland im europäischen Vergleich eher mäßig dar:
40 Prozent unseres Schienennetzes haben keine Oberleitung.

In Bayern sind 3.301 Streckenkilometer des Eisenbahnnetztes elektrifiziert, in Bremen sind es nur 133 Kilometer.

Hier steht die Schiene unter Strom: Streckenkilometer im Eisenbahnnetz, 2015

 

Doch wenn man den jeweiligen Anteil des Gesamtnetzes der Bundesländer vergleicht, dann sieht man, dass in Bremen bereits 96 Prozent – in Bayern jedoch lediglich 51 Prozent der Gesamtstrecke elektrifiziert sind. Das Schlusslicht bildet Schleswig-Holstein mit einem Elektrifizierungsanteil von gerade einmal 29 Prozent.

Noch viel Potenzial für mehr Elektrifizierung: Anteil elektrifizierter Strecken in Prozent
 

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