Niedriger Energieverbrauch? Die Schiene kann’s

Weniger Energieverbrauch und mehr Energieeffizienz sind Schlüsselelemente der Energiewende.

Der Umstieg auf eine umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung erfordert auch eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs. Das ist eine große Herausforderung, gerade für den Verkehrssektor, ist er doch einer der größten Verbraucher der knapper werdenden Ressource Energie. Zudem sind Straßen- und Luftverkehr nach wie vor praktisch vollständig von fossilen Treibstoffen abhängig. Zum Beispiel Öl: 71 Prozent des gesamten Erdölverbrauchs in der Europäischen Union gehen auf das Konto des Verkehrs. Der Energieverbrauch von LKW und PKW ist dabei besonders hoch.

Grüner Bahnstrom hat Zukunft

Alle sprechen von Elektromobilität, im Schienenverkehr wird sie gelebt: 90 Prozent der Verkehrsleistung werden hier in Deutschland inzwischen elektrisch erbracht. Außerdem bietet die Elektromobilität auf der Schiene schon heute die Möglichkeit, erneuerbare und damit CO2-freie Energien einzusetzen.

Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland

Anteil Ökostrom

Schienenverkehr ist energieeffizienter

Darüber hinaus punktet der Schienenverkehr in Sachen Energieeffizienz: Sowohl im Personen-, als auch im Güterverkehr verbraucht die Schiene für die gleiche Transportleistung nur ein Bruchteil der Energiemengen, die ihre Konkurrenten auf der Straße oder in der Luft benötigen. So verbraucht ein Flugreisender zum Beispiel zehn mal mehr Energie als ein Bahnreisender im Fernzug.

Spezifischer Energieverbrauch im Verkehr

Umweltvergleich: Energieverbrauch

 

Für den Schienenverkehr sind Elektromobilität und Energieeffizienz die Basis, um die eigene Zukunftsvision voranzutreiben: Die Schienenbranche will den Anteil erneuerbarer Energien am Strommix steigern. Aktuell werden rund 44 Prozent des Fahrstrombedarfs mit erneuerbaren Energien erzeugt. Langfristig setzt die Schienenbranche auf 100 Prozent grünen Bahnstrom beim Energieverbrauch, wie es beispielsweise in Saarlands Schienenpersonennahverkehr oder bei der S-Bahn in Hamburg schon jetzt Realität ist.