Forschungsprojekte

Wie geht betriebliches Mobilitätsmanagement, welche Verkehrsvisionen gibt es für das Jahr 2050 und wann wird der Schienenverkehr leiser? Themen dieser Art untersuchen wir mit unterschiedlichen Partnern und internationalen Forschungsinstituten in langfristigen Projekten und multilateralen Diskussionsprozessen. Mit Hilfe der so genannten Drittmittel kann die Allianz pro Schiene weitere wichtige verkehrspolitische Projekte finanzieren.

Hier eine Übersicht unserer Forschungsprojekte:

MINTeinander im digitalen Wandel - Mobilität braucht Frauen

Wie können wir mehr Frauen dazu bewegen, eine Karriere in MINT-Berufen der Mobilitätsbranche einzuschlagen? Das Vorhaben „MINTeinander im digitalen Wandel – Mobilität braucht Frauen“ hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Veranstaltung einer High-Level-Konferenz zum Themenfeld „Gender und Mobilität“ die Attraktivität der Berufe in der Mobilitätsbranche für Frauen sichtbarer zu machen.  Die Mobilitätsbranche bietet nicht nur innovative und zukunftsfähige Berufe. Die Themen nachhaltige Mobilität und Umweltschutz sprechen Frauen an. Diese Aspekte sind der Schlüssel, um mehr Frauen für einen technischen Beruf in der Mobilitätsbranche zu gewinnen. Auf der Konferenz werden Speakerinnen und Teilnehmerinnen diskutieren, wie die Qualifikations- und Innovationspotenziale von Frauen in der Mobilitätsbranche besser ausgeschöpft werden können.

 

 

 

Akademikerinnen, Berufseinsteigerinnen, Young Professionals und Studentinnen begegnen auf der Konferenz Führungskräften und Expertinnen aus den Unternehmen der Mobilitätsbranche, Expertinnen der Genderforschung sowie Expertinnen aus Forschungseinrichtungen und Hochschulen, die zu Mobilitätsthemen forschen. Im Austausch können sich die  Teilnehmerinnen über Chancen und Karrieren im MINT-Bereich informieren und von Best-Practice Beispielen lernen.

Durch die Konferenz sollen mehr Frauen befähigt werden, die Verkehrswende zur nachhaltigen Mobilität und den digitalen Wandel der Verkehrsbranche bis in die Spitzenpositionen von Wissenschaft, Unternehmen und Forschung aktiv mit zu gestalten. Als Vorbilder und Botschafterinnen für Chancengleichheit geben Entscheidungsträgerinnen auf der High-Level-Konferenz der Vielfalt in der Mobilitätsbranche ein Gesicht. So wird die Konferenz eine eigene Website haben, auf der die Botschafterinnen und Speakerinnen auch vorgestellt werden.

Die Konferenz wird in Berlin voraussichtlich im Mai 2019 stattfinden und zwei Tage dauern. Es werden 200 Teilnehmerinnen erwartet.

Die Botschaften der Konferenz sind:

  • Die Hälfte aller potenziellen Verkehrsteilnehmer ist weiblich. Trotzdem ist die Branche noch immer männerdominiert. Die Vielfalt ist der Antrieb für Ideen, Erfindergeist und Innovationen. Deshalb sollten Frauen die Mobilitätsbranche durch ihren „weiblichen Blick“ mitgestalten.
  • Die Nachhaltigkeit ist weiblich. Frauen fahren weniger oft Auto, legen geringere Wege zurück. Frauen wünschen sich einen Beruf, der einen gesellschaftlichen Beitrag leistet und zu einer nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt beiträgt. Deshalb ist der Nachhaltigkeitsbezug in der Mobilität eine Chance, Frauen für technische Berufe zu begeistern und damit ihr Berufswahlspektrum zu erweitern.
  • MINT-Studiengänge und Berufe in der Mobilitätsbranche sind heutzutage nicht mehr nur stereotyp technisch geprägt. Sie beziehen soziale und kommunikative Kompetenzen in die Ausbildung und den Beruf mit ein und sind deshalb für Frauen und Männer gleichermaßen attraktiv.
  • Young Professionals und Studentinnen haben im Bereich der nachhaltigen Mobilität hervorragende Zukunftsaussichten in Deutschland. Die Mobilitätsbranche wächst und bietet zukunftsorientierte Arbeitsplätze.

 

 

Das Projekt „MINTeinander im digitalen Wandel – Mobilität braucht Frauen“ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01FP1728 gefördert.

Laufzeit des Projekts: 01.04.2018 – 30.11.2019

 

Fahr-Rad-zum-Zug

Fahr Rad zum Zug
Der Verkehr ist der einzige Sektor in Deutschland, dem es bislang nicht gelungen ist, den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen zu reduzieren. Gegenüber 1990 ist der Treibhausgas-Ausstoß des Verkehrs sogar noch angestiegen. Das anhaltende Verkehrswachstum hat Effizienzgewinne überkompensiert und die Klimagas-Emissionen, aber auch der Energieverbrauch im Verkehr, entwickeln sich gegenläufig zu den politischen Zielen. 

 

Um die Umwelt zu schonen, ist es höchste Zeit, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Ende des kommenden Jahrzehnts deutlich zu mindern. Einer der Schlüssel dafür ist die Verkehrsverlagerung von der Straße auf umweltfreundliche Verkehrsträger, die dazu beitragen, die negativen Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt einzudämmen. Dazu zählt im Personenverkehr neben der klimaschonenden Bahn insbesondere das Fahrrad.      

Durch die Nutzung des Fahrrads als Zubringer zu Bahnhöfen und anderen öffentlichen Haltepunkten können Reisende[1] den Umweltschutz aktiv unterstützen. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes[2] fuhren jedoch allein 68 Prozent aller Arbeitnehmer 2016 ausschließlich mit dem Auto zur Arbeit. Die Kombination aus Fahrrad und Bahn wurde viel zu selten genutzt und dieser Zustand hält an.

Eine Ursache dafür ist die unzureichende Abstellsituation für Fahrräder an Bahnhöfen. Vielerorts reichen die Kapazitäten nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen, da geeignete Flächen und Parkanlagen fehlen oder durch fehlende Reinigung oder geparkte Schrotträder beeinträchtigt sind. In größeren Städten stellt zudem Fahrraddiebstahl ein großes Problem dar. Darüber hinaus ist die Finanzierung der Investitions- und Betriebskosten der Anlagen nicht gesichert, existierenden Betreiberkonzepten fehlt die Garantie ausreichender  Wirtschaftlichkeit.

Die Verbesserung der Abstellsituation für Fahrräder an Bahnhöfen als öffentliche Haltepunkte ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, mehr Menschen zu motivieren, auf die umweltfreundliche Kombination Fahrrad und Bahn umzusteigen.

Projekt Fahr-Rad-zum-Zug will die Parksituation für Fahrräder an Bahnhöfen verbessern

Für eine spürbare Verbesserung des Fahrradparkens an Bahnhöfen ist eine Überwindung vieler Hindernisse notwendig, die nur durch gemeinsamen Austausch und enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure mehrerer Spektren (Schienenverkehrsbranche, Kommunen, Verbände der Rad-, Bahn- und Autofahrer, politische Entscheider sowie Vertreter der Wissenschaft, Wirtschaft und relevanter Forschung) aus der Praxis erreicht werden kann.

Im Projekt Fahr-Rad-zum-Zug sollen diese Akteure in einen Dialog treten, um gemeinsame Wege zur Überwindung von Hindernissen zu diskutieren, um Bahnhöfe als Drehscheiben umweltfreundlicher Mobilität weiterzuentwickeln.

Der Dialog widmet sich der Frage, wie die Abstellsituation für Fahrräder an Bahnhöfen nutzerorientiert und kosteneffizient verbessert werden kann. Er soll zudem zentrale Initiativen vernetzen, um gemeinsam schnellere Fortschritte zu bewegen.  Dafür werden sie sich zwischen 2018 und 2020 in mehreren internen Workshops über Hemmnisse, Best-Practice und Erfahrungen bei der Schaffung von Fahrradabstellanlagen austauschen und gemeinsam praxisorientierte Empfehlungen erarbeiten, die die Parksituation für Fahrräder an Bahnhöfen verbessern.    

                                                                                                                                                                 

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020.

 

 

Alle weiterführenden Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage des Nationalen Radverkehrsplans.

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[1] Im Folgenden wird aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung nur die männliche Form verwendet. Es sind jedoch stets Personen männlichen und weiblichen Geschlechts gleichermaßen gemeint.

[2] Quelle: Statistisches Bundesamt 2016

Forum leise Bahnen

Ein Rad eines Güterwaggons mit einer Flüsterbremse (LL-Sohle)

Im Rahmen des Projektes „Plattform Leise Bahnen“ hat die Allianz pro Schiene zwischen April 2014 und März 2016 mit den bundesweit zentralen Akteuren, die sich Lärmreduzierung im Schienenverkehr als Ziel gesetzt haben, einen strukturierten zweijährigen Dialog geführt. Am Dialog waren beteiligt: einerseits verschiedene Organisationen der Zivilgesellschaft, die vom Schienenverkehrslärm Betroffene vertreten, andererseits Unternehmen und Verbände der Schienenverkehrsbranche. Vertreter der Politik nahmen als Gäste am Dialog teil. Der Schwerpunkt des Dialoges lag auf der Lärmreduzierung im Schienengüterverkehr und Erreichung der Lärmminderungsziele bis 2020. Als Abschluss des Projektes wurde ein Papier „Sieben Schritte auf dem Weg zu einem leiseren Schienengüterverkehr“ („7 Schritte Papier“) mit den beteiligten Akteuren diskutiert und erarbeitet.

Im Projekt „Forum leise Bahnen“ wird zwischen April 2018 und März 2020 unter der Federführung des gemeinnützigen und politisch unabhängigen Bündnisses Allianz pro Schiene in mehreren Veranstaltungen ein Dialog mit verschiedenen Akteursgruppen geführt, die für eine weitere Lärmreduzierung im Schienenverkehr relevant sind. Das sind: die Schienenverkehrsbranche in Deutschland (Bahnen, Bahnindustrie, Waggonhersteller/-vermieter), die von Lärm Betroffenen (Bürgerinitiativen und andere Organisationen der Zivilgesellschaft) sowie auch Bundes- und Landespolitik.

Das Projekt „Forum leise Bahnen“ wird aus mehreren kleineren, strukturierten und moderierten Workshops sowie größeren Veranstaltungen bestehen, zu denen die oben genannten zentralen Akteure eingeladen werden.

Der Dialog im Projekt „Forum leise Bahnen“ knüpft an den Dialog im Vorgängerprojekt an. Ziel des Dialoges ist es, Wege aufzuzeigen, um weitere Fortschritte bei der Lärmminderung, insbesondere im Schienengüterverkehr zu erreichen. Grundlage dafür ist der Austausch von relevanten Informationen zur Schienenverkehrslärmminderung mit der Bundes- und Landespolitik, mit den von Lärm Betroffenen und den Akteuren der Schienenverkehrsbranche.

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme im Hinblick auf die Umsetzung der im Papier „Sieben Punkte auf dem Weg zu einem leiseren Schienengüterverkehr“ empfohlenen Maßnahmen, noch bestehende Hindernisse und Wege zur Überwindung von Hindernissen.

Im weiteren Projektverlauf wird gemeinsam nach Wegen gesucht, um weitere Fortschritte bei der Reduzierung des Schienenverkehrslärms über das Jahr 2020 hinaus zu erreichen. Bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse und Expertise werden dabei einbezogen.

Ziel ist, konkrete Maßnahmen und Strategien zu identifizieren, die für eine weitere Lärmreduzierung im Schienenverkehr entscheidend sind. Der Dialog soll das Problembewusstsein aller Akteure schärfen und zu weiterem Handeln motivieren, nicht zuletzt in der Schienenverkehrsbranche selbst.

Dieses Projekt wird durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Projektzeitraum: 01.04.2018 – 31.03.2020

 

Fahr umweltbewusst!

Logo Projekt Allianz pro Schiene "Fahr umweltbewusst!"

Der Verkehr gehört zu den größten Energieverbrauchern und ist damit auch ein zentrales Handlungsfeld für den Klimaschutz. Das Klimaschutzziel in Deutschland kann nur erreicht werden, wenn das gesamte Verkehrssystem ressourcenschonend und nachhaltig gestaltet wird. Hier leistet der Schienenverkehr schon im Status quo einen wichtigen Beitrag, denn er ist deutlich energieeffizienter als die konkurrierenden motorisierten Verkehrsträger.

 Der Schienenverkehr kann seinen Umweltvorsprung weiter vergrößern, indem mehr Verkehrsunternehmen Innovationen zur Energieeinsparung anwenden. Eine von diesen Innovationen sind Fahrerassistenzsysteme.

Fahrerassistenzsysteme sind elektronische Einrichtungen im Schienenfahrzeug, die eine energieoptimierte Fahrweise berechnen und den Triebfahrzeugführern und Lokführern entsprechende Empfehlungen geben. Sie können im Personen- und im Güterverkehr eingesetzt werden. Dadurch kann im Durchschnitt 6 bis 15% Energie eingespart werden. Mit Senkung der Energiekosten gehen die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, Verringerung der Feinstaubbelastung, Verbesserung der Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge und auch Steigerung der Kapazität des gesamten Streckennetzes einher.

Fahrerassistenzsysteme: Barrieren und Hemmnisse überwinden

Obwohl diese Vorteile auf der Hand liegen gibt es bei der Einführung von Fahrerassistenzsystemen substanzielle Barrieren und Hemmnisse. Zum Beispiel:

  • Eine energiesparende Fahrweise und damit der geringe Energieverbrauch wird bei der Vergabe von SPNV-Leistungen im Auftrag der Bundesländer von den Bestellerorganisationen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in der Regel nicht honoriert.
  • Die wirtschaftliche Situation der Verkehrsunternehmen ist nicht optimal: aufgrund geringer Margen sind z. B. im Güterverkehr unternehmerische Investitionen in diesem Umfeld nur schwer zu verwirklichen.
  • Die Möglichkeiten, sich über am Markt verfügbare Fahrerassistenzsysteme, ihre Einsatzmöglichkeiten und Vorteile bei der Implementierung zu verschaffen, sind noch zu begrenzt.
  • Die Vorteile der Fahrerassistenzsysteme sind bei Triebfahrzeug- und Lokführern noch zu unbekannt. Vielmehr gibt es bestehende Bedenken, dass die Systeme eine zu große personale Einschränkung mit sich bringen.

Der Verbreitungsgrad von Fahrerassistenzsystemen im Schienenverkehr ist deshalb immer noch sehr gering.

Projekt "Fahr umweltbewusst!": Dialog zwischen Anbietern und Anwendern

Ohne Unterstützung bei der Informationssuche und im Erfahrungsaustausch zwischen Anbietern und Anwendern von Fahrerassistenzsystemen wird eine breite Einführung von Fahrerassistenzsystemen aus energie- und klimapolitischer Perspektive viel zu lange dauern.

Im Projekt „Fahr umweltbewusst!“ sollen verschiedene Anbieter von Fahrerassistenzsystemen mit Anwendern in einen strukturierten Dialog treten. Bei den Anwendern handelt es sich um Eisenbahnverkehrsunternehmen, die bereits Fahrerassistenzsysteme einsetzen und auch Unternehmen, die über den Einsatz solcher Systeme nachdenken.

Der Dialog soll in der Branche das Problembewusstsein für die Energieeffizienz im Schienenverkehr schärfen und die Bereitschaft für den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen bei den Akteuren wecken. In mehreren internen Workshops werden diese Akteure sich über Erfahrungen, Best Practice, Barrieren und Hemmnisse bei der Einführung von Fahrerassistenzsystemen austauschen und gemeinsam Empfehlungen für die Überwindung von Hemmnissen und eine schnellere Implementierung von Fahrerassistenzsystemen im Personen- und Güterverkehr erarbeiten.

Interessierte Anwender werden zudem durch breitenwirksame Öffentlichkeitsarbeit in Printmedien, über die Online-Präsenz des Projekts sowie in den sozialen Medien Facebook und Twitter über die zahlreichen Vorteile und Good-Practice Beispiele beim Einsatz von Fahrerassistenzsystemen informiert. Die mediale Präsenz des Projekts wird außerdem durch unsere Medienkooperationspartner, die Bahn Fachverlag GmbH und die Hanse-Medien Verlag GmbH, unterstützt. 

 

Logo Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU

Das Projekt "Fahr umweltbewusst!" wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Klimadialog

Logo KlimaDialog
Mehr Klimaschutz mit Schienenverkehr

Der Verkehrssektor verursacht rund ein Viertel des weltweiten energiebedingten Treibhausgasausstoßes, weshalb dieses Themenfeld eine gewichtige Rolle auch in der internationalen Klimadiskussion spielt. Der Weltklimarat IPCC warnt in seinem 5. Sachstandsbericht erneut eindringlich vor den Folgen eines ungebremsten globalen Klimawandels. Im Verkehrssektor konnte in Deutschland seit 1990 keine Minderung der Treibhausgasemissionen erreicht werden. Das anhaltende Verkehrswachstum hat alle bisherigen Effizienzgewinne kompensiert. Neue Ansätze sind dringend nötig.

Der Schienenverkehr bietet hier ein großes Potenzial, den Treibhausgasausstoß deutlich und dauerhaft zu reduzieren, aufgrund seiner deutlichen höheren Energieeffizienz und der in Deutschland schon sehr weitreichenden Elektrifizierung. Seit der Jahrtausendwende hat der Schienenverkehr seine spezifischen Treibhausgasemissionen stärker reduziert als die übrigen Verkehrsträger. Die schrittweise Umstellung des Bahnsektors auf erneuerbare Energiequellen ist bereits eingeleitet und der hohe Grad der Elektrifizierung bietet eine gute Ausgangbedingung für den weiteren Ausbau.

Stärkung und der Ausbau des Schienenverkehrs sind auch deshalb ein Ziel der Bundesregierung. Das "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020" der Bundesregierung setzt auf die Nutzung dieses Potenzials. In diesem Aktionsprogramm hat die Bundesregierung konkrete Maßnahmen beschlossen, um das 2020-Ziel zu erreichen: eine Minderung der Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990. Der Schienenverkehr kann einen wesentlichen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz und zum Gelingen der Energiewende in Deutschland leisten, wenn seine Potenziale konsequent genutzt werden.

Bisher ist es aber in Deutschland nur unzureichend gelungen, die Potenziale des Schienenverkehrs auszuschöpfen. Zwar sind sowohl die Bürger als auch die verladende Wirtschaft an einer stärkeren Nutzung der Verkehrsträgers Schiene interessiert (aktuelle Beispiele aus Deutschland: „Stadt, Land, Schiene“ und „Die Bahn bringt’s“), es fehlt jedoch an Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren und an Kommunikation der Potenziale des Schienenverkehrs für die Erreichung der Klimaziele an die Öffentlichkeit und auch an die Politik. Ein solcher Austausch kann dazu beitragen, Schwierigkeiten und Hemmnisse zu überwinden, die einer stärkeren Nutzung der klimafreundlichen Schiene heute noch entgegenstehen.

Es bedarf deshalb einer stärkeren Vernetzung der Akteure: der Schienenbranche, der Verbände der Zivilgesellschaft und der Politik. Das Dialogprojekt “DIALOG: MEHR KLIMASCHUTZ MIT SCHIENENVERKEHR“ wird die wichtigen Akteure zusammenführen, um die Potenziale des Schienenverkehrs aufzuzeigen und gemeinsam nach konstruktiven, schnellen und effektiven Wegen zu suchen, wie der Schienenverkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz weiter steigern kann.

Dieser Dialog wird auch dazu beitragen, den zusätzlichen Nutzen für die Bürger und die verladende Wirtschaft aufzuzeigen, den die klimapolitisch gebotene stärkere Nutzung der Schiene mit sich bringt.

Plattform Leise Bahnen

Video: "Plattform Leise Bahnen - Abschlussveranstaltung" (5:54 min.)

 

Plattform Leise Bahnen

Mit Förderung des Umweltbundesamtes brachte die Allianz pro Schiene alle Akteure, die sich Lärmreduzierung als Ziel gesetzt haben, zum Dialog an einen Tisch. Das  sind Unternehmen der gesamten Schienenbranche (Bahnen, Bahnindustrie, Waggonhersteller/-vermieter), aber auch verschiedene Organisationen der Zivilgesellschaft. Damit war sowohl die Perspektive des Bahnsektors vertreten als auch die Perspektive der Betroffenen. Das Projekt wiurde als ein intensiver Dialogprozess durchgeführt. Dabei ging es unter anderem um

  • die Lärmminderungsstrategien der Akteure des Bahnsektors transparent zu machen und damit die Grundlage für eine Verzahnung zu legen;
  • Barrieren auf dem Weg zur Lärmminderung zu identifizieren (kurzfristig und längerfristig) sowie Ansätze zu ihrer Überwindung;
  • die notwendigen Rahmenbedingungen (einschl. Abschätzung der Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiene) zu diskutieren;
  • Empfehlungen zu erarbeiten.

Das Projekt wurde bis zum März 2016 in verschiedenen nicht-öffentlichen Workshops mit allen wichtigen Branchenakteuren durchgeführt. Dabei sind diese konkrete Schritte zur Verminderung der Lärmbelastung durch Güterzüge in der Broschüre „Sieben Schritte auf dem Weg zu einem leiseren Schienengüterverkehr“ festgehalten worden.

Sebastian Hartmann (SPD), Abgeordneter des Deutschen Bundestags und Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Die Ergebnisse des Dialogprojektes „Plattform Leise Bahnen“ helfen mir als Bundestagsabgeordneten enorm in der Kommunikation mit den Bürgern. In meiner Heimat, dem Rhein-Sieg-Kreis, ist Schienenverkehrslärm ein zentrales Thema. Ich habe schon mehrfach die Broschüre “Sieben Schritte auf dem Weg zu einem leiseren Schienengüterverkehr“ nachbestellt und in der Bürgersprechstunde ausgehändigt“.

 

Die Bilder von der Abschlusskonferenz am 22.03.2016

Gute Wege – Betriebliches Mobilitätsmanagement

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Betriebliches Mobilitätsmanagement ist ein innovatives Instrument, mit dem Unternehmen den Pkw-Verkehr an ihrem Standort effektiv reduzieren können. Beim Berufsverkehr zielt Mobilitätsmanagement darauf, das Mobilitätsverhalten von Beschäftigten zu beeinflussen. Um dies zu erreichen, werden die Alternativen zum Pkw, wie öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad und Fahrgemeinschaften, gezielt attraktiver gestaltet. 

Um erfolgreich zu sein, muss Mobilitätsmanagement gut auf die Bedürfnisse der Beschäftigten und die Bedingungen am Standort eines Unternehmens ausgerichtet werden. Am Anfang steht daher stets eine Analyse der Ausgangssituation. Auf dieser Basis lassen sich dann konkrete Anreize und verbesserte Rahmenbedingungen für Bus und Bahn, Fahrrad und Fahrgemeinschaften schaffen.

Das Spektrum der möglichen Maßnahmen ist groß und reicht von attraktiven Jobticket-Angeboten über das Leasing von Dienstfahrrädern bis zur Einführung moderner, web- oder Smartphone-gesteuerter Mitfahrbörsen. Oft haben bereits kleine Schritte einen großen Effekt, wie etwa die Beleuchtung des Fußwegs zur Haltestelle oder die Öffnung einer Einbahnstraße für Fahrradfahrer. So individuell wie die Betriebe sind auch die Lösungen, die Mobilitätsmanagement bietet. 

Unter Federführung des ACE Auto Club Europa veranstaltet die Allianz pro Schiene bis zum Frühjahr 2016 zwei Workshops, die eine Bestandsaufnahme des betrieblichen Mobilitätsmanagements im Verkehrssektor und eine Handreichung mit Empfehlungen für interessierte Unternehmen zum Ziel haben.

LivingRAIL: Vision Bahn 2050

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Unser Verkehr in Europa erlaubt kein “Weiter so” – zu viel, zu dreckig, zu viele Unfallopfer, zu teuer für die Gesellschaft. Doch wie kann Verkehr grüner werden und  zu einer hohen Lebensqualität in Europa beitragen?

Dazu hat die Allianz pro Schiene von Dezember 2012 bis Mai 2015 gemeinsam mit sieben Projektpartnern aus sechs Ländern unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für System und Innovationsforschung in einer „Railmap“ 62 in sich komplexe Maßnahmen in den 10 Aktionsfeldern Netzwerke, Bahnreform, Planungsinstrumente, kundenorientierte Dienstleistungen, Stadtgestaltung, Finanzierung, Mobilitätsmanagement, Bahnhöfe, Rollmaterial und Regulierung erarbeitet. Berücksichtigt wurden zudem unterschiedliche Regionstypen: dicht besiedelte, eher wohlhabende Regionen im Zentrum Europas gegenüber dünn besiedelten Regionen an der europäischen Peripherie. Da das Ziel aus dem EU-Weißbuch Verkehr, 50 Prozent des Verkehrs auf die umweltfreundliche Bahn zu verlagern, extrem ambitioniert ist, müssen die Maßnahmen ohne Zeitverzug gestartet werden, und ein gutes Zusammenspiel aller Akteure ist notwendig, um die Konsistenz der Interventionen zu gewährleisten. 

Die Top-Maßnahmen in Bezug auf Effektivität und Effizienz sind der Ausbau und die Aufrüstung des Schienennetzwerks, um die Verdrei- bis Verfünffachung des Bahnverkehrs bis 2050 zu bewältigen. An zweiter Stelle stehen Bahn- und Politikreformen, integrierte Planung und Angebotsverbesserungen. Wichtige Leistungen sind eine dichtere Zugfolge in allen Regionen, Tür-zu-Tür-Angebote, optimierte Beratung und Information im Personen- und Güterverkehr, sowie Europaweite Logistikplattformen.

USEmobility: Warum fahren Sie mit der Bahn?

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„Understanding Social behaviour for Eco-friendly multimodal mobility“ - so lautet der volle Titel des EU-Projektes USEmobility. Dahinter verbirgt sich die Frage, warum Menschen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen. 

Umfragen in zehn ausgewählten Regionen in fünf europäischen Ländern sollten Aufschluss darüber geben. Das Neue an dem Projekt: Die Bürger wurden nicht gefragt, was geschehen müsste, damit sie ihr Auto in Zukunft zugunsten öffentlicher Verkehrsmittel stehen lassen würden - also kein Wünsch-Dir-Was und keine verbalen Absichtserklärungen. Sondern es wurden Bürger gefragt, die bereits auf Bus und Bahn umgestiegen sind, warum sie sich dazu entschieden haben - und was hat sie ganz konkret dazu bewegt, ihr Verkehrsverhalten zu ändern.

Ein Ergebnis: Die Menschen in Europa sind überraschend beweglich in der Wahl ihres Verkehrsmittels. Etwa die Hälfte aller Reisenden aus sechs europäischen Ländern hat im Laufe der vergangenen fünf Jahre die eigenen Mobilitäts-Routinen geändert und einen neuen Verkehrsmittel-Mix ausprobiert.

So haben die Verkehrsforscher herausgefunden, dass die Menschen ihre eingeschliffene Verkehrsmittelwahl in jeder neuen Lebenssituation überprüfen, angefangen vom Schulweg über den Beginn einer Ausbildung, bis hin zum Jobwechsel oder dem Eintritt ins Pensionsalter. Und: Die Hälfte aller Befragten haben im Laufe von fünf Jahren tatsächlich einen solchen Wechsel vollzogen.

Auf der Basis dieser Befragungsergebnisse hat das Projektkonsortium eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, die einen Wechsel zum multimodalen Verkehrsverhalten mittel- und langfristig befördern. USEmobility hat zukünftige Szenarien für eine umweltfreundliche Mobilität entwickelt und intensiv mit Politik und Verkehrsunternehmen diskutiert.

Das Projekt fand von Januar 2010 bis Februar 2013 unter Leitung der Allianz pro Schiene mit folgenden Partnern statt: Meinungsforschungsinstitut Quotas, BSL Transportation Consultants, European Passengers‘ Federation (Belgien), Clean Air Action Group (Ungarn), Verkehrsclub Österreich (VCÖ), Savez za Zeljeznicu (Kroatien).

FLAVIA: Die Bahn bringt’s!

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Das Ziel des Projektes FLAVIA war es, die intermodale Güterverkehrslogistik zwischen Mittel- und Südosteuropa zu verbessern und dabei die umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene und Binnenschiff zu stärken. Durch die Verlagerung von Güterverkehren auf diese umweltschonenderen Verkehrsträger können die Straßen entlastet und die Erreichbarkeit der Regionen in Mittel- und Südosteuropa verbessert werden.

FLAVIA will dazu beitragen, das Potenzial des Schienengüterverkehrs in Europa besser auszuschöpfen – denn dass es noch Potenzial gibt, zeigt ein Vergleich mit den Marktanteilen des Schienengüterverkehrs in Ländern wie USA, Russland oder Australien, wo die Güterbahnen das wichtigste Transportmittel auf dem Güterverkehrsmarkt sind.

Vom LKW auf die Güterbahnen: Best-Practice-Beispiele aus 7 Ländern

15 Partner aus 7 Ländern arbeiteten in dem von der Europäischen Union geförderten Projekt zusammen. Die Kooperationspartner waren Universitäten, Unternehmen und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik, Slowakei, Polen, Ungarn und Rumänien. Acht weitere assoziierte Partner unterstützten das Projekt. Koordiniert wurde das Projekt von Herrn Prof. Herbert Sonntag von der Technischen Hochschule Wildau (FH), Lehrgebiet „Verkehrslogistik“. Laufzeit des Projektes: von März 2010 bis April 2013.

ESTRaB – Die Revolution im Güterverkehr

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CargoBeamer bringt Lkw das Bahnfahren bei

Das Projekt „Efficient Semi-Trailer Transport on Rail Baltica“ unterstützt die Markteinführung des CargoBeamer, einer neuen Umschlagstechnologie im Güterverkehr. Der CargoBeamer kann so genannte Sattelauflieger auf die Bahn verladen und damit 60 Prozent aller Lkw-Fahrten überflüssig machen. Die Europäische Kommission förderte das Projekt mit Mitteln des Programms Marco Polo II, weil sie darin die Chance sieht, den Transitverkehr insbesondere in Richtung Osteuropa effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten.

Über 60 Prozent aller Lkw auf den europäischen Autobahnen fahren mit Sattelaufliegern. Nur zwei Prozent dieser Sattelauflieger sind technisch so umgerüstet worden, dass sie überhaupt auf die umweltfreundliche Bahn verladen werden können. Die Umschlagtechnologie CargoBeamer, die aus neuartigen Terminals und Waggons besteht, kann alle existierenden Sattelauflieger auf die Bahn verladen - ohne Umrüstung. Dadurch können endlich auch Sattelauflieger von den Vorteilen des Kombinierten Verkehrs profitieren, bei dem Teile der Transportstrecke auf der Schiene und Teile auf der Straße zurückgelegt werden.

CargoBeamer: Schneller und kostengünstiger

  • geeignet für alle Sattelauflieger (auch nicht kranbare)
  • lädt Sattelauflieger parallel und gleichzeitig um
  • arbeitet unter der Oberleitung
  • Rangiervorgänge entfallen
  • einen gesamten Zug zu ent- und beladen dauert nur 15 Minuten
  • gegenüber dem reinen Straßen-Transport senkt der CargoBeamer die Kosten je nach Strecke um mehr als 10 Prozent pro Transporteinheit

Kompatibel zu bestehenden Systemen

Die CargoBeamer-Technologie ergänzt die bestehenden Großterminals des Kombinierten Verkehrs Straße-Schiene. Die CargoBeamer-Waggons können auch deren klassische Kran-Terminals nutzen, so dass keine Insellösungen oder parallele Systeme entstehen - wichtig für das vernetzte System Bahn.

ECORailS: Mehr Energieeffizienz im SPNV

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Von Mai 2009 bis Juni 2011 beteiligte sich die Allianz pro Schiene an dem internationalen Projekt ECORailS. ECORailS steht für „Energy efficiency and environmental criteria in the awarding of regional rail transport vehicles and services“ und wurde von der EU im Rahmen des Programms „Intelligent Energy for Europe“ gefördert. Im Rahmen des Projekts wurde ein Leitfaden für die europäischen Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) entwickelt, mit dessen Hilfe diese Umweltkriterien in Ausschreibungen und Verkehrsverträge integriert werden können.

Der Schwerpunkt liegt dabei - entsprechend den Zielstellungen des EU-Förderprogramms - auf der Reduktion von Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Mit Anwendung des Leitfadens kann der spezifische Energieverbrauch und der CO2-Ausstoß im regionalen Bahnverkehr gesenkt werden, und zwar um 5 % im Vergleich zu bisherigen Vergaben, um 10 % im Vergleich zum gegenwärtig existierenden Fahrzeugpark und um 15 % systemweit (EU-weiter SPNV) bis zum Jahr 2020.

Der Leitfaden, der im ECORailS-Projekt erarbeitet wurde, berücksichtigt das europäische Vergaberecht, damit ihn die Aufgabenträger des SPNV in möglichst vielen europäischen Ländern zur praktischen Anwendung bringen. Dazu stellt der Leitfaden rechtlich geprüfte Textbausteine zur Verfügung, mit deren Hilfe Energieeffizienzkriterien in Ausschreibungen und Verkehrsverträgen berücksichtigt werden können.

Die Analyse der rechtlichen Situation in der EU und den sechs an ECORailS beteiligten Ländern zeigt, dass es zulässig ist, Umweltkriterien in Ausschreibungen vorzuschreiben oder hoch zu gewichten. Das gilt selbst dann, wenn diese ambitioniert sind und über das Zulassungsrecht für Fahrzeuge oder die Netzzugangsbedingungen hinausgehen.

Risikobewertung von Schienenfahrzeugen

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Im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Projektes „Umweltbezogene Risikobewertung bei der Finanzierung" haben wir ein Bewertungssystem entwickelt, das Banken und andere Finanzierungsinstitutionen nutzen können, um die Wiedereinsatzmöglichkeiten von Fahrzeugen, die unter Umweltaspekten entweder besonders innovativ oder problematisch sind, mit wenig Aufwand realistisch zu beurteilen.

Eins der Ergebnisse ist, dass bei der Wertentwicklung signifikante Unterschiede zwischen Eisenbahnfahrzeugen unterschiedlicher umweltbezogener Qualitätsklassen bestehen. Umfang und Ausprägung dieser Unterschiede hängen von dem zu Grunde gelegten umweltpolitischen Szenario ab. Die möglichen Szenarien beinhalten Entwicklungen des Zulassungsrechts, Auswirkungen von Lärmminderungs- und Luftqualitätsplanung und das künftige Bestellverhalten von Aufgabenträgern des SPNV.

Erster Umweltvergleich Schienenverkehr

forschungsprojekte_Umweltvergleich

Auch beim umweltfreundlichsten Verkehrsträger Bahn gibt es noch Potenzial, um Energieverbrauch, Schadstoffausstoß und Lärmemission zu senken. Wenn die Bahnunternehmen weiterhin als Nummer Eins im Umweltschutz gelten wollen, müssen sie ihre Umweltbilanz weiter verbessern - so die Analyse der Allianz pro Schiene. Auf dieser Überlegung basiert das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt, zum ersten Mal das Umweltengagement der deutschen Bahnbetreiber zu vergleichen. Das Motto: Von den besten Bahnen lernen.

Seit August 2005 liegt die Auswertungsbroschüre zum Umweltvergleich Schienenverkehr vor. In ihr werden die Zielsetzung des Projektes, das Bewertungssystem, die Jury und die Preisträger vorgestellt. Im zweiten Teil des Heftes werden systematisch die Möglichkeiten dargestellt, die Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU) haben, um die Umweltwirkungen ihres Betriebes zu verbessern. Wichtige und vorbildliche Maßnahmen werden vorgestellt, die die Vermeidung von Lärmemissionen, Energieverbrauch und Schadstoffausstoß betreffen. Es werden sowohl Maßnahmen im Zusammenhang mit Neubeschaffungen und Modernisierungen als auch ökologische Verbesserungen im Betriebseinsatz aufgezeigt. Ergänzend werden auch Themen aus dem stationären Bereich angesprochen.