Verlagerung: Die Bahn bringt’s

Verlagerung Güterverkehr
Der Güterverkehrsmarkt ist im Wandel. Die fortschreitende europäische Integration aber auch die Globalisierung haben dazu geführt, dass Waren über immer längere Strecken transportiert werden – genau hier liegt eine besondere Stärke der Güterbahnen. Rund die Hälfte des Schienengüterverkehrs in Deutschland ist heute grenzüberschreitend, Tendenz steigend. Auch andere Trends eröffnen dem Schienengüterverkehr neue Chancen, darunter die zunehmende Containerisierung oder auch die stark wachsende Bedeutung von Energieeffizienz (systembedingter Vorteil für die Schiene). Zugleich ist der Schienenverkehr wettbewerbsfähiger und kundenorientierter geworden durch die Marktöffnung und die entstandene neue Anbietervielfalt.

Der Schienengüterverkehr in Deutschland und Europa hat sich in den letzten Jahren bereits stark gewandelt. Immer mehr Verlader entdecken darin eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Transportalternative. Dabei wird die Schiene entweder für die gesamte Transportstrecke genutzt oder auf einer Teilstrecke im Rahmen multimodaler Transportketten. Erfolgreiche Verlagerungen vom Lkw auf die Schiene gibt es zuhauf, zehn Beispiele stellen wir in der Galerie unten vor.

Argumente für die Verlagerung von Gütern auf die Schiene

  • Größere Wirtschaftlichkeit der Transportkette bei Einbindung des Schienenverkehrs im Vergleich zum reinen Lkw-Transport
  • Bessere Planbarkeit der Transportkette und Integration in die logistischen Prozesse der Unternehmen
  • Verlässlichkeit der Bahntransporte und stärkere Unabhängigkeit von Verkehrsproblemen auf der Straße (Staus etc.)
  • Umweltschutz und Reduktion des transportbedingten Treibhausgas-Ausstoßes

Private Gleisanschlüsse können gefördert werden

Verlader, die Güter auf die Schiene bringen wollen, können gemäß der Gleisanschlussförderrichtlinie einen Zuschuss für den Neu- und Ausbau oder die Reaktivierung des Gleisanschlusses beantragen.

Im Gegenzug verpflichten sich die geförderten Unternehmen, den verlagerten Verkehr mindestens fünf Jahre auf der Schiene zu belassen. Mit dieser Maßnahme wurden bisher über 3,1 Milliarden Tonnenkilometer auf die Schiene verlagert und damit der Straße erspart.