Themen: Umwelt
14. September 2016

Elektromobilität - So modern sind die Bahnen

Grüne Elektromöbilität: 42 Prozent des Bahnstroms kommen aus erneuerbaren Energien

Die Zukunft unseres Verkehrs liegt in der Elektromobilität. Längst haben wir erkannt, dass der Verbrennungsmotor ein Auslaufmodell ist. Zu gefährlich für Klima und Umwelt sind die Schadstoffe, die durch fossile Brennstoffe wie Benzin oder Diesel entstehen – rund 160 Millionen Tonnen schädliches CO2 produziert der Verkehr jedes Jahr. Mit Nachhaltigkeitsstrategien, Klimaschutzprogrammen und Entwicklungsplänen arbeitet die Bundesregierung daran, die Voraussetzungen für die Verkehrswende in Deutschland zu schaffen. Das Ziel ist die Dekarbonisierung des Verkehrs, also die CO2-Emissionen unserer Fahrzeuge auf Null zu senken. Eine Schlüsselrolle dabei spielt die Elektromobilität.

Elektromobilität mit Ökostrom: Eisenbahnen sind Klima-Primus

 

Elektrofahrzeuge fahren abgasfrei, das macht sie zum Motor der Verkehrswende. Darüber hinaus ist der Energieverbrauch von Elektromotoren im Vergleich zu Verbrennungsmotoren geringer und effizienter. Bei der Eisenbahn ist die Elektromobilität schon heute Standard: 90 Prozent der Verkehrsleistung werden elektrisch erbracht. S- und U-Bahnen, Fernzüge, Trams und mehr – sie alle fahren mit Strom. Im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern sind die Bahnen deshalb das klimaschonendste motorisierte Verkehrsmittel für unsere Mobilität im Alltag. Wer mit der Eisenbahn statt mit dem Auto unterwegs ist, produziert je Kilometer über 70 Prozent weniger CO­2. Im Vergleich mit dem Flugzeug wird pro Personenkilometer sogar 85 Prozent CO2 eingespart.

Grüne Elektromobilität: Strom aus Erneuerbaren Energiequellen

Besonders klimaschonend sind elektrisch betriebene Fahrzeuge natürlich nur dann, wenn ihr Fahrstrom nachhaltig produziert wird – mit Solar-, Wasser- oder Windkraftanlagen. In 2015 stammten rund 30 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien. Bei der Eisenbahn sieht es sogar noch besser aus: Der Ökostrom-Anteil liegt bei 42 Prozent und soll bis 2020 auf 45 Prozent ansteigen. Parallel werden weitere Strecken mit Oberleitungen ausgerüstet, so dass die Elektromobilität in Zukunft auch flächendeckend auf dem deutschen Schienennetz zum Einsatz kommen kann.

Damit der Fahrstrom so effizient wie möglich genutzt wird, sind die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bestrebt, Strom zu sparen – genauso, wie wir es aus unserem Haushalt kennen. Dazu gehören das Training der Lokführer in energiesparender Fahrweise, eine höhere Auslastung der Züge, die Rückspeisung von Bremsenergie und die Modernisierung der Fahrzeugflotte. Mit neuen Triebfahrzeugen und technischen Komponenten wird die Elektromobilität der Eisenbahnen ständig weiterentwickelt und verbessert. Dabei kommen auch längst schon leistungsfähige Batterien mit langen Lebenszyklen zum Einsatz, die bei der Automobilindustrie noch Zukunftsvision sind.

Smart City: Nachhaltige Mobilität auf engem Raum

Die Wende zur Elektromobilität ist vor allem in unseren Städten notwendig. Dort, wo Menschen einer hohen Luftverschmutzung ausgesetzt sind und der Raum begrenzt ist. Ohne den Öffentlichen Verkehr mit Bussen und Bahnen käme der Verkehr zum Erliegen. Die Infrastruktur für die Elektromobilität der Bahnen ist schon jetzt vorhanden und nimmt weit weniger Raum in Anspruch als mehrspurige Straßen und Parkplätze. Batterie betriebene Busse und Elektrofahrräder bilden ein nachhaltiges Zusatzangebot.

Im Video: Elektromobilität auf der Schiene – Warum ist die Bahn so umweltfreundlich?