04. Juni 2014

Verteuerung des Schienenverkehrs widersinnig

EEG-Novelle: Mehrbelastung gefährdet Wettbewerbsfähigkeit der Bahnen

Verteuerung des Schienenverkehrs

Berlin, 4. Juni 2014. Anlässlich der öffentlichen Anhörung zur EEG-Novelle im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie kritisiert die Allianz pro Schiene die drohende erhebliche Mehrbelastung des Schienenverkehrs. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, dass die EEG-Umlage für die Elektromobilität auf der Schiene annähernd verdoppelt werden soll – von knapp elf Prozent auf künftig 20 Prozent der vollen EEG-Umlage. Damit kämen auf den Schienenverkehr Mehrkosten in Höhe von mindestens 70 bis 80 Millionen Euro pro Jahr zu.

„Umwelt- und verkehrspolitisch ist es widersinnig, dass ausgerechnet der umweltfreundliche Schienenverkehr durch die EEG-Novelle verteuert werden soll“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Mittwoch in Berlin. Dieser Kostenschub geht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs, mit fatalen Folgen: „Gerade im Güterverkehr ist mit einer Rückverlagerung von der Schiene auf die Straße zu rechnen. Im Personenverkehr werden viele Fahrgäste mit steigenden Fahrpreisen leben müssen.“ Den Zielen der Energiewende liefe eine Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Straße klar zuwider.

Die Allianz pro Schiene appellierte an die Parlamentarier, im laufenden Gesetzgebungsverfahren alle Spielräume auszuschöpfen, um die drohende Mehrbelastung der Elektromobilität auf der Schiene doch noch abzuwenden: „Eine Verteuerung des elektrischen Schienenverkehrs passt weder zur Energiewende, noch zu den ambitionierten Zielen beim Klimaschutz“, sagte Flege.

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