06. September 2007

„Bahnhof des Jahres 2007“ gesucht

Jury nominiert zehn Bahnhöfe für jährliche Auszeichnung

Berlin. Die Hauptbahnhöfe Aachen, Bremen, Berlin, Gera und Leipzig sind in der engsten Auswahl für die Auszeichnung als kundenfreundlichster deutscher Großstadtbahnhof des Jahres. Als Kandidaten für den besten deutschen Kleinstadtbahnhof wurden die Bahnhöfe Bamberg, Billerbeck, Frankfurt an der Oder, Hameln und Landsberg am Lech nominiert. Die Allianz pro Schiene vergibt den Titel „Bahnhof des Jahres“ seit 2004 an jeweils einen Kleinstadt- und einen Großstadtbahnhof. Die dreiköpfige Jury mit Vertretern der Allianz pro Schiene, des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“ sowie des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) will sich im September entscheiden. Im vergangenen Jahr erhielten der Großstadtbahnhof Hamburg-Dammtor und der Kleinstadtbahnhof Oberstdorf (Bayern) die begehrte Auszeichnung.

Ausschlaggebend ist dabei die Kundenfreundlichkeit der Bahnhöfe. Außer repräsentativer Kundenbefragungen des Meinungsforschungsinstituts Infas zählen für die Jury auch subjektive Eindrücke wie das gastronomische Angebot und das äußere Erscheinungsbild. „Wir beurteilen die Bahnhöfe aus Nutzersicht“, sagt Jury-Mitglied Karl-Peter Naumann, Vorsitzender des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“. Mit einer gemeinsam erarbeiteten Checkliste reist die Jury unerkannt von Bahnhof zu Bahnhof, um zu prüfen, wie kundenfreundlich und kundengerecht der Aufenthalt in den Bahnhöfen ist.

„Es gibt viele sehr attraktive Bahnhöfe, die gute Chancen auf die Auszeichnung haben“, sagt Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. „Bahnreisende möchten auf gute Einkaufsmöglichkeiten und eine angenehme Atmosphäre nicht mehr verzichten. Mit der Auszeichnung „Bahnhof des Jahres“ dürfen sich die Bahnhöfe schmücken, die den Reisenden Komfort in jeder Hinsicht bieten. Für die Allianz pro Schiene ein wichtiger Schritt, um die umweltfreundliche Schiene zum Verkehrsmittel der ersten Wahl werden zu lassen. „Saubere, helle Bahnhöfe mit motivierten Mitarbeitern und einer gut funktionierenden Kundeninformation sind ein Muss für einen erfolgreichen Schienenverkehr“, erklärt Flege.

Jury-Mitglied Monika Ganseforth vom VCD ist es besonders wichtig, dass Bahnhöfe über umfangreiche Service-Angebote hinaus den Fahrgästen einen angenehmen Aufenthalt bieten. Die Öffnung des Bahnhofes zur Stadt, die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln sowie Kriterien wie Barrierefreiheit, Radler- und Familienfreundlichkeit und ganz praktische Dinge wie eine gut funktionierende Gepäckaufbewahrung spielen für die Bewertung ebenfalls eine große Rolle.

Die vollständige Checkliste der Jury können Sie hier herunterladen.

Fotos aller nominierten Bahnhöfe können Sie zur freien Verwendung in journalistischen Beiträgen hier herunterladen.

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 16 Non-Profit- Verbände zusammengeschlossen: die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und NaturFreunde Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die Automobilclubs ACE und ACV, die drei Bahngewerkschaften TRANSNET, GDBA und GDL sowie die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB und VDEI. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2 Millionen Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 77 Unternehmen der Bahnbranche.