07. November 2000

Vorstand fordert verkehrspolitisches Gesamtkonzept

FRANKFURT (Allianz pro Schiene) Die Allianz Pro Schiene hat anlässlich der aktuellen Diskussionen um die Zukunft der Deutschen Bahn AG ein politisches Gesamtkonzept für die Zukunft der Schiene eingefordert. „Die Verkehrspolitik muss entscheiden, wie viel und welche Bahn sie haben will“, erklärt Holger Jansen, Geschäftsführer der Allianz Pro Schiene. Dazu gehört auch die Frage, ob ein Teilverkauf der Bahn an ausländische Interessenten sinnvoll sei. Hier fehlt der Allianz Pro Schiene ein Gesamtkonzept. „Wer gibt welches Geld, aus welchem Grund und wofür – diese Fragen müssen beantwortet werden“, stellt Jansen fest.

Sieben Jahre nach Beginn der Bahnreform seien grundlegende Fragen durch die Verkehrspolitik immer noch nicht beantwortet worden. Stattdessen gebe es immer neue Diskussionen um Finanzfragen, die alle Beteiligten verunsichern. Von der Deutschen Bahn AG mahnt die Allianz Pro Schiene eine deutlich auf Wachstum ausgerichtete Strategie an. Die Schiene bietet, so die einhellige Meinung im Vorstand der Allianz Pro Schiene, „große Potenziale für die Mobilität der Zukunft“.

Im Rahmen der gestrigen Vorstandssitzung stand die aktuelle Debatte um die Bahn im Mittelpunkt. In der Allianz Pro Schiene haben sich insgesamt 17 Verbände aus den Bereichen Eisenbahngewerkschaften, Umwelt-, Fahrgast-, Kunden- und Berufsverbände zusammen geschlossen. Ziel des Bündnisses ist es, der Aussage „mehr Verkehr auf die Schiene“ Nachdruck zu verleihen.