Sieger 2018: Deutschlands sturmgeprüfte Eisenbahner

Die „Eisenbahner mit Herz 2018“-Sieger stehen fest: Bahnkunden hatten bis zum Januar rund 200 Geschichten an die Allianz pro Schiene geschickt. Aus den besten Reisegeschichten kürte die Jury die Gold-, Silber- und Bronze-Preisträger sowie die Landessieger aus acht Bundesländern. Erstmals wurde außerdem der „Social Media Hero“ geehrt, der auf Facebook knapp 6.000 „Gefällt-mir“-Angaben von den Bahnkunden erhielt.

Gold: Hartmut Dreßler

Das schreibt der Einsender:

Philipp Reske fährt am 5. Oktober 2017 mit dem ICE. Wegen des Orkans Xavier bleibt sein ICE zunächst stundenlang am Bahnhof Ludwigslust stehen. Irgendwann fällt die Stromversorgung aus, und die Fahrgäste verbringen weitere sechs Stunden in einem dunklen, auskühlenden Zug. Einziger Lichtblick ist Hartmut Dreßler, „der beste Zugchef ever!“, schreibt der Einsender. Sein Eisenbahner hat zu jeder Zeit gute Laune. Als klar ist, dass es gar nicht mehr weiter geht, quartiert er alle Fahrgäste mit Hilfe des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes in einer Sporthalle ein, sorgt für Feldbetten, Gulaschsuppe und Bohneneintopf. Dreßler schläft die ganze Nacht nicht, und doch hat er am nächsten Morgen eine gute Nachricht für seine nicht-mehr-Zuggäste: es kommen Busse, die nach Hamburg und zurück nach Berlin fahren. Zuvor aber solle jeder noch ein Brötchen essen. Reske schreibt bewundernd: „Hartmut Dreßler hat immer noch Späße gemacht, obwohl er so etwas in 40 Dienstjahren nicht erlebt hat.“

Philip Reske (Buxtehude)

 

Das sagt die Jury:

Der Mitarbeiter von DB Fernverkehr Berlin „ist mit Herzblut für seine Fahrgäste dagewesen“, urteilte die Jury. „Durch seine Fürsorglichkeit hat er ein Katastrophenszenario in ein unvergessliches Gemeinschaftserlebnis verwandelt, während sich das restliche Bordpersonal bereits abgesetzt hatte.“

„Es kann nicht immer die Sonne scheinen“

ICE-Zugchef Hartmut Dreßler über Tränen nach dem Orkan und Deutschlands Wiedervereinigung auf der Schiene

 

Herr Dreßler, muss erst ein Orkan kommen, damit sich die Menschen näher kommen?

Normalerweise nehme ich meine Fahrgäste nicht zum Kuscheln in den Arm, aber nachdem wir gemeinsam einen Tag in dem ausgekühlten Zug verbracht haben und dann noch eine Nacht in der Turnhalle, da sind mir beim Abschied schon die Tränen gekommen. So schön war das. Fast familiär.

 

Sie sind erst ganz zum Schluss in den Bus nach Berlin gestiegen. Wie der berühmte Kapitän, der als letzter von Bord geht.

Aber vorher habe ich noch gesagt: Ohne Frühstück fährt hier keiner weg. Und so war’s dann auch.

 

Wie schlimm war denn der Orkan?

Als unser Zug in Ludwigslust gestrandet ist, stand ganz in der Nähe ein Baum an der Strecke. Nachher stand der nicht mehr da. Natürlich kann nicht immer die Sonne scheinen, aber so ein Unwetter habe ich in 40 Dienstjahren nicht erlebt.

 

40 Dienstjahre? Dann waren Sie ja schon von Anfang an bei der Bahn.

Die Eisenbahn war meins. Ich wollte immer reisen und habe als Kind unter der Bettdecke mit der Taschenlampe Reisemagazine gelesen. Dabei habe ich mir dann die Augen verdorben, was doof war. Denn mit Brille konnte man in der DDR nicht Lokführer werden. Also lernte ich Zugbegleiter.

 

Aber mit der Reiselust war das in der DDR ja nicht so leicht.

Stimmt, wir hatten diesen Gartenzaun, aber ich habe sofort ein Auge auf den internationalen Verkehr geworfen. Da fuhr der D-Zug Berlin – Warschau. Und dann bekam ich das Angebot, im Transitverkehr in den Westen zu fahren.

 

Wie viele Ihrer Kollegen hatten so eine Erlaubnis?

Wir waren etwa 30 Reichsbahner, die fahren durften. Wir sind auch über Nacht im Westen geblieben und haben regelmäßig gemütlich mit den Bundesbahnern geschnattert. Manche von den Kollegen sind auch heute noch im Dienst.

 

Was dachten Sie über den Westen?

Es gab dort viel mehr Bananen, und endlich konnte ich mir jede Menge Bahnhöfe ansehen. Aber im Ernst: Es ist ein großes Glück, dass wir den Mauerfall erlebt haben. Ich werde nie vergessen, wie voll die Züge nach Westberlin waren: Wir hatten so viele Fahrgäste, dass wir fast auf dem Drehgestell gefahren sind. Mehr als Tempo 40 war da nicht drin.

 

Jetzt sind Sie Eisenbahner mit Herz. Was kann danach noch kommen?

Nix mehr. Jetzt kommt nur noch die Rente. Und dann werde ich ... raten Sie mal?

 

Verreisen und Bahnhöfe ansehen.

Ganz genau.

Silber: Recep Buluter

Das schreibt der Einsender:

Robert Mewes ist beeindruckt über einen Vorfall im ICE nach Berlin: Fußballfans der Hertha geraten nach einem klar verlorenen Auswärtsspiel außer Rand und Band. Sie rauchen, kleben Aufkleber ihres Clubs überall hin und reißen die Wandverkleidung runter. Zugbegleiter Recep Buluter greift ein und wirkt auf die meisten Fans beruhigend. Bei anderen zeigen seine Worte dagegen keine Wirkung. Als einige von ihnen Fahrgäste belästigen und anpöbeln, ruft er die Bundespolizei und verweist die Störer des Zuges. „Auch hier sorgt sein umsichtiges Auftreten dafür, dass die Lage an Bord nicht eskaliert. So viel Einsatz und Besonnenheit sollten gewürdigt werden.“

Robert Mewes (Möchengladbach)

 

Das schreibt die Jury:

Der Mitarbeiter von DB Fernverkehr Hannover „ist ein mutiger Mensch, der auch an seinem Platz bleibt, wenn es brenzlig wird“, begeisterte sich die Jury. Allerdings sei künftig auch die Politik gefragt, um Bahnbetreiber, Zugpersonal und die Reisenden besser vor gewaltbereiten Fußballfans zu schützen.

„Wenn sie verlieren, drehen sie durch“

ICE-Zugbegleiter Recep Buluter über Hooligans und wann für ihn der Spaß beim Fußball aufhört

 

Herr Buluter, Sie sehen nicht so aus, aber schauen Sie schon mal Fußball?

Natürlich! Ich bin leidenschaftlicher Hannover 96-Fan. Mit einem kleinen Etat bringt dieser Club wirklich einiges zu Stande.

 

Haben Sie also Verständnis für Fans, die an Bord der Züge ein bisschen Dampf ablassen?

Wenn Fans singen und feiern, dann habe ich dafür ein Grundverständnis. Sogar eingefleischte Hooligans haben übrigens fast immer vorbildlich gebuchte Fahrkarten – mit Platzreservierung. Erst wenn der Alkohol dazu kommt und wenn ihre Mannschaft verliert, dann drehen sie manchmal durch. 

 

Wie bei dem verlorenen Auswärtsspiel der Hertha.

Das war schon wild: Wir haben sofort die erste Klasse abgesichert und das Bordbistro, aber in der zweiten Klasse war die Lage außer Kontrolle. Sobald andere Reisende bedroht und belästigt werden und mein Zug beschädigt wird, hört bei mir jedes Verständnis auf. Da stelle ich mich vor meine Fahrgäste.

 

Hatten Sie keine Angst?

Ich habe eine gute Menschenkenntnis. Und ich wirke selber nicht aggressiv. Einige der Randalierer konnte ich mit Vernunft beruhigen. Beim Rest musste dann die Polizei durchgreifen.

 

Die Jury fand Ihr Eingreifen mutig, und jetzt sind Sie Eisenbahner mit Herz.

Ich war sprachlos, als ich das erfahren habe. An meinem freien Tag rief mich mein Gruppenleiter um 6.44 Uhr an.

 

Arg früh, oder?

Das dachte ich auch. Also schlief ich weiter und rief dann mit dem ersten Kaffee in der Hand zurück. Er sagte: „Herzlichen Glückwunsch“. Fast ist mir die Tasse aus der Hand gefallen.

 

Wenn Sie Ihren türkischen Verwandten daheim von Ihrer Arbeit erzählen, welche Reaktionen kriegen Sie da?

Im Ausland ist es immer noch wenig bekannt, wie modern unsere Eisenbahn ist. Wir sind top in Europa. Und unsere Fahrgäste - das ist wirklich wie im Fußball: Die Deutschen sind 80 Millionen Bahnchefs.

 

Wenn es eine Eisenbahn-Weltmeisterschaft gäbe, wo sehen Sie die Deutsche Bahn?

Ganz klar: Anwärter auf den Titel.

 

 

Bronze: Swen Sengebusch

Das schreibt die Einsenderin:

Susanne Bauer-Wermuth macht eine Familienreise auf die Nordseeinsel Langeoog. Weil sie Anschluss-Pech haben, verzögert sich die Reise der vier Erwachsenen und fünf Kinder um eine Stunde. Das ist vor allem für die beiden Babys, vier und sechs Monate alt, sehr nervenaufreibend. Bei einem weiteren Umstieg lässt Bauer-Wermuth in dem ganzen Trubel einen der vier Koffer versehentlich auf dem Bahnsteig stehen. Das fällt ihr erst 20 Minuten später auf. Inzwischen hat der Koffer allerdings schon die Bundespolizei auf den Plan gerufen. Just in diesem Koffer befinden sich allerdings sämtliche Babysachen. Buchstäblicher Retter gegen die Hungersnot ist jetzt der Lokführer Swen Sengebusch. Der NordWestBahn-Mitarbeiter erkennt die Zwickmühle seiner Fahrgäste und handelt sofort. Er erwirkt als erstes, dass der Koffer wieder aus der Sicherungsverwahrung kommt. Dann teilt er seinen Fahrgästen mit, dass er heute diese Strecke nochmal fahren und dabei den Koffer mitnehmen werde. Schließlich sorgt er dafür, dass ein Busunternehmen den Koffer bis zur Küste transportiert und auf das letzte Schiff zur Insel an diesem Tag bringt. „Swen Sengebusch hat meinem Baby und mir den Urlaub gerettet! Wir hatten noch am selben Abend den Koffer auf der Insel und damit rechtzeitig für die abendliche Flasche Milch! Für mich war das die hilfsbereiteste Tat, die ich je von einem Bahnmitarbeiter erfahren habe! Es verdient meinen größten Dank und Anerkennung!“

Susanne Bauer-Wermuth (Ochsenfurt)

 

Das schreibt die Jury:

„Mit beachtlichem logistischem Wissen hat dieser Triebfahrzeugführer seinen Fahrgästen den Urlaub gerettet“, lobte die Jury. „Swen Sengebusch bewegt nicht nur Züge, sondern auch Polizeibeamte, Busfahrer und das Fährpersonal: Wirklich ein Meister der Reisekette.“

„Die letzte Fähre nach Langeoog – das ist doch Ehrensache“

NordWestBahn-Lokführer Swen Sengebusch über knifflige Anschlussketten und Notbremsungen an Bahnübergängen

 

Herr Sengebusch, die Jury lobt Sie als Meister der Anschlusskette. Wussten Sie überhaupt, wie dramatisch das mit der letzten Fähre nach Langeoog ist?

Ich hatte mal eine Freundin, die von Langeoog kam. Und obwohl die Insulaner ja sonst sehr entspannt sind, bei der letzten Fähre am Abend auf die Insel, da geht es um was. Die darf man nicht verpassen.

 

Der Koffer mit dem Babybrei war bei der Bundespolizei, das Bombenräumkommando schon unterwegs und Sie haben Ihren Fahrgästen trotzdem Mut gemacht?

Ich dachte, das ist doch Ehrensache, dass dieser Koffer noch am selben Abend auf die Insel kommt. Aber natürlich konnte ich das nicht fest versprechen. Die Eisenbahn mit ihren Anschlüssen ist ein komplexes System. In so einem Fall müssen alle zusammenarbeiten: Fahrgäste, Polizei, Lokführer, Busfahrer, Fährpersonal.

 

Also war es gar nicht Ihr Verdienst?

Es gehört auch Glück dazu. Zufällig hatte ich an diesem Tag Verstärkung an Bord. Eine Kollegin musste ihre Streckenkunde auffrischen und konnte den Zug weiterfahren. Wäre ich allein im Führerhaus gewesen, hätte ich nicht so intensiv nach den Besitzern des Koffers forschen können.

 

Steht Ihnen das Glück auch sonst zur Seite?

Unbedingt. Ich hatte schon mehrere Beinahe-Unfälle an Bahnübergängen. Einmal stand ein Pkw auf den Gleisen. Trotz Notbremsung habe ich ihn am Kotflügel erwischt. Das Auto mit einer ganzen Familie drin flog in den Straßengraben. Ich schaute aus dem Zug, und sah: Da steigt Rauch auf.

 

Und dann?

Ich bin rausgesprungen und war auf alles gefasst. Aber der Rauch war zum Glück nur Kühlwasser. Ich war dananch außer Dienst und wurde nach Hause gebracht. Dort habe ich es aber nicht ausgehalten und fuhr ins Krankenhaus. Da sagten sie mir, dass die Familie schon wieder entlassen worden war.

 

Wie gut haben Sie die Orkane in letzten Jahr überstanden?

Gegen entwurzelte Bäume habe ich eine Handsäge an Bord. Ganz so leicht lassen wir uns nicht aufhalten. Auch wenn in den Zeitungen oft was anderes steht. Unsere Fahrgäste wissen das besser: In der Not sind wir für sie da.  

Social Media Hero 2018

Erstmals hatten die Reisenden in diesem Jahr auch die Möglichkeit, auf Facebook einen Publikumspreis zu vergeben. Unangefochtener Sieger ist demnach DB Regio-Zugbegleiter Peter Hohmann, der zum Stichtag 5.802 Likes von Pendlern bekommen hatte.

Das schreibt der Einsender

Frank Dieter pendelt regelmäßig nach Frankfurt am Main. Dabei fällt ihm seit Jahren der DB Regio-Zugbegleiter Peter Hohmann auf: „Man hat als Fahrgast das Gefühl, dass Herr Hohmann all seine "Gäste" persönlich kennt, da er mit fast jedem einen kurzen Smalltalk hält, worüber die Fahrgäste sichtlich erfreut sind“, schreibt der Einsender. Er habe schon mehrfach beobachten können, wie Hohmann den Reisenden ein Lächeln ins Gesicht gezaubert habe. Und das mache er schon viele Jahre. Für Dieter ist da „ein wahrer Eisenbahner mit Herz“ an Bord seines RE.

Frank Dieter

Das schreiben die Facebook-Fans

"Mit Peter an Bord lassen sich selbst legendäre Verspätungen ertragen." - Simone D.

"Solche Menschen braucht die Welt." - Ira D.

"Wenn Herr Hohmann Dienst hat, freut sich der ganze Zug" - Petra G.

"Der freundlichste Bahnmitarbeiter, den ich kenne." - Harald K.

"Ein großartiger Mann! Er hat mir schon so oft meine Stimmung gerettet und mir Mut gemacht." - Monsder S.

 

„Ich rede lieber mit echten Menschen“

DB Regio-Zugbegleiter Peter Hohmann im Interview

 

Herr Hohmann, Sie haben in fünf Tagen 6.000 Likes bei Facebook bekommen und mehr als 1.000 Kommentare. Haben Sie schon alle gelesen?

Nein, hundert habe ich geschafft, aber dann brauchte ich eine Pause. Ich habe keinen Computer zu Hause. Keinen Laptop. Nicht mal einen Drucker. Das ist alles nix für mich. Ich rede lieber mit echten Menschen.

 

Wie? Sie überleben ohne Facebook-Profil?

Wenn ich dazu etwas wissen will, dann frage ich meine Großmutter. Die weiß mit Facebook Bescheid, hat Whatsapp und druckt mir auch mal was aus. Sie ist 94 und noch gut in Schuß.

 

Dann sind Sie ja in Ihrer neuen Rolle als „Eisenbahner mit Herz“ und „Social Media Hero“ in besten Händen.

Guten Rat kann ich wirklich brauchen. Seit die Nachricht öffentlich ist, habe ich keine ruhige Minute mehr. Radio, Fernsehen, alle wollen mit mir sprechen. Und die Nachbarn haben es in der Zeitung gelesen und fragen …

 

Was denn?

.. ob ich jetzt überhaupt noch arbeiten muss. So berühmt wie ich bin. Oder ob ich ihnen eine Autogrammkarte geben könnte.

 

Wie fühlt sich das an?

Stressig.

 

Offenbar sind Sie ein überaus großartiger Zugbegleiter.

Ich hatte gerade mein 25. Dienstjubiläum. Und mein Job, ja, der macht mir Spaß. Ich denke, dass ich die nächsten 20 Jahre auch noch sehr gut bei der Bahn rumkriege. Obwohl: Einer meiner Fahrgäste ist ein hochkarätiger Manager und wollte mich abwerben.

 

Peter Hohmann im Frankfurter Bankenviertel – das wäre doch was.

Um Gotteswillen. Meine Pendler machen sich schon Sorgen, wenn sie mich mal drei Tage nicht auf dem Zug sehen, weil ich eine andere Schicht fahre. Nein, ich kann hier nicht weg.  

Die Landessieger

Auch auf Landesebene hat die Jury herausragende Leistungen gewürdigt. Immer mehr Bundesländer stellen einen Landessieger.

Das sind die Landessieger 2018 im Wettbewerb Eisenbahner mit Herz

Saubere Leistung im ICE

 

Nominiert für den Wettbewerb Eisenbahner mit Herz 2018.
Landessieger BAYERN

Giuseppe Soraci, Mitarbeiter DB Services

Einsenderin: Maria Bechmann

 

Maria Bechmann fährt sehr oft die Strecke Nürnberg-Regensburg mit dem ICE. Immer wieder bemerkt sie, wie sauber die Toiletten sind und wie aufmerksam das Reinigungspersonal und hier besonders Guiseppe Soraci an Bord für die Annehmlichkeit der Fahrgäste sorgt. Die Jury meint: „Saubere Leistung“.

Der Teddy-Retter

 

Nominiert für den Wettbewerb Eisenbahner mit Herz 2018

Landessieger BERLIN

Jens Uhlig, Mitarbeiter der S-Bahn Berlin

Einsenderin: Juliane Noculak

 

Der sechsjährigen Mia fällt ihr Teddy ins Gleisbett – genau in den schmalen Spalt zwischen Bahn und Bahnsteig. Tränen helfen da wenig, aber Jens Uhlig von der Verkehrsaufsicht der Berliner S-Bahn weiß Rat. Für die Rettung „Brummis“ malt Mia dem Eisenbahner ein Bild. Und die Jury sagt: Große Klasse!

Dann eben mal den Zug umleiten

 

Nominiert für den Wettbewerb Eisenbahner mit Herz 2018.

Landessiegerin BREMEN

Christine Wrieden, Zugbegleiterin DB Regio

Einsenderin: Rita Krumbeck

 

Rita Krumbeck ist gehbehindert, aber Zugbegleiterin Christine Wrieden macht ihr das Reisen leicht. Sogar einen Zug leitet sie um, damit die Eisenderin nicht an einem kaputten Aufzug scheitert. Die Jury findet: „Solch zupackende Hilfe ist leider nicht selbstverständlich.“

Hund auf Händen getragen

 

Ralf Hohn ist nominiert für Eisenbahner mit Herz 2018

Landessieger HAMBURG

Ralf Hohn, Zugbegleiter DB Regio

Einsenderin: Pia Hemmerling

 

Blindenhund Moritz ist panisch, als er in einen Regio alter Baureihe mit Klapptüren steigen soll. Pia Hemmerling hat Angst vorm Ausstieg, aber Zugbegleiter Ralf Hohn hebt den 35 Kilo-Hund und trägt ihn aus dem Zug. Die Jury meint: „Das ist nicht Pflicht, sondern ganz klar Zugbegleiter-Kür.“

Irrfahrt verhindert

 

Nominiert für den Wettbewerb Eisenbahner mit Herz 2018.

Landessiegerin HESSEN

Barbara Dybus, Zugbegleiterin DB Fernverkehr Frankfurt/M

Einsenderin: Dagmar Turlach

 

Die bange Frage, ob man im falschen Zug sitzt, quält so manchen Fahrgast. In diesem Fall geraten die Reisenden an ICE-Chefin Barbara Dybus aus Frankfurt/M. Sie bringt die Fahrgäste an den richtigen Platz im richtigen Zug. „Großartig: Die Notlage erkennen, bevor der Notfall eintritt“, meint die Jury. 

Der Fürsorgliche

 

Heinz Korte ist nominiert für Eisenbahner mit Herz 2018

Landessieger NIEDERSACHSEN

Heinz Korte, Mitarbeiter DB Station & Service, Bahnhof Leer

Einsenderin: Jutta Haegele

 

Ein hochbetagtes Ehepaar will die Tochter besuchen, doch die Reise beginnt dramatisch: Die Frau stürzt und muss in Krankenhaus. Heinz Korte betreut den verwirrten Mann. Er sorgt dafür, dass die beiden die Reise später antreten können. Die Einsender sind begeistert, die Jury ebenfalls.

King of Kundenlob

 

Nominiert für Eisenbahner mit Herz 2018

Landessieger NORDRHEIN-WESTFALEN

Alexander Pojonie, Zugbegleiter DB Fernverkehr Köln

17 Einsender

 

Ob Orkan, Jungesellenabschied oder Politiker-Reise: Alexander Pojonie ist in allen Situationen er selbst und der meistbelobigte Zugbegleiter der Republik. Wie schon im Vorjahr schätzen die Fahrgäste seinen Witz, seine Klasse und sein Auftreten. Die Jury zögert nicht, ihn gleich nochmal auszuzeichnen. 

Ein Naturtalent

 

Tom Seifert ist nominiert für Eisenbahner mit Herz 2018
Landessieger SCHLESWIG-HOLSTEIN

Tom Seifert, Zugbegleiter bei der neg

Einsenderin: Margit Bassler

Der junge Tom Seifert ist erst im zweiten Ausbildungsjahr bei der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft (neg) und springt den Fahrgästen bei wie ein alter Hase im Kundendienst. „Kein Zweifel, das ist ein Naturtalent“, urteilt die Jury.

 

Die Siegergala 2018 in Bildern

Auf einer festlichen Gala in Berlin wurden die Preisträgerinnen und Preisträger für ihr tolles Engagement ausgezeichnet. Dabei erhielten sie viel Lob von den versammelten Bahnchefs und den Vertretern der Jury. Unsere Fotografen haben den Abend in Bildern festgehalten: