Themen: Umwelt
08. Dezember 2004

"Der Straßenverkehr brummt und der Wald stirbt!"

Waldzustandsbericht 2004 des BMVEL

Jetzt ist es amtlich: Dem deutschen Wald geht es so schlecht wie schon lange nicht mehr. Ein wichtiger Grund dafür sind neben der Klimaerwärmung die Emissionen aus dem Straßenverkehr und der Landwirtschaft. Angesichts der Dramatik der Entwicklung fordert die Allianz pro Schiene ein konsequentes Umdenken in der Verkehrspolitik. „Der Bericht ist alarmierend. Die Bundesregierung sollte ihre selbst gesteckten Ziele mehr Güter auf die Schiene zu bringen schnellstmöglich in die Tat umsetzen, sonst brauchen wir bald keinen Waldzustandsbericht mehr“, forderte Allianz pro Schiene Geschäftsführer Dirk Flege.

Experten sind sich einig, dass dem Wald langfristig nur Maßnahmen gegen den Klimawandel helfen. Dazu gehört, dass der Kohlendioxid- und Schadstoffausstoß von Kraftfahrzeugen und Industrieanlagen weiter verringert wird.

Zur Rettung der stark geschädigten Wälder in Deutschland plädierte Staatssekretär Matthias Berninger aus dem Verbraucherschutzministerium bereits vor der Veröffentlichung des Waldzustandsberichtes 2004 für eine „Verkehrswende“: „Wer ab und zu Bahn fährt und dafür das Auto stehen lässt, der hilft dem deutschen Wald“, so Berninger in der Berliner Zeitung.

Wir brauchen keine standortangepassten Wälder, wie einige meinen, sondern der Standort sollte die Bedürfnisse der Natur stärker berücksichtigen, und dazu gehört eben auch, umweltfreundliche Verkehrsträger wie die Eisenbahn stärker zu fördern und nicht gegenüber Straße und Luftfahrt unnötig zu behindern“, so Allianz pro Schiene Geschäftsführer Dirk Flege weiter.

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 17 gemeinnützige Vereine zusammengeschlossen, darunter die Umweltverbände BUND, NABU und NaturFreunde Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn und VCD, sowie alle Gewerkschaften aus dem Bahnbereich. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 1,5 Millionen Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 53 bahnnahen Unternehmen.