19. September 2000

Pläne zu Entfernungspauschale stoßen auf Zustimmung

BERLIN (Allianz pro Schiene) Die Allianz Pro Schiene begrüßt die jüngsten Pläne der Regierungskoalition, eine Entfernungspauschale für alle Pendler unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel einzuführen. „Damit erreichen wir ein Stück mehr Gerechtigkeit bei der steuerlichen Behandlung von Pendlern“, so Holger Jansen von der Allianz Pro Schiene. Von einer einheitlichen Pauschale – im Gespräch sind 80 Pfennig – würden vor allem öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad profitieren. Das ist nach Einschätzung der Allianz Pro Schiene eine dringend notwendige Stärkung für alle öffentlichen Verkehrsmittel und das Fahrrad.

Die bisherige Kilometerpauschale beinhaltet einen Fixkostenanteil für Pkw-Kosten. So werden Abschreibung, Kfz-Steuer und Versicherung berücksichtigt. Wer sein Auto stehen lässt und öffentliche Verkehrsmitteln nutzt, muss dagegen auf die steuerliche Absetzung dieses Pkw-Fixkostenanteils der Kilometerpauschale verzichten. Bahn- und Busbenutzer können lediglich die tatsächlich angefallenen Kosten für Fahrkarten absetzen.

Bisher können Autofahrer 70 Pfennig je Kilometer, ein Fahrradfahrer nur 14 Pfennig für die Fahrt zur Arbeit in ihrer Steuererklärung angeben. Fahrgäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln lediglich den Preis der Fahrkarte. Die verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale ist von zahlreichen Verbänden immer wieder gefordert worden, so auch von der neuen Allianz Pro Schiene, der insgesamt 17 Einzelverbände aus dem Bereich Eisenbahngewerkschaften, Umwelt-, Fahrgast-, Kunden- und Berufsverbände angehören. Ziel der Organisation ist es, die Schiene als Verkehrsmittel zu stärken.