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Bahnhof des Jahres ~ Die Jury

Bahnhof des Jahres - Die Jury

Dirk Flege, © Allianz pro Schiene

Dirk Flege, seit 2001 Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, hat den Wettbewerb „Bahnhof des Jahres initiiert. Zuvor hatte er als Bundesgeschäftsführer des Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Kooperation mit dem „Stern" und dem Meinungsforschungsinstitut emnid bereits das „VCD-Bahnkundenbarometer" konzipiert. Der Diplom-Politologe, Master of Business Marketing und gelernte Journalist hat in der Konzernzentrale der Deutsche Post AG neue Geschäftsideen im Dienstleistungsbereich entwickelt, als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für einen Verkehrspolitiker im Bundestag gearbeitet und war vier Jahre Geschäftsführer des Naturschutzbund Deutschland in Baden-Württemberg.

„Bahnhöfe sollten idealerweise eine individuelle Note haben. Das unterscheidet sie von Flughäfen. Ohne Charakter und das gewisse Etwas wird kein Bahnhof zum Bahnhof des Jahres. Ich versuche möglichst ganzheitlich an die Bahnhofstests heranzugehen. Von der Information über die Sauberkeit bis hin zu allen möglichen funktionalen Aspekten. Am Ende entscheidet aber immer das subjektive Wohlfühlgefühl."

 
Monika Ganseforth, © Allianz pro Schiene

Monika Ganseforth ist seit 2002 stellvertretende Bundesvorsitzende des Verkehrsclub Deutschland (VCD). Zuvor arbeitete sie einige Jahre in der Industrie und lehrte anschließend als Professorin für Maschinenbau an der FH Hannover. Außerdem war sie als MdB in den Ausschüssen Forschung, Umwelt und Verkehr der SPD sowie in der Enquete-Kommission „Schutz der Erdatmosphäre".

„Bahnhöfe haben mich schon immer fasziniert, denn sie sind die einzigen Orte unserer Gesellschaft, an denen man Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen und -schichten trifft: Junge, Alte, Arme, Reiche, Deutsche und MigrantInnen. Manche kommen mit Kinderwagen oder Fahrrad, andere mit dem Rollstuhl. Viele haben es eilig, manche bringen Zeit zum Verweilen oder Einkaufen mit. Bahnhöfe müssen den unterschiedlichsten Anforderungen und Bedürfnissen gerecht werden. Besonders darauf richte ich beim ‚Bahnhof des Jahres' mein Augenmerk."

 
Dieter Harms, © Allianz pro Schiene

Dieter Harms ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des ACE Auto Club Europa. Er war jahrelang bei der Bahn beschäftigt und war danach bei der größten Bahngewerschaft TRANSNET, zuletzt im Vorstand der Gewerkschaft und dort zuständig für die Angelegenheiten des Fernverkehrs. In dieser Funktion hat er u. a. ein Fernverkehrskonzept für den Schienenverkehr in Deutschland ertwickelt.

„Der Bahnhof ist eine sehr wichtige Schnittstelle zwischen verschiedenen öffentlichen Verkehrsträgern dem Pkw und dem Fahrrad. Preiswerte und genügende Parkmöglichkeiten am Bahnhof und sichere, trockene Fahrradabstellplätze sind für mich ganz wichtig. Als überzeugter Bahnfahrer weiß ich, wie wichtig ein gut funktionierender Verkehrsmittelwechsel ist. Umsteigen muss einfach sein."

 
Karl-Peter Naumann, © Allianz pro Schiene

Karl-Peter Naumann beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Eisenbahn und ist seit zwölf Jahren Vorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN. Seit 2000 engagiert er sich als Vorstandsmitglied der Allianz pro Schiene. Außerdem ist der hauptberufliche Chemiker Vorsitzender des Fahrgastbeirats in Schleswig-Holstein und hat mehrere Konzepte zur Verbesserung des Eisenbahnverkehrs in Deutschland entwickelt.

„Als überzeugter und häufiger Bahnreisender messe ich dem Bahnhof eine große Bedeutung zu. Er ist Beginn und Ende meiner Reise und soll mir dabei helfen, dass ich die Zugfahrt genießen kann. In der Jury für den ‚Bahnhof des Jahres' achte ich besonders darauf, dass auch Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Behinderungen problemlos zum Zug finden. Die Wartezeit am Bahnhof soll möglichst angenehm sein. Ich möchte mich hinsetzen können, etwas Gutes zu essen und zu trinken bekommen sowie Reiseproviant oder Mitbringsel kaufen können."

 
Christian Schultz, © Allianz pro Schiene

Christian Schultz ist Bundesvorstand Verkehr im Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV) und engagiert sich außerdem ehrenamtlich als Abteilungsleiter Fernverkehr für den Berliner Fahrgastverband IGEB e.V. Seit Abschluss seines Maschinenbau-Studiums arbeitet der Diplom-Ingenieur in den Bereichen Arbeitssicherheit, Umweltmanagement und Brandschutz bei den Viessmann Werken Berlin.

„Bahnhöfe sind die Visitenkarten der Bahnen. Im Idealfall sind sie Knotenpunkte der Verkehrsträger Zug, Bus, Auto und Fahrrad. Mir geht es beim ‚Bahnhof des Jahres' vor allem um den Komfort der Reisenden. Deshalb honoriere ich besonders kurze und für alle problemlos nutzbare Umsteigewege und ein attraktives Umfeld, das Reisenden viel Service bietet. Die Auszeichnung trägt hoffentlich dazu bei, dass Verfall und Vandalismus leer stehender Stationen bald der Vergangenheit angehören."