Wachstum der Schiene nicht ausbremsen

Allianz pro Schiene fordert schnelles Handeln beim Ausbau des Schienennetzes

Berlin, 29.01.2026. Trotz jahrelangem Sparkurs, veralteter Infrastruktur und anhaltendem Investitionsstau: Die Nachfrage nach Schienenverkehr ist in den vergangenen 20 Jahren unter schwierigsten Bedingungen deutlich stärker gewachsen als bei allen anderen Verkehrsträgern. Sowohl der Schienengüterverkehr als auch der Personenverkehr auf der Schiene hat zwischen 2005 und 2024 um mehr als 40 Prozent zugelegt – und damit jeweils deutlich stärker als die Verkehrsnachfrage insgesamt. Das geht aus der kürzlich veröffentlichten Publikation Verkehr in Zahlen des Bundesverkehrsministeriums hervor. Die Allianz pro Schiene fordert die Bundesregierung vor diesem Hintergrund auf, den Kapazitätsausbau im Schienennetz nicht länger hinauszuzögern, um das weitere Wachstum nicht unnötig auszubremsen.

„Die aktuellen Zahlen des Bundesverkehrsministeriums zeigen ganz klar: Die Menschen wollen Zug fahren, und die Unternehmen wollen ihre Waren auch mit dem Zug transportieren.“ Mit Blick auf die vielen Baustellen und die derzeit deprimierende Pünktlichkeitsquote sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege: „Dass der Schienenverkehr trotz widriger Bedingungen so stark gewachsen ist, macht deutlich, wie viel mehr Wachstum unter besseren Bedingungen noch möglich wäre. Der verschleppte Aus- und Neubau der Schieneninfrastruktur wird zunehmend zur Wachstumsbremse. Die Bundespolitik ist hier gefordert, die Erweiterung des Schienennetzes voranzutreiben.“

Mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität stehe ein Instrument für dringend erforderliche zusätzliche Investitionen in die Schieneninfrastruktur zur Verfügung. Dazu brauche es rasch einen Infraplan mit verlässlicher, mehrjähriger Finanzierung. Dirk Flege: „Das Potenzial des Schienenverkehrs für Bürger, Wirtschaft und Klima ist gewaltig, trotzdem hören wir immer wieder von der Bundesregierung, dass das Geld für den Aus- und Neubau der Schiene nicht ausreicht. Dabei bekämen wir damit endlich auch mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit ins System. Die Menschen in Deutschland haben ein besseres Schienennetz verdient, und die Wachstumszahlen zeigen: Die Nachfrage ist da. Nun ist die Bundespolitik gefordert, ihre Prioritäten gleichermaßen am Klimaschutz sowie an den Bedürfnissen ihrer Wählerinnen und Wähler auszurichten.“

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