Zur Erhaltung der bestehenden Schienenwege des Bundes haben die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Bahn AG eine Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) geschlossen. Im Rahmen der LuFV stellt der Bund jährlich Geld für Ersatzinvestitionen im Schienennetz zur Verfügung. Im Gegenzug muss die DB Netz AG klar definierte Zielvorgaben bezüglich der Infrastrukturverfügbarkeit und der Infrastrukturqualität erfüllen und in einem definierten Umfang eigene Finanzmittel zum Netzerhalt einsetzen. Verletzungen dieser Verpflichtungen sind sanktioniert.

Mit diesen Finanzierungsregeln zum Erhalt der bestehenden Schienenwege sollen staatliche Investitionen in die Infrastruktur effizienter eingesetzt werden. Die erste Vereinbarung ist am 1. Januar 2009 in Kraft getreten und galt zunächst fünf Jahre, in denen jährlich 2,5 Mrd. Euro ins Netz flossen. Nach zähen Verhandlungen trat am 1. Januar 2015 die Folgevereinbarung LuVF II mit einer Laufzeit von fünf Jahren in Kraft. Danach stehen bis 2019 insgesamt rund 20 Mrd. Euro für Ersatzinvestitionen in das Bestandsnetz zur Verfügung. Der Größte anteil entstammt dem Bundeshaushalt. Außerdem stehen im Rahmen eines Finanzierungskreislaufs Mittel zur Verfügungn, bei dem die von den Eisenbahninfrastrukturunternehmen erwirtschafteten Beträge als Dividende an den Bund ausgeschüttet und dann von diesem für Investitionen in die bestehenden Schienenwege zur Verfügung gestellt werden.