Berlin, 21. Januar 2026. Eine neue Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover für eine zukunftsfähige Schiene – das fordern die Allianz pro Schiene, Fridays for Future, die Initiative Deutschlandtakt, NextGen Deutschlandtakt, die Jusos Niedersachsen, der Fahrgastverband PRO BAHN und der ökologische Verkehrsclub VCD in einem offenen Brief an die verkehrspolitische Sprecherin und den verkehrspolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen. Diese soll entlang der A7 und B3 verlaufen, um endlich eine leistungsfähige Verbindung zwischen den beiden Städten zu schaffen.
Der Verkehrsausschuss des Bundestages wird voraussichtlich Ende Januar darüber entscheiden, ob er einer Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover zustimmt. Die Verbände und Organisationen fordern den Ausschuss und insbesondere die Koalitionsfraktionen auf, das Signal dafür auf grün zu stellen. Seit langem leiden Passagiere wie Güterverkehrskunden unter Verspätungen und Zugausfällen auf dieser Strecke. Nur ein Neubau kann die Kapazitäten schaffen, die es hier braucht, um mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern – ein notwendiger Schritt für eine Verkehrswende im Sinne des Klimas und der Umwelt.
Die demokratischen Parteien im Bundestag bekennen sich dazu, die Straßen entlasten und die Bahn stärken zu wollen. Laut Koalitionsvertrag wollen Union und SPD „durch [den] gezielten Aus- und Neubau […] etappenweise und fahrplanorientiert einen integrierten stabilen Takt zwischen Nah- und Fernverkehr unter Einbeziehung des Schienengüterverkehrs (Deutschlandtakt) […] etablieren.“ Die Unterzeichenden fordern, nun schnell Nägel mit Köpfen zu machen, damit der Deutschlandtakt vorankommt.
Den Verbänden und Organisationen ist bekannt, dass es vor Ort Vorbehalte gegenüber dem Neubau gibt. Doch in der parlamentarischen Befassung ist es den Fraktionen möglich, sich für einen guten Lärmschutz einzusetzen. Sie können auch für eine flächenschonende Parallelführung der Strecke zur Autobahn sorgen, indem sie den Mindestabstand nach Bundesfernstraßengesetz aufheben. Und sie können sich dafür stark machen, dass entlang der Neubaustrecke Regionalhalte entstehen, von denen die Anrainer profitieren.
Die Verbände und Organisationen sagen: Nutzen Sie die Chance und geben Sie den Neubau frei – um die Bahn attraktiver zu machen, das Klima zu schonen und den Deutschlandtakt in Reichweite zu rücken!
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