22. März 2002

TRANSNET und Allianz pro Schiene begrüßen Bundesrats-Votum

Lkw-Maut:

Gewerkschaft TRANSNET und Allianz pro Schiene haben das Bundesrats-Votum zur Lkw-Maut begrüßt. Die Abgabe sollte nun Anfang kommenden Jahres eingeführt werden. Weitere Kompensationen zugunsten der Lkw lehnen beide Organisationen ab.

Gewerkschaft TRANSNET und Allianz pro Schiene bezeichneten das heutige Bundesrats-Votum zur Lkw-Maut als „vernünftige Richtungsentscheidung.“ TRANSNET-Chef Norbert Hansen erklärte, „dies ist ein erster Schritt, um mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern.“ llerdings gelte es, die Maut weiter zu entwickeln. Dazu gehöre, „dass die Abgabe flächendeckend eingeführt wird.“ Zugleich forderte Hansen, die Umsetzung des Beschlusses müsse jetzt zügig vollzogen werden. Ziel sollte bleiben, „die Lkw-Maut Anfang kommenden Jahres einzuführen.“

Weitere Kompensationen zugunsten der Lkw dürfe es nicht geben. „Das höhlt die Maut aus und führt sie ad absurdum“, bemerkte der Gewerkschaftsvorsitzende. Sinn und Zweck der Maut sei schließlich auch, mehr Güter auf der Schiene zu transportieren. Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, erklärte, die heutige Entscheidung der Länderkammer sei „die verkehrspolitisch wichtigste Tat der Bundesregierung.“ Um eine stärkere Verlagerung von Gütern auf die Schiene zu erreichen, „muss die Maut nun schrittweise angehoben werden“, forderte Flege.