Themen: Güterverkehr
14. Dezember 2000

Allianz Pro Schiene fordert Schienengüter-Konzept

BERLIN (Allianz pro Schiene) Die Allianz Pro Schiene hat neue Konzepte für den Schienengüterverkehr gefordert. „Verstöße gegen Lenkzeitregelungen, Sicherheitsvorschriften und Tempolimits des Straßengüterverkehrs sind ein Wettbewerbsnachteil für die Schiene. Die Politik darf das nicht länger hinnehmen“, stellt Ute Wiegand-Nehab, stellvertretende Vorsitzende der Allianz Pro Schiene, fest. Weiter müsse die Schwerverkehrsabgabe für Lkw eingeführt und externe Kosten wie Lärm oder Verschleiß der Straße endlich bei Kostenrechnungen des Lkw berücksichtigt werden. „Der Wettbewerb zwischen Schiene und Straße muss endlich fair gestaltet werden“, so Wiegand-Nehab weiter.

Handlungsbedarf sieht die Allianz Pro Schiene auch bei den Bahnunternehmen. Dazu sollten die Deutsche Bahn Cargo und private Bahnen stärker als bisher kooperieren. Notwendig sei auch ein stärkerer, aber fairer Wettbewerb zwischen den einzelnen Anbietern im Schienengüterverkehr und neue Konzepte für die Schnittstellen zwischen Schiene und Straße. Als „richtigen Weg“ sieht das Bündnis die Zusammenarbeit mit Spediteuren an. Dabei geht es um Logistikfähigkeit und Komplettlösungen für den Kunden. Einen Rückzug aus der Fläche dürfe es nicht geben.

Die Themen Güterverkehr und Schwerverkehrsabgabe für Lkw werden für die Allianz Pro Schiene einen Schwerpunkt für die Arbeit im nächsten Jahr bilden. Dazu wird das Bündnis eng mit Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der als Fördermitglied die Allianz Pro Schiene unterstützt, zusammenarbeiten. Im Rahmen der Mitgliederversammlung haben die Verbände und Organisationen in der Allianz Pro Schiene ein Positionspapier verabschiedet, dass erste Eckpunkte festlegt.

In der Allianz Pro Schiene sind insgesamt 17 Verbände aus den Bereichen Gewerkschaften, Umwelt-, Fahrgast-, Kunden- und Berufsverbände sowie zwei Automobilclubs zusammengeschlossen. Leitmotto des Bündnisses: „Mehr Verkehr auf mehr Schiene.“