30. Oktober 2017

Neues Erklärvideo: Elektromobilität auf der Schiene

 Die Zukunft des Verkehrs liegt in der Elektromobilität

Spätestens seit der Streckensperrung von Rastatt sind Politik und Öffentlichkeit elektrisiert: Das deutsche Schienennetz ist zu sehr auf Kante genäht. Auch wenn heute bereits 90 Prozent der Verkehrsleistung auf der Schiene elektrisch erbracht wird, fehlt auf vielen Streckenaschnitten eine elektrische Oberleitung. Die Folgen: Im Güterverkehr fehlt es an elektrifizierten Umleitungen. Und auch im Personenverkehr bremsen nichtelektrifizierte Strecken die Elektromobilität auf der Schiene. Dass Deutschland gerade seine Klimaziele verfehlt hat, bringt noch mehr Druck in den Kessel. Pünktlich zum Wechsel der Bundesregierung ist klar: Der Verkehrssektor muss endlich liefern.

 

Elektromobilität: Deutschland hat im EU-Vergleich Nachholbedarf

Neueste EU-Zahlen zeigen: Deutschland ist beim Elektrifizierungsgrad seines Netzes mit einer Quote von 60 Prozent im EU-Vergleich nur sehr mittelmäßig unterwegs. Österreich kommt auf 70 Prozent, die Schweiz sogar auf 100 Prozent. Die Allianz pro Schiene fordert deshalb, dass die sich neue Bundesregierung ein Elektrifizierungsziel von 70 Prozent bis 2025 in den Koalitionsvertrag schreibt. Das wäre auch gleich eine Maßnahme für eine bessere CO2-Bilanz im Verkehr.

 

Lücken im Bundesschienennetz: Sonderprogramm gefordert

Auch zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es Unterschiede bei der Ausstattung mit Oberleitungen: Nach einer Auswertung der Allianz pro Schiene schwankt die Länderquote von 96 Prozent, dem Höchstwert im Stadtstaat Bremen, bis runter auf 29 Prozent in Schleswig-Holstein. Mit einem „Sonderprogramm Elektrifizierung“ könnte der Bund Abhilfe schaffen. Die Länder haben viele gute Ideen, wie sie ihren Güter- und Personenverkehr auf der Schiene vom Diesel befreien können. Auch für die Fahrgäste und Güterkunden wird das spürbare Vorteile bringen: Elektrifizierte Strecken haben mehr Kapazitäten und sind leistungsfähiger.

 

Letzte Meile: So kommen wir auf 100 Prozent Elektromobilität

Natürlich wird es auch nach einer Elektrisierungsoffensive immer noch Streckenabschnitte geben, bei denen sich eine elektrische Oberleitung nicht lohnt. Damit auch hier umweltfreundliche Alternativen zum Zuge kommen, arbeiten die Bahnhersteller unter Hochdruck an alternativen Antrieben: Mit Batteriezügen oder Wasserstoffantrieb lassen sich in Zukunft auch die hartnäckigsten Elektrifizierungslücken technisch in den Griff kriegen. Wie der Schienenverkehr in Deutschland vollkommen elektrisch wird, zeigt Ihnen unser neuer Film: Vorsicht, Hochspannung!

 

Das Erklärvideo in voller Länge (6:17 Min) ansehen: