10. November 2017

Minister wollen mehr E-Mobilität auf der Schiene

Allianz pro Schiene begrüßt Beschluss der Länderverkehrsministerkonferenz

Die Verkehrsministerkonferenz beschäftigt sich mit der Mobilität der Zukunft und beschließt: die Schiene braucht mehr Geld.
Die Länderverkehrsminister sehen großen Nachholbedarf bei den Investitionen in die Schiene. Sie fordern mehr Geld für Ladeinfrastruktur, Strecken, Bahnhöfe und die Elektrifizierung.

Berlin, den 10. November 2017. Die Allianz pro Schiene hat den heutigen Beschluss der Länderverkehrsministerkonferenz begrüßt, vom Bund ein „Nationales Investitionsprogramm Mobilität“ zu fordern. „Das von den Ländern geforderte Investitionsprogramm greift die Allianz pro Schiene-Forderung nach einem Sonderprogramm zur Elektrifizierung von Bahnstrecken auf, was wir sehr begrüßen“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Freitag in Berlin. Nach dem Willen der Länderverkehrsminister soll das Förderprogramm zur Elektrifizierung von Bahnstrecken einen Umfang von fünf Milliarden Euro haben und sich über eine Laufzeit von zehn Jahren erstrecken. „Mit diesem Sondertopf lässt sich die Elektrifizierung des Schienennetzes bis 2025 um zehn Prozentpunkte von jetzt 60 auf 70 Prozent erhöhen“, kommentierte Flege. „Das bringt den Klimaschutz in Deutschland voran.“

Die Allianz pro Schiene begrüßte des Weiteren die Absicht der Länderverkehrsminister, mit dem Bund über die Förderung der Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe zu verhandeln. „Dort, wo auch in zehn Jahren noch keine Oberleitungen an den Schienenstrecken existieren, brauchen wir Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe“, so der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. Nach dem Willen der Länderverkehrsminister soll der Bund über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich 750 Millionen Euro für die Ladeinfrastruktur (Strom, LNG, Brennstoffzelle) an Straßen, Wasserstraßen und Schienenwegen bereitstellen.

Auch die von den Länderverkehrsministern geforderte Erhöhung der Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz auf eine Milliarde Euro jährlich und die jährlichen Zusatzmittel für Schienenstrecken und Bahnhöfe in Höhe von 500 Millionen Euro stoßen auf die ungeteilte Zustimmung des Verkehrsbündnisses.

Sieben Landesverkehrsminister hatten sich im Vorfeld der Länderverkehrsministerkonferenz auf Anfrage der Allianz pro Schiene für ein Sonderprogramm Elektrifizierung des Bundes ausgesprochen.

 

Weitere Informationen:

 

Zur Pressemitteilung des Senats Hamburg: „Verkehrsministerkonferenz in Wolfsburg beschäftigt sich mit der Mobilität der Zukunft“

 

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 22 Non-Profit-Organisationen zusammengeschlossen: die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und NaturFreunde Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die Automobilclubs ACE und ACV, der Bundesverband CarSharing bcs, der Fahrradclub ADFC, die zwei Bahngewerkschaften EVG und GDL, die Konferenz für kirchliche Bahnhofsmission, die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, FEANDC, VBB und VDEI sowie die Technische Hochschule Wildau, die TH Mittelhessen und die FH Aachen. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2,5 Millionen Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von mehr als 130 Unternehmen der Bahnbranche mit insgesamt 30 Milliarden Euro Umsatz im Schienenverkehr.