Themen: Bahnhöfe
24. März 2015

"In keinem Land ist Autofahren sicherer als Bahnfahren"

EU-Verkehrsunfallzahlen: Opferzahlen auf der Straße weiter zu hoch

Verzerrter Wettbewerb

Berlin, den 24. März 2015. Die heute von der EU-Kommission veröffentlichten Straßenverkehrsunfallzahlen sind nach Auffassung der Allianz pro Schiene „immer noch inakzeptabel hoch“. Allerdings liege Deutschland beim Vergleich der Straßenopferzahlen in der mehrjährigen europäischen Betrachtung auf einem guten vorderen Platz. Im EU-Durchschnitt 2005 bis 2012 starben 3,6 Pkw-Insassen pro Milliarde Personenkilometer, in Deutschland waren es 2,6 getötete Autofahrer. Deutlich ungefährlicher ist in Europa das Reisen mit der Eisenbahn. EU-weit starben im Mehrjahresvergleich 0,14 Bahnreisende pro Milliarde Personenkilometer. Mit 0,04 Toten war Deutschland auch hier im Schnitt von 2005 bis 2012 deutlich besser als der europäische Durchschnitt. 

Todesrisiko im Zug 58-mal geringer als im Auto

Getötete Reisende pro Mrd. Pkm (Durchschnitt 2004-2013)

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„In keinem europäischen Land ist Autofahren sicherer als Bahnfahren“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Flege am Dienstag in Berlin. Am sichersten fuhren Bahnreisende im Zeitraum von 2005 bis 2012 in Estland, Irland, Litauen, Luxemburg und Slowenien. Dort verunglückte in den acht Jahren kein einziger Bahnreisender tödlich. „Die Vision Zero, also null Verkehrstote, ist in vielen Ländern auf der Schiene schon Realität, während der Straßenverkehr noch weit davon entfernt ist“, so der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. In den 20 Jahren seit Beginn der Bahnreform ist Bahnfahren in Deutschland kontinuierlich sicherer geworden. EU-weit ist Bahnfahren bezogen auf das Todesrisiko pro zurückgelegtem Kilometer 26mal sicherer als Autofahren, in Deutschland 58mal sicherer. Flege: „Wer in Europa die Verkehrsopferzahlen reduzieren will, sollte so viel wie möglich Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern und parallel dazu den Straßenverkehr sicherer machen.“

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