23. Januar 2014

„Eisenbahner mit Herz“ bekommen eigene Lokomotive

Reisegeschichten aus ganz Deutschland: Einsendeschluss 31. Januar

Lokführer Jürgen Baatz und die Unterstützer des Wettbewerbs
Sie haben die Lok für Linda getauft (v.l.): Lokführer Jürgen Baatz und die Unterstützer des Wettbewerbs "Eisenbahner mit Herz" Sebastian Belz (econex verkehrsconsult) und Bernhard Westerhoff (Sparda Bank Hamburg).
Hamburg-Altona, den 24. Januar 2014. Damit der Wettbewerb noch mehr Fahrt aufnimmt, bekommt der „Eisenbahner mit Herz“ jetzt eine eigene Lokomotive: Mit einer feierlichen Loktaufe im Bahnhof Altona hat die Pressesprecherin der Allianz pro Schiene, Dr. Barbara Mauersberg, die frisch beklebte „Eisenbahner mit Herz“-Lok der Baureihe 101 am Freitag auf den Weg gebracht. „Wenn dieses Schmuckstück im InterCity-Verkehr ab sofort durch Deutschland unterwegs ist, rechnen wir mit einem furiosen Endspurt bei den Reisegeschichten der Bahnfahrer“, sagte Mauersberg beim Fototermin am Freitag in Hamburg. Noch bis zum 31. Januar sind Reisende aus ganz Deutschland aufgerufen, ihr schönstes Bahnerlebnis rund um einen hilfreichen Einsatz des Zug- oder Bahnhofpersonals an die Allianz pro Schiene zu senden. Die Sieger wählt eine Jury aus Fahrgastverbänden und Gewerkschaften. Das Ergebnis wird am 29. April in Berlin veröffentlicht.

Für die Lok kündigte die Allianz pro Schiene-Pressesprecherin einen kleinen Fotowettbewerb an. „Die bestfotografierte Alltags-Reisesituation, die unsere Lok unterwegs im Einsatz zeigt, gewinnt einen Preis von 200 Euro“, sagte Mauersberg.

Zum vierten Mal in Folge bittet die Allianz pro Schiene in diesem Jahr Bahnkunden um ihre aufregendsten Reisegeschichten. Im April 2013 war der Titel zum dritten Mal vergeben worden, die Laudatio hielt die TV-Köchin Sarah Wiener. Gold gewann die ICE-Zugbegleiterin Daniela Kumbernuß aus Hannover, die die Jury durch „vorbildliche Krisenkommunikation“ während eines Polizeieinsatzes auf einem ICE überzeugte: Mit rein weiblicher Besatzung hielt sie einen gewalttätigen Fahrgast in Schach und erklärte später in außergewöhnlich offenen und ehrlichen Durchsagen die Verspätung. Silber gewann der langjährige DB-Zugbegleiter Frank Lehmann vom Fernverkehr Hamburg, der gleich von drei Kunden für den Preis vorgeschlagen worden war. Lehmann meisterte eine Katastrophenfahrt im ICE mit Bravour und beschritt elegant den kleinen Dienstweg, als seine Fahrgäste ihre Tickets zum Bundespresseball oder ihren iPod im Zug liegenließen. Bronze bekam der Metronom-Zugbegleiter Rainer Grundmann aus dem niedersächsischen Uelzen, weil er einem Fahrgast im fahrenden Zug sein Fahrrad repariert hatte. Der Sonderpreis für meisterhafte Logistik ging an ein deutsch-französisches TGV-Team, das dem Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks auf Konzertreise nach Paris das Abendgastspiel gerettet hatte.

In der Jury des Wettbewerbs sitzen neben der Allianz pro Schiene auch die beiden Eisenbahngewerkschaften EVG und GDL, der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Fahrgastverband Pro Bahn, der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV), die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG SPNV) und der Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde (BDEF).