24. April 2009

„Kleine Bahnhöfe brauchen auch nach 2011 Hilfe“

Allianz pro Schiene: Geldspritze für Bahnhöfe bitter nötig

Berlin. Die Allianz pro Schiene begrüßt die Geldspritze für rund 2000 Bahnhöfe in ganz Deutschland aus den Mitteln der Konjunkturpakete der Bundesregierung als „längst überfällig“. „Die 300 Millionen Euro werden für Bahnkunden spürbare Verbesserungen bringen“, sagt Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. „Allerdings waren Bahnhöfe jahrelang gnadenlos unterfinanziert“, sagt Flege und warnt davor, die Förderung schon 2011 wieder einzustellen.

„Aus Sicht der Reisenden gilt eine einfache Regel: Je kleiner ein Bahnhof, desto erbärmlicher ist oft der Zustand“, sagt Flege. Aus Kundensicht reichten daher die bereitgestellten 300 Millionen Euro nicht aus. „Zahllose notleidende Kleinbahnhöfe brauchen dauerhafte Pflege.“ Das Schienenbündnis fordert die Bundesregierung daher auf, die Finanzhilfen über das Jahr 2011 hinaus zu verstetigen. Die Allianz pro Schiene richtet jährlich den Wettbewerb „Bahnhof des Jahres“ aus.


Weitere Informationen:

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 16 Non-Profit-Verbände zusammengeschlossen: die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und NaturFreunde Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die Automobilclubs ACE und ACV, die drei Bahngewerkschaften TRANSNET, GDBA und GDL sowie die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB und VDEI. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2 Millionen Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 85 Unternehmen der Bahnbranche.