Themen: Güterverkehr
27. Februar 2008

Güterbahnen gewinnen trotz Streiks erneut Marktanteile

Allianz pro Schiene zu neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes:

Berlin. Erfreut hat die Allianz pro Schiene auf die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zum Güterverkehr reagiert. „Trotz der durch den Lokführerstreik verursachten Bremsspuren haben die Güterbahnen in 2007 das vierte Jahr in Folge Marktanteile gewonnen“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch in Berlin. „Während der Lkw seit 2003 leichte Marktanteilsverluste hinnehmen musste, hat der Schienengüterverkehr im selben Zeitraum fast zwei Prozent Marktanteil hinzugewonnen“, so Flege.

Als Ursachen für die Renaissance des Schienengüterverkehrs nannte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiene sowie zunehmende Engpässe im Straßengüterverkehr. Flege: „Häufig ist der Bahntransport günstiger als der Lkw, andere Unternehmen haben die Nase voll von Staus und unpünktlichen Lkw, wiederum andere entscheiden sich auch aus Umweltgründen für die Schiene“.

Nach Einschätzung der Allianz pro Schiene wird die Wettbewerbsfähigkeit der Güterbahnen weiter zunehmen. „Mit jeder Dieselpreiserhöhung wird der im Vergleich zum Lkw dreimal energieeffizientere Schienengüterverkehr an Bedeutung gewinnen. Dies ist klimapolitisch auch allerhöchste Eisenbahn. Schließlich stoßen Güterbahnen pro transportierter Tonne und Kilometer nur ein Viertel soviel Kohlendioxid aus wie der Lkw“, so Flege.

Die Marktanteile (Berechnungsgrundlage: Tonnenkilometer) im Güterverkehr verteilten sich Ende 2007 wie folgt auf die einzelnen Landverkehrsträger: Lkw 70,43 Prozent, Güterbahn 17,32 Prozent, Binnenschiff 9,8 Prozent, Rohrfernleitungen 2,4 Prozent. Eine Grafik mit der Entwicklung der Güterbahn-Marktanteile seit 2003 finden Sie hier.

Die Broschüre „Mehr Bahn wagen – 13 erfolgreiche Verlagerungsbeispiele aus dem Güterverkehr“, in der Unternehmer zu Wort kommen, die erläutern, warum sie sich für eine Verlagerung ihrer Transporte von der Straße auf die Schiene entschieden haben, finden Sie hier.

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 16 Non-Profit-Verbände zusammengeschlossen: die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und NaturFreunde Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die Automobilclubs ACE und ACV, die drei Bahngewerkschaften TRANSNET, GDBA und GDL sowie die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB und VDEI. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2 Millionen Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 75 Unternehmen der Bahnbranche, darunter 12 Güterbahnen.