Themen: Güterverkehr
16. März 2005

"Impulse durch Schieneninvestitionen setzen"

Allianz pro Schiene zu "Job-Gipfel"

Berlin. Die Allianz pro Schiene appelliert an die Bundesregierung, die für die nächsten Jahre geplanten Kürzungen der Schieneninvestitionen zurückzunehmen. „Investitionen in die Schieneninfrastruktur sind Zukunftsinvestitionen, die Tausende neuer Arbeitsplätze schaffen“, sagte der Vorsitzende des Schienenbündnisses, Norbert Hansen, am Vortag des „Job-Gipfels“ von Bundesregierung und CDU/CSU.

Laut Hansen, der auch Vorsitzender der Verkehrsgewerkschaft TRANSNET ist, „steht die Schienenbranche in Deutschland für 500.000 Arbeitsplätze“. Die Bedeutung der Mobilität für die Menschen und die Wirtschaft in Deutschland werde in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Auch vor diesem Hintergrund sei es eine „Fehlentscheidung, die Investitionen des Bundes für die Schieneninfrastruktur von 4 Milliarden Euro auf knapp über 2 Milliarden Euro in 2008 zusammenzustreichen“, sagte der Allianz pro Schiene-Vorsitzende. Hansen: „Wenn Bundesregierung und Opposition den Arbeitsmarkt ankurbeln wollen, dürfen sie nicht nur über Unternehmenssteuern diskutieren, sondern müssen auch Impulse durch Schieneninvestitionen setzen und tun damit gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes“.
Der Allianz pro Schiene-Vorsitzende warnte davor, Investitionen für Bildung gegen Investitionen in Verkehrsinfrastruktur auszuspielen. „Beides sind Zukunftsinvestitionen und keine Subventionen“.

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 15 gemeinnützige Verbände zusammengeschlossen, darunter die Umweltverbände BUND, NABU und NaturFreunde Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn und VCD, die Automobilclubs ACE und ACV, sowie die drei Verkehrsgewerkschaften TRANSNET, GDBA und GDL. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 1,5 Millionen Einzelmitglieder.
Unterstützt wird das Schienenbündnis von 51 bahnnahen Unternehmen. Dazu zählen neben den drei Weltmarktführern im Schienfahrzeugbau (Siemens AG Transportation Systems, Bombardier Transportation GmbH und Alstom LHB GmbH) auch Bauunternehmen wie Franz Kassecker GmbH, GSG Knape Gleissanierungs GmbH, Martin Rose GmbH & Co. KG, Sersa GmbH, Spitzke AG Infrastrukturunternehmen für Schienensysteme.