Themen: Güterverkehr
25. September 2001

Verbände in der Allianz Pro Schiene sammeln 100 000 Unterschriften für eine Verkehrswende und Bahnoffensive - jetzt

Bündnis: Lkw-Maut stößt auf breite Zustimmung

BERLIN (Allianz pro Schiene) Mit der Übergabe von 100 000 Unterschriften an das Verkehrsministerium bekräftigt die Allianz Pro Schiene, dass es zu einer echten Verkehrswende in Deutschland kommen muss. „Der Dauerstau auf den Straßen kann nicht die Zukunft des Verkehrssystems sein“, erklärt Holger Jansen, Geschäftsführer des Bündnisses. Alleine der Güterverkehr soll nach Prognosen bis 2015 um weitere 60 Prozent wachsen. Jansen: „Deshalb muss die Schiene deutlich gestärkt werden.“

Als „Schritt in die richtige Richtung“ begrüßt das breite Bündnis aus 17 Verbänden und Organisationen, darunter BUND, VCD, Pro Bahn und die Gewerkschaft Transnet, deshalb die von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) angekündigte Lkw-Maut. So werde der Lkw endlich stärker als bisher an den Wegekosten beteiligt. Das Bündnis appelliert an Bundesregierung und Parlament, die Änderung der so genannten EU-Wegekostenrichtlinie voranzutreiben. Dann kann die Maut auf allen Straßen erhoben werden und nicht – wie derzeit geplant – nur auf Autobahnen und einigen ausgewählten Bundesstraßen.

Mit der heutigen Abschlusspressekonferenz und der Übergabe der Unterschriften endet die Kampagne für eine Verkehrswende und Bahnoffensive jetzt. Die Allianz Pro Schiene und die Transnet Gewerkschaft hatten bei 13 regionalen Bahngipfeln im gesamten Bundesgebiet 3000 Teilnehmer zu Gast. Dabei standen die jeweiligen Probleme vor Ort im Mittelpunkt. Die Bahngipfel sind der Auftakt für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften, Verbänden und Organisationen in der Verkehrspolitik.