Schienenverkehrslärm

Schienenverkehrslärm entsteht durch den Betrieb von Fahrzeugen auf dem Schienennetz. Die Hauptquelle des Schienenverkehrslärms ist der Kontakt der Waggonräder mit den Gleisen, die Rollgeräusche.

Eine Schienenverkehrslärm-Messung am Gleis
Eine Schienenverkehrslärm-Messung am Gleis

Europaweit einheitliche Geräuschgrenzwerte für neue Schienenfahrzeuge regeln die „Technischen Spezifikation für die Interoperabilität zum Teilsystem „Fahrzeuge – Lärm“ (TSI Noise), die 2006 in Kraft getreten sind. Für Schienenfahrzeuge, die vor 2006 in Betrieb genommen wurden, gilt die Richtlinie nicht.

Um den Schienenverkehrslärm (Schallemissionen) zu verringern, sollen bis zum Jahr 2020 alle Güterwaggons, die mit lauten Grauguß-Bremsen ausgestattet sind, mit leisen Flüsterbremsen umgerüstet werden. Flüsterbremsen rauen die Waggonräder nicht mehr so stark auf, dadurch werden die Rollgeräusche wesentlich reduziert.

Betroffene von Verkehrslärm haben Anspruch auf Lärmschutz, allerdings meist nur beim Neubau von Strecken oder bei wesentlichen Änderungen. Die Grenzwerte für Verkehrslärm und der daraus resultierende rechtliche Anspruch auf Lärmschutz richten sich nach der Klassifizierung des (Wohn-) Gebietes:

Gewerbegebiete

  • Tag (6-22 Uhr): 69 dB(A)
  • Nacht (22-6 Uhr): 59 dB(A)

Kern-, Dorf- und Mischgebiete

  • Tag (6-22 Uhr): 64 dB(A)
  • Nacht (22-6 Uhr): 54 dB(A)

Reine und allgemeine Wohngebiete, Kleinsiedlungs- gebiete

  • Tag (6-22 Uhr): 59 dB(A)
  • Nacht (22-6 Uhr): 49 dB(A)

Krankenhäuser, Schulen, Kur- und Altenheime

  • Tag (6-22 Uhr): 57 dB(A)
  • Nacht (22-6 Uhr): 47 dB(A)