
Bilal Impram
Arverio Bayern
Der Stimmungsdreher
Am Bahnhof Ansbach kommt der RE80 zum Stillstand. Nichts geht mehr. Die Fahrgäste sind verunsichert. Doch statt sie sich selbst zu überlassen, übernimmt Bilal Impram die Regie und organisiert die Weiterfahrt mit der S-Bahn. Aber nicht nur das: Er fährt selbst mit, um sicherzustellen, dass alle gut ankommen. Mit Warmherzigkeit beruhigt er verunsicherte Fahrgäste und dreht die Stimmung. Als die Gruppe ankommt, danken es ihm die Reisenden mit Applaus. Auch eine zweite Einsenderin berichtet uns, wie Bilal Impram ihr nicht nur beim Einladen eines Kinderwagens hilft, sondern zudem ihre weinenden Töchter zum Lachen bringt und dadurch dem ganzen Wagen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Beatrix Bauer
ODEG
Top Kundenservice, auch nach Feierabend
Unsere Einsenderin ist gerade auf der Heimfahrt von Potsdam nach Berlin, als sie plötzlich bemerkt: Ihre Tasche ist verschwunden. Sie muss sie am Potsdamer Hbf vergessen haben, als sie etwas gegessen hat. Zum Glück trifft sie in der Regionalbahn auf Zugbegleiterin Beatrix Bauer. Ohne zu zögern, bietet Beatrix Bauer an, die Tasche am nächsten Tag persönlich abzuholen und unserer Einsenderin nach Berlin zu bringen. Die Suche gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Der Imbiss hat die Tasche nach Feierabend einfach vor die Tür gestellt. Frau Bauer bleibt dran und findet heraus, dass die Tasche es ins Fundbüro geschafft hat. Sie holt die Tasche dort ab und bringt sie unserer dankbaren Einsenderin schließlich nach Berlin.

Jacqueline Stawicki
DB Fernverkehr
Kleine Geste, große Wirkung
Kurzfristig muss unsere Einsenderin von Berlin ins mittelhessische Kirchhain reisen. Der traurige Anlass: Ihre Mutter liegt im Sterben. Im ICE dann der Schock: eine Weichenstörung, Verspätung – sie fürchtet, den Anschlusszug in Kassel zu verpassen und sich nicht mehr von ihrer Mutter verabschieden zu können. Weinend wendet sie sich an Zugbegleiterin Jacqueline Stawicki. Diese nimmt sich viel Zeit, tröstet sie und bringt unserer Einsenderin erst einmal einen großen Kaffee aufs Haus. „Den brauchen Sie jetzt“, sagt sie. Außerdem gibt sie ihr wertvolle Tipps, wie sie am weitläufigen Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe am schnellsten umsteigen kann. Dadurch kann sie schließlich ihren Anschluss in letzter Minute erreichen und ihre Mutter noch einmal sehen.

Wasam Sulaiman
DB Services
Delmenhorst blitzt und blinkt
Unser Einsender kommt täglich als Pendler am Bahnhof Delmenhorst vorbei. Ein Ort, an dem man normalerweise nicht verweilt, nicht genauer hinschaut. Und genau deshalb fällt ihm dort etwas Besonderes auf: Ein Mann, der seine Arbeit mit außergewöhnlicher Sorgfalt erledigt; mit einer Genauigkeit, die berührt. Er reinigt geradezu detailverliebt, säubert Fugen der Wandfliesen, hält Mülleimer makellos sauber. Konzentriert und zuverlässig sorgt er Tag für Tag dafür, dass sich hunderte Reisende an diesem Ort wohler fühlen – ohne Aufmerksamkeit zu suchen, ohne große Worte. Für unseren Einsender ist dieser Mann ein stiller Held des Alltags; einer, der zeigt, wie viel ein einzelner Mensch bewirken kann.

Mesut Burus & Armin Dörr
eurobahn
Stranden ist keine Option
Im Hochsommer befindet sich eine größere Seniorengruppe auf dem Heimweg von Berlin nach Westfalen. Mehr als viereinhalb Stunden Verspätung türmen sich auf. Die Gruppe fragt sich, ob sie wohl heute noch zuhause ankommt. Inzwischen sind alle müde, und ihre Unruhe wächst. Im Zug von Hamm nach Münster beginnt dann das große Zittern, als der Zug außerplanmäßig zum Halten kommt. Die Gruppe wird wohl nachts in Münster stranden. Für Zugbegleiter Mesut Burus ist das aber keine Option. Er organisiert einen Gleiswechsel für einen kurzen Umsteigeweg. Mesut Burus bittet den Fahrdienstleiter, den Lokführer des Anschlusszugs zu kontaktieren, damit er auf die Seniorengruppe wartet. Für Lokführer Armin Dörr ist die Sache genauso klar wie für Zugbegleiter Mesut Burus: Niemand soll in Münster stranden. Der Plan der beiden geht auf. Alle kommen gut heim.

Jihan Hamo
vlexx
Die gute Seele der vlexx
Unsere Einsenderin steigt versehentlich in den falschen Zug ein und erkennt erst unterwegs, dass sie damit ihren letzten Anschlussbus verpassen wird. Verzweifelt wendet sie sich an Zugbegleiterin Jihan Hamo. Trotz Feierabend bleibt die Zugbegleiterin eine Stunde am Umsteigebahnhof Saarbrücken bei ihr, bringt sie in den richtigen Zug und begleitet sie während der restlichen Fahrt. Als unsere Einsenderin 50 Minuten nach Hause laufen muss, bleibt Jihan Hamo die ganze Zeit am Telefon, bis die Reisende sicher zu Hause ankommt. Auch eine zweite Einsenderin erlebt Jihan Hamo als rettende Stütze. In einem vollen Zug erleidet sie eine akute Panikattacke, doch dank Jihan Hamos einfühlsamem Eingreifen fühlt sie sich schnell besser

Simone Hübert
Mitteldeutsche Regiobahn
Mutig gegen rechtsradikale Provokateure
Zwei aggressive Männer belasten die Mitreisenden im Zug stark: Sie grölen rassistische und rechtsradikale Parolen. Zugbegleiterin Simone Hübert bleibt in dieser schwierigen Lage souverän und geht nicht auf die Provokationen ein. Stattdessen nutzt sie die Tatsache für sich, dass die beiden keine Fahrkarte für ihren Hund gekauft haben. Mit klaren Worten stellt sie die Männer vor die Wahl: Entweder steigen sie freiwillig aus oder die Polizei wird eingreifen. So gelingt es ihr, die Lage zu entschärfen, und die Provokateure verlassen den Zug. Die Einsenderin ist tief beeindruckt von Frau Hübert: „Man merkte, dass es ihr darum ging, die Passagiere zu schützen.“

Rebekka Schumer
Abellio Mitteldeutschland
Die Glücksbringerin
Am Abend ist unsere Einsenderin auf dem Weg nach Erfurt, um von dort nach Coburg weiterzufahren. Dann die Nachricht des DB-Navigators: Ihr ICE fällt aus. Sie droht, nachts in Erfurt zu stranden. Rebecca Schumer bemerkt die Verzweiflung ihres Fahrgasts und versucht sie zu beruhigen. Doch sie tut noch mehr: Ihr fällt auf, dass die Angaben des DB-Navigators fehlerhaft sein könnten und tut alles, um zu erfahren, ob der Zug vielleicht doch fährt. Am Umsteigebahnhof schenkt sie unserer Einsenderin schließlich zwei vierblättrige Kleeblätter. Und tatsächlich: Der angeblich ausgefallene ICE fährt doch. „Ohne sie hätte ich wohl einen Nervenzusammenbruch erlitten“, schreibt uns die Reisende voller Dankbarkeit.

Amir Fifa
DB InfraGo
Weichen auf Koffer gestellt
Eine Zugfahrt nach Saarbrücken endet für unseren Einsender zunächst mit einem klassischen Reise-Schreckmoment: Beim Aussteigen hat er seinen Koffer im Zug vergessen. Im Reisezentrum trifft er glücklicherweise jedoch genau den richtigen Ansprechpartner: Amir Fifa. Sofort nimmt er sich der Sache an und organisiert, gemeinsam mit einem Kollegen, die Koffersuche und den Rücktransport nach Saarbrücken. Doch als alles gut zu werden scheint, bringt eine Weichenstörung die Pläne für den Rücktransport durcheinander. Herr Fifa klemmt sich erneut hinters Telefon und klärt die Situation. Am nächsten Morgen kann unser Einsender seinen Koffer in Trier abholen. Er ist beeindruckt, wie viel Geduld und Engagement Herr Fifa zeigt – ganz selbstverständlich und mit einem Lächeln.