Daten & Fakten zur Schieneninfrastruktur

Im Jahr 2018 investierte Deutschland 77 Euro pro Bürger in sein Schienennetz. Im Vergleich mit den staatlichen Pro-Kopf-Investitionen anderer Industrieländer liegt Deutschland damit auf den hinteren Rängen und droht, den Anschluss zu verlieren.

Pro-Kopf-Investitionen des Staates in die Schieneninfrastruktur, in ausgewählten europäischen Ländern, 2018

Spitzenreiter Schweiz gab 365 Euro pro Bürger aus, gefolgt von Österreich mit 218 Euro pro Einwohner. Beide Alpenländer sehen für ihre Schienennetze seit Jahren höhere Summen vor als für ihre Straßeninfrastruktur.

Investitionshochlauf bei der Schiene spürbar: Pro-Kopf-Investitionen Deutschlands in die Schieneninfrastruktur

Österreich und die Schweiz favorisieren die Schiene: Pro-Kopf-Investitionen in die Schieneninfrastruktur (Erhalt, Neu- und Ausbau), 2018

Auch bei der Elektrifizierung steht Deutschland im europäischen Vergleich eher mäßig dar:
40 Prozent unseres Schienennetzes haben keine Oberleitung.

Anteil elektrifizierter Strecken im staatlichen Eisenbahnnetz

Entwicklung des Anteils elektrifizierter Strecken im staatlichen Eisenbahnnetz

In Bayern sind 3.301 Streckenkilometer des Eisenbahnnetztes elektrifiziert, in Bremen sind es nur 133 Kilometer.

Hier steht die Schiene unter Strom: Streckenkilometer im Eisenbahnnetz, 2015

 

Doch wenn man den jeweiligen Anteil des Gesamtnetzes der Bundesländer vergleicht, dann sieht man, dass in Bremen bereits 96 Prozent – in Bayern jedoch lediglich 51 Prozent der Gesamtstrecke elektrifiziert sind. Das Schlusslicht bildet Schleswig-Holstein mit einem Elektrifizierungsanteil von gerade einmal 29 Prozent.

Noch viel Potenzial für mehr Elektrifizierung: Anteil elektrifizierter Strecken in Prozent
 

Schieneninfrastrukur elektrifizieren: Empfehlungen

Schneller elektrifizieren: Das sind unsere Empfehlungen für ein Beschleunigungsprogramm Elektromobilität Schiene 2025.

Grenzübergänge nur unzureichend elektrifiziert

Reaktivierte Eisenbahnstrecken 1994 bis 2019