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15. Oktober 2014

Allianz pro Schiene nimmt TH Mittelhessen auf

Wissenschaftsstandbein verstärkt / Kaderschmiede für Bahningenieure

Nachwuchs im Blick: Zum Semesterstart bietet die TH Mittelhessen erstmals den Studiengang zum Bahningenieur an. Die Schienenbranche freut sich. Fachkräfte sind Mangelware.

Berlin, den 15. Oktober. Die Allianz pro Schiene verbreitert ab sofort ihr Wissenschaftsstandbein: Mit der TH Mittelhessen verstärkt nach der FH Wildau nun schon die zweite Hochschule das politische Verkehrsbündnis. In der Allianz pro Schiene arbeiten Organisationen aus der Zivilgesellschaft – wie Umweltverbände, Verbraucherschützer, Automobilclubs, Gewerkschaften und jetzt zwei Fachhochschulen – für einen modernen umweltfreundlichen Schienenverkehr zusammen. „Mit der FH Wildau pflegen wir einen regen Austausch: Etwa bei dem EU-Projekt Flavia hat uns die Logistik-Kompetenz der Fachhochschule beträchtlich weitergeholfen“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Mittwoch in Berlin. „Unser Neumitglied, die TH Mittelhessen ist eine Kaderschmiede für Ingenieure und bietet zum Semesterstart erstmals den ganzheitlichen neuen Studiengang zum Bahningenieur an“, sagte Flege. Als Initiator des Branchenjobbörse „Schienenjobs“ sei die Allianz pro Schiene in allen Fragen der Nachwuchsgewinnung ein wichtiger strategischer Partner für die TH Mittelhessen.

„Für unsere Studenten ist ein enger Bezug zu ihrer späteren Arbeitswelt wichtig. Fachliches Wissen wollen wir nicht isoliert darstellen, sondern ganzheitlich“, sagte der Vizepräsident der TH Mittelhessen, Prof. Klaus Behler. „Dass die Allianz pro Schiene die Vorteile des umweltfreundlichen und nachhaltigen Schienenverkehrs öffentlich herausstellt, passt zu dem Systemansatz, den wir unseren Studenten vermitteln wollen.“

Die TH Mittelhessen stößt als 21. Mitglied zur Allianz pro Schiene. Zu den bisherigen Mitgliedern gehören die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und NaturFreunde Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die Automobilclubs ACE und ACV, der Fahrradclub ADFC und die Bahngewerkschaften EVG und GDL. Außerdem bilden noch die kirchlichen Bahnhofsmissionen, die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB, VDEI, FEANDC und die Technische Hochschule Wildau das Non-Profit-Standbein der Allianz pro Schiene. Finanziell getragen wird die Arbeit des verkehrsträgerübergreifenden Bündnisses von mehr als 100 Unternehmen der Bahnbranche, darunter Deutsche Bahn, Veolia, Keolis, Bombardier oder Siemens.