15. September 2006

Bahn fahren wird noch umweltfreundlicher

Präsentation des weltweit ersten Dieseltriebzugs mit Russpartikelfilter:

Salzgitter/Berlin. Zum Auftakt der „europäischen Woche der Mobilität“, die sich dem Thema „klimafreundliche Mobilität“ widmet, wurde heute in Salzgitter im Beisein von Umweltminister Sigmar Gabriel der erste Dieseltriebwagen mit Russpartikelfilter vorgestellt. Der Triebwagen der Firma Alstom ist der erste weltweit, der im Personenverkehr zum Einsatz kommt. Insgesamt 10 Triebwagen hat die Taunusbahn in Hessen bestellt. „Der Schienenverkehr baut seine Umweltvorteile im Vergleich zum Straßenverkehr weiter aus“, freut sich Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.

Coradia Lint DieseltriebzugBesonders erfreulich aus Sicht des Schienenbündnisses: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund hat als Besteller des Schienenpersonennahverkehrs diese Innovation angestoßen, indem er den Partikelfilter in seine Ausschreibungskriterien aufgenommen hatte – trotz Mehrkosten von rund 65.000 Euro pro Fahrzeug.

„Das Beispiel Taunusbahn zeigt, dass die Aufgabenträger viel dafür tun können, um die Bahnindustrie zu ermutigen, ihr Know-how einzusetzen. Am Ende profitieren nicht nur die Bahnkunden, sondern auch die Umwelt“, so Flege weiter.

Überhaupt erst möglich gemacht haben diese Innovationen vor allem die massiven Fahrgastzuwächse bei der Taunusbahn. Das Eisenbahnunternehmen weitet sein Angebot deshalb seit Jahren aus und gehört zu den bundesweit erfolgreichsten Nahverkehrsbahnen.*

Grafik des PartikelfilterDer Dieselpartikelfilter (DPF) reduziert die Emission von gesundheitsschädigenden Russpartikeln um mehr als 95 Prozent. Damit erfüllen die Züge bereits heute die ab 2012 geltenden Abgas-Grenzwerte der EU für Schienenfahrzeuge.

Ein internationaler Workshop der Allianz pro Schiene in Berlin widmet sich am Dienstag den 19. September, der „Verbesserung von Umweltwirkungen des Eisenbahnverkehrs“.

Weitere Informationen zur Taunusbahn finden Sie in der Allianz pro Schiene-Broschüre „Stadt, Land, Schiene“.