28. Juni 2006

16 gute Gründe für den Nahverkehr auf der Schiene

Neuauflage der Broschüre "Stadt, Land, Schiene"

Renaissance – auch dank des Regionalisierungsgesetzes. „Die aktualisierte Neuauflage der Broschüre „Stadt, Land, Schiene“ zeigt, die Erfolgsstory bei den Regionalbahnen ist weiterhin ungebrochen. Die Bahnen erreichen immer mehr Fahrgäste in Stadt und Land“, so Karl-Peter Naumann, Vorstandsmitglied bei der Allianz pro Schiene und Vorsitzender des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“. Doch dieser Aufschwung ist akut gefährdet.

Bisher überwies der Bund den Ländern pro Jahr rund 7 Mrd. Euro, damit diese ein attraktives Angebot auf der Schiene bereitstellen. Nach den jüngst beschlossenen Kürzungen der so genannten Regionalisierungsmittel um 2,8 Mrd. Euro im Zeitraum 2006 bis 2010 steht künftig sehr viel weniger Geld für den Nahverkehr zur Verfügung als nötig.

Dabei zeigt die neu aufgelegte Broschüre der Allianz pro Schiene: es gibt ein Patentrezept für erfolgreichen Nahverkehr auf der Schiene. Zunächst Investitionen – vor allem in die Strecke und Fahrzeuge. Hinzu kommen attraktive Ticketpreise und Taktzeiten sowie Sauberkeit und Pünktlichkeit. All das kostet Geld und wurde in den letzten Jahren durch die Regionalisierungsmittel möglich gemacht. Jetzt gilt es, die bis 2010 fehlenden 2,8 Mrd. Euro auszugleichen. Ein möglicher Ausweg: Die Länder erhalten gleichzeitig vom Bund 21,8 Mrd. Euro aus der Mehrwertsteuererhöhung. Das heißt, sie bekommen mehr als sie verlieren. Deshalb die Forderung des Schienenbündnisses:

„Der Nahverkehr braucht ausreichend Mittel, um ein attraktives Angebot aufrechterhalten zu können. Jetzt sind die Länder am Zug, um die fehlenden Nahverkehrsmittel durch einen kleinen Teil der Mehrwertsteuergelder auszugleichen und so den erfolgreichen Schienenpersonennahverkehr langfristig zu sichern“, so Karl-Peter Naumann.

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 15 Non-Profit- Verbände zusammengeschlossen: die Umweltverbände BUND, NABU und NaturFreunde Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die Automobilclubs ACE und ACV, die drei Bahngewerkschaften TRANSNET, GDBA und GDL sowie die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB und VDEI. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2 Millionen Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 70 bahnnahen Unternehmen.