19. Mai 2005

Deutsche Bahnfahrer auch ohne Lidl europaweit spitze

Volkssport Bahn fahren:

Berlin. Der Andrang auf die günstigen Tickets der Deutschen Bahn ist aus Sicht der Allianz pro Schiene ein ermutigendes Signal für den Verkehrsträger Schiene. Allianz pro Schiene Geschäftsführer Dirk Flege: „Der Ansturm auf die günstigen Tickets zeigt, dass die Eisenbahn in Deutschland weiterhin ein sehr beliebtes Transportmittel ist“. Doch auch ohne Discount-Angebote zählen die Deutschen europaweit zu den Vielfahrern auf der Schiene. Nach der jüngsten Statistik des Internationalen Eisenbahnverbandes UIC liegen die Deutschen Europaweit an fünfter Stelle. Demnach fuhr jeder Bundesbürger im Untersuchungsjahr 2003 im Durchschnitt 20-mal mit der Bahn -Tendenz steigend.

Die eifrigsten Bahnfahrer sind laut Studie die Schweizer. Kein Wunder, denn das Bahn-Musterland setzt konsequent auf die Schiene als sicherstes und umweltfreundliches Verkehrsmittel. „Auffällig an der UIC-Statistik ist, dass besonders die hoch entwickelten und wohlhabenden Länder eine ausgeprägte Eisenbahnkultur haben“, kommentiert Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene die Ergebnisse der Studie.

Tatsächlich belegt ein von der Allianz pro Schiene erstellter Vergleich mit ausgewählten europäischen Ländern, dass es einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen der Höhe des Pro Kopf Einkommens (BIP) eines Landes und der Häufigkeit der Bahnnutzung gibt. Das zeigt: moderne und leistungsfähige Schienensysteme sind ein wichtiger Standortfaktor für alle führenden Wirtschaftsnationen.
Weltweit gesehen werden die Schweizer nur von der High-Tech-Nation Japan in ihrer Bahn-Begeisterung übertroffen. Zu den Schlusslichtern innerhalb Europas gehören die Türkei, Griechenland und Albanien mit nur einer einzigen Fahrt pro Einwohner.

„Der Ansturm auf die Bahntickets ist ein deutliches Votum für die Schiene. Das sollte die Politik wachrütteln. Die Schieneninvestitionen müssen deshalb in den kommenden Jahren auf hohem Niveau verstetigt werden und dürfen nicht wie geplant zurückgefahren werden“, so Dirk Flege. „Der Maßstab für die deutsche Verkehrspolitik sollte die Schweiz sein und nicht Albanien“, so Flege weiter.

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 15 gemeinnützige Verbände zusammengeschlossen. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 1,5 Millionen Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 53 bahnnahen Unternehmen.