Themen: Über uns
21. Mai 2004

metronom 50. Fördermitglied der Allianz pro Schiene

Schienenlobby erhält zunehmend Unterstützung aus der Wirtschaft

Berlin/Uelzen. Der Lobbyverband Allianz pro Schiene wächst rasant. Knapp vier Jahre nach seiner Gründung zählt das gemeinnützige Schienenbündnis mittlerweile 17 Mitgliedsverbände und 50 Fördermitglieder aus der Wirtschaft. „Wir freuen uns, mit der metronom Eisenbahngesellschaft ein bundesweit beachtetes Vorzeigeunternehmen als 50. Fördermitglied begrüßen zu können“, sagte der Förderkreissprecher der Allianz pro Schiene, Peter Witt.

Die metronom Eisenbahngesellschaft mbH mit Sitz in Uelzen fährt seit dem 14.12.2003 im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen zwischen Bremen, Hamburg und Uelzen. Bereits in den ersten drei Monaten stieg die Zahl der Fahrgäste des metronom um 13% auf 25.000 pro Tag.. „Die Schienenverkehrsbranche ist im Umbruch. Mit der Allianz pro Schiene findet sie die so dringend benötigte starke Stimme, die in Berlin ihre politischen Interessen vertritt“, so Witt.

Die Allianz pro Schiene ist das einzige breite Lobbybündnis für die Schiene. Neben den Fördermitgliedern gehören ihr Non-Profit-Organisationen aus den Bereichen Arbeit, Umwelt und Verbraucherschutz an. „Es gibt keinen anderen Lobbyverband in Deutschland, der ein derart breites Spektrum von Interessen unter seinem Dach vereint“, weist Vorsitzender Norbert Hansen auf die Besonderheiten des von ihm initiierten Bündnisses hin. Einzigartig ist laut Hansen, der im Hauptberuf Vorsitzender der TRANSNET-Gewerkschaft ist, auch die Art der Finanzierung: „Rund zwei Drittel des Jahresetats von 550.000 Euro steuern die Fördermitglieder per Spende bei.“

Den nächsten Schritt hat Hansen bereits vor Augen: „Nachdem wir national eine feste Größe in der Verkehrspolitik geworden sind, werden wir unsere Aktivitäten zunehmend europäisch ausrichten“. In Schweden gebe es bereits nach deutschem Allianz pro Schiene-Vorbild eine Gruppierung, in der Non-Profit-Verbände und Industrie zur Förderung des Schienenverkehrs zusammenarbeiten. So werde noch im Juni eine Allianz pro Schiene-Delegation zur schwedischen Partnerorganisation Järnvägsforum reisen, um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu sondieren.