10. Oktober 2003

Kundenfreundliche Angebote machen öffentlichen Verkehr attraktiv

Allianz pro Schiene und BUND begrüßen CityTicket

Die Allianz pro Schiene und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßten das CityTicket als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer bequemen Reisekette von Haus zu Haus. Mit dem heute von der Deutschen Bahn AG und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen vorgestellten CityTicket können Kunden des DB-Fernverkehrs ab 14. Dezember in zunächst 44 Städten kostenlos mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln des Zielorts weiterfahren. Damit werde eine zentrale Forderung von Umwelt- und Fahrgastverbänden für eine kundenfreundliche Gestaltung der Bahnangebote umgesetzt.

„Das CityTicket entspricht einem wichtigen Kundenbedürfnis: Reisen mit ein und demselben Fahrschein in verschiedenen Verkehrsmitteln – ohne Kampf mit fremden Ticketautomaten und ohne weitere Kosten“, sagte Tilmann Heuser, Bahnexperte des BUND. „Kundenfreundliche Angebote wie das CityTicket machen den öffentlichen Verkehr attraktiv, deshalb sollten möglichst viele Städte und Verkehrsverbünde mitmachen“, forderte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.

Die Verbände wiesen darauf hin, dass Connex, der zweite Betreiber von Fernverkehrszügen in Deutschland, bereits jetzt ähnlich kundenfreundliche Angebote macht. Die Fahrkarte des InterConnex gilt sogar wie eine Tageskarte den ganzen Tag lang im Verkehrsverbund des Zielortes.

BUND und Allianz pro Schiene forderten die Bundesregierung auf, die Mehrwertsteuer im Schienenfernverkehr zu senken, um den steuerlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber dem Flugverkehr auszugleichen. Die Konkurrenz in der Luft sei immer noch von der Kerosinsteuer generell und im grenzüberschreitenden Flugverkehr auch von der Mehrwertsteuer befreit.

Die Allianz pro Schiene ist ein Zusammenschluss von 16 Non-Profit-Organisationen zur Förderung des Schienenverkehrs, darunter der Umweltverband BUND.