30. November 2000

Bündnis mahnt Kompromiss bei Entfernungspauschale an

BERLIN (Allianz pro Schiene) Die Allianz Pro Schiene appelliert an den Bundesrat, eine Lösung im Streit zur Entfernungspauschale für Berufspendler zu erzielen. „Nutzerinnen und Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln müssen endlich mit Pkw-Pendlern gleich behandelt werden“, fordert Holger Jansen von der Allianz Pro Schiene. Das Auto dürfe nicht länger steuerlich bevorzugt werden.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt kann derzeit nur die Fahrkarte in der Steuererklärung angeben, Autofahrer dagegen 70 Pfennig pro Kilometer. Die Allianz Pro Schiene fordert eine Gleichbehandlung für alle Berufspendler. Mittel- und langfristig soll nach Einschätzung des Bündnisses die Nahraummobilität stärker gefördert und langen Pendelstrecken entgegen gewirkt werden.

Der Bundesrat wird sich in seiner Sitzung am 1. Dezember erneut mit der Entfernungspauschale beschäftigen. In der letzten Sitzung konnte kein Kompromiss zwischen Bund und Ländern erzielt werden. Den Kompromissvorschlägen steht die Allianz Pro Schiene offen gegenüber – wenn sie alle Pendler gleich behandelt.

In der Allianz Pro Schiene haben sich insgesamt 17 Verbände aus den Bereichen Eisenbahngewerkschaften, Fahrgast-, Kunden-, Berufs- und Umweltverbände zusammengeschlossen. Das Bündnis will dem Motto „mehr Verkehr auf die Schiene“ Nachdruck verleihen.