07. März 2019

Newsletter vom 7. März 2019

 

 
  
 
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Guten Tag,

morgen ist Internationaler Frauentag. Ein guter Zeitpunkt, um den Blick auf die Arbeitnehmerinnen im Schienenverkehr zu werfen. Mit wenig erfreulichem Ergebnis: Der Frauenanteil liegt laut einer kürzlich veröffentlichten Studie bei den führenden europäischen Staatsunternehmen der Bahnbranche bei gerade mal 20,9 Prozent. Schaut man auf einen der wichtigsten Berufe, den Lokführer-Beruf, fällt die Bilanz sogar noch deutlich erschreckender aus: Lediglich 2,7 Prozent sind dort weiblich. Frauenförderung war schon immer elementar, gewinnt aber angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels für die Unternehmen weiter an Bedeutung. Im vergangenen Jahr nutzten über 10 Milliarden Fahrgäste den öffentlichen Nahverkehr, Jahr für Jahr werden neue Fahrgast-Rekorde aufgestellt – der Bedarf, insbesondere beim Fahrpersonal, wächst.

Das Thema Personalgewinnung wird zu einer der entscheidenden Zukunftsfragen der Bahnbranche. Fest steht: Mit der Steigerung des Frauenanteils können sich die Schienenunternehmen ein riesiges Potential erschließen. Doch wie kann die Mobilität hierzulande weiblicher werden? Wie begeistert man Frauen von der Schienenbranche? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen das Frauennetzwerk der Allianz pro Schiene, das unter anderem mit dem Wettbewerb „Innovationspreis Mobilitätsgestalterin“ auf die Bedeutung von Frauen im Schienenverkehr aufmerksam macht. Doch auch die Politik hat erkannt, dass die Fachkräftegewinnung elementar für die Zukunftsfähigkeit des Sektors ist. In der neuen Arbeitsgruppe „Fachkräfte“ des vom Bundesverkehrsministerium initiierten Zukunftsbündnisses Schiene werden wir uns daher ganz bewusst für die Steigerung des Frauenanteils einsetzen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen des März-Newsletters!

Herzliche Grüße,
Carolin Flege
Referentin Öffentlichkeitsarbeit

 

AUS DER POLITIK
Lärmminderung: Handlungsdruck weiterhin groß

Politik und Branche haben in den vergangenen Jahren viel für die Reduzierung von Schienenlärm getan: Es wurde eine Parlamentsgruppe gegründet, Gesetze wurden verabschiedet und ambitionierte Ziele festgelegt. Dennoch muss es weitergehen. Das war Konsens während unseres Parlamentarischen Frühstücks, das wir im Rahmen des Projekts „Forum leise Bahnen“ am 22. Februar im Deutschen Bundestag veranstaltet haben. Die Resonanz war bemerkenswert – rund 20 Mitglieder des Bundestags diskutierten angeregt und betonten die Bedeutung des Themas. Die nächste Projektetappe: ein Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister.
Foto: Allianz pro Schiene

Hier erfahren Sie mehr Details über das Parlamentarische Frühstück (mit Fotogalerie):

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AUS DER BRANCHE
Kombinierter Verkehr: Schiene stärken statt schwächen

Ohne eine massive Verlagerung von Gütern auf die umweltfreundliche Schiene wird die Bundesregierung weder ihre Klimaziele erreichen noch den dramatischen Zuwachs des Güterverkehrs bewältigen können. Das ist auch Verkehrsminister Andreas Scheuer klar, der auf der 8. Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik in Frankfurt am Main betonte, dass die Schiene „im Mittelpunkt der Verkehrspolitik“ stehe. Umso mehr wundern wir uns über die „Neunte Verordnung zur Änderung der Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge“. Klingt furchtbar, ist es auch. Mit der Verordnung plant das Bundesverkehrsministerium die Ausweitung des erlaubten Strecken-Netzes für Gigaliner. Völlig unverständlich ist außerdem die angedachte Abschaffung der Kompatibilität zum Kombinierten Verkehr mit der Schiene. (Unsere gesamte Stellungnahme können Sie hier nachlesen.) Wenn die Verkehrsverlagerung in Deutschland gelingen soll, dann müssen Schiene und Straße intelligenter vernetzt, und nicht noch mehr auseinander gedacht werden.
Foto: Deutsche Bahn AG/ Michael Neuhaus

Was wir zur 8. Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik sagen und warum der Kombinierte Verkehr für die Verkehrsverlagerung so wichtig ist, erfahren Sie hier:

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NACKTE ZAHLEN
Straßenverkehr verbraucht immer mehr Platz

Fläche ist kostbar, denn sie bietet nicht nur der Natur im wahrsten Sinne des Wortes „Raum zum Atmen“ – gerade in Großstädten ist jeder freie Zentimeter hart umkämpft. Umso ernüchternder sind folgende Zahlen: Zwischen 2000 und 2016 wurden in Deutschland 88.279 Hektar zusätzliche Fläche für Straßen beansprucht. Im selben Zeitraum sank die Flächeninanspruchnahme des Schienennetzes um 8.863 Hektar (Quelle: matthias-gastel.de). Und das, obwohl die Schiene bekanntermaßen das platzschonendste Verkehrsmittel im Stadtverkehr ist.

 

GUTE NACHRICHTEN
GVFG-Reform: Mehr Geld für den ÖPNV

Gute Nachrichten gibt es diesmal zum Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, kurz GVFG. Das GVFG regelt unter anderem die Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Gemeinden. Der ursprünglich vom Bundestag beschlossene Gesetzestext sah eine 50:50 Regelung vor, was bedeutete, dass die einzelnen Länder sich immer in gleicher Höhe an der Finanzierung solcher Verkehrsprojekte beteiligen sollten wie der Bund. Dieser Passus ist nun vom Tisch. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat einigte sich auf einen Vorschlag ohne 50:50 Regelung. Künftig sollen die Finanzhilfen der Bundesregierung von 333 Millionen auf eine Milliarde Euro jährlich aufgestockt und zusätzlich zu eigenen Mitteln der Bundesländer bereitgestellt werden. Sehr gut! Der Vorschlag muss jetzt nur noch vom Bundesrat am 15. März mit Zwei-Drittel-Mehrheit bestätigt werden.
Foto: Allianz pro Schiene/ Andreas Taubert

 

ENTGLEIST
Digitaler Totalausfall

Jeder kennt sie, diese 404-Fehlermeldung auf Webseiten, wenn ein Link nicht richtig funktioniert oder gelöscht wurde. In der Regel blickt man dann in das traurige Gesicht einer Computer-Figur, ein bedröppelt dreinblickendes, manchmal sogar weinendes Gesicht des jeweiligen Website-Maskottchens.

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) hat offensichtlich etwas länger über die Verbildlichung ihres digitalen Totalausfalls nachgedacht – denn ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte. Wenn dort ein Link defekt ist, dann sieht man das Foto einer Schienenstrecke, die ins Leere führt; am Ende steht ein sichtlich in die Jahre gekommener, rostiger Prellbock. Wir sehen nicht etwa ein zerbeultes Diesel-Auto, dass in einer Sackgasse feststeckt. Wir sehen auch kein in die Jahre gekommenes Flugzeug, das den Abflug nicht packt. Nein, wir sehen diese völlig veraltete Schiene, die uns Nutzern der BMVI-Website sagt: „Wir können dir leider nicht das zeigen, was du gerne sehen würdest. Wir haben versagt. Wir wissen, dass wir dich enttäuscht haben.“ Somit steht dieses vermeintlich unwichtige Bild skurriler Weise sinnbildlich für die Verkehrspolitik, die die Schiene schon seit Jahren vernachlässigt. Doch eins muss man dem Ministerium lassen: Selbstironie ist offensichtlich vorhanden.
Screenshot: https://www.bmvi.de/

 

ÜBER UNS
Frischer Wind

Wer von anderen erwartet, stets dem Zeitgeist zu entsprechen, modern und zukunftsorientiert zu sein, der sollte ab und zu auch mal sich selbst mit einem kritischen Blick betrachten. Genau das haben wir als Verband getan und gemerkt, dass es gerade im äußeren Erscheinungsbild durchaus Optimierungspotenzial gab. Wie so oft hapert es in der Schienenbranche ja nicht am „Inneren“, den Argumenten und Fakten, sondern am „Äußeren“, dem Image und Erscheinungsbild. Nach über 16 Jahren war es für die Allianz pro Schiene somit allerhöchste Eisenbahn, etwas frischen Wind ins hauseigene Corporate Design zu bringen.

Was wir genau verändert haben, erfahren Sie hier:

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GEZWITSCHER
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NEU AN BORD
Willkommen in der Allianz pro Schiene

METRANS Rail (Deutschland) GmbH. Stellt hochfrequente Bahnverbindungen mit Seehäfen an der Nordsee und der Adria her. 
 
Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Als einer der drei SPNV-Aufgabenträger in NRW für die Bestellung und Finanzierung von Verkehrsleistungen auf der Schiene zuständig.

TÜV SÜD Rail GmbH. Bietet: Prüfung, Zertifizierung und Training für konventionelle Schienenfahrzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Leichtschienenfahrzeuge und Embedded Systems.

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Allianz pro Schiene-Termine

  • 25. März, Berlin: Netzwerk-Sitzung „Kombinierter Verkehr“
  • 27. März, Bakum: trans aktuell-Symposium „Erfolgreich im Kombinierten Verkehr“. Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, auf dem Podium „Mehr Qualität auf der Schiene: Das muss geschehen, damit Spediteure auf die Bahn wechseln“
  • 28. März, Berlin: Netzwerk-Sitzung „Personalmarketing, Recruiting & SchienenJobs“
  • 3. April, Potsdam: Große Sieger-Gala „Eisenbahner mit Herz 2019“
 
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