Deutschland-Takt

 

Was bringt der Deutschland-Takt?

Der Deutschland-Takt ist ein Fahrplan für das ganze Land. Das bedeutet: Nahverkehr, Fernverkehr, Bahn und Bus sind deutschlandweit aufeinander abgestimmt mit guten Umsteigemöglichkeiten und ohne lange Wartezeiten – auch in ländlichen Regionen. Dabei soll auf den Hauptachsen alle 30 Minuten ein Zug fahren.

Wie funktioniert er genau?

Ein Fahrplan für das ganze Land: Der Deutschland-Takt einfach erklärt
Der Deutschland-Takt soll die Züge im Land schneller und pünktlicher machen.

Die Züge treffen an wichtigen Knotenbahnhöfen immer zur annähernd gleichen Zeit ein und fahren kurz danach wieder ab. So entstehen optimale Umsteigemöglichkeiten und leicht zu merkende Fahrpläne. Doch auch die Güterbahnen profitieren: Systemtrassen werden von vornherein mitgeplant und der gezielte Infrastrukturausbau schafft zusätzliche Kapazitäten. Ein Zielfahrplan für den Deutschland-Takt ermöglicht außerdem einen passgenauen und effizienten Infrastrukturausbau. Die Devise lautet: „Erst der Fahrplan, dann die Infrastrukturplanung“. Steht der Fahrplan auf der Schiene fest, lassen sich auch Regionalbuslinien mit dem Bahnverkehr abstimmen. So wächst der öffentliche Verkehr zu einem System zusammen und niemand muss mehr lange warten.

 

 

Bis wann soll er umgesetzt werden?

Bis zum Jahr 2030 soll der Deutschland-Takt realisiert werden. Die Planung und Umsetzung wird vom sogenannten „Zukunftsbündnis Schiene“ gesteuert, ein Zusammenschluss aus Politik, Wirtschaft und Verbänden, das vom Bundesverkehrsministerium geleitet wird.

Geschichte

1982: In der Schweiz wird der landesweite integrale Taktfahrplan eingeführt. Das Land ist Vorbild für den Deutschland-Takt. Heute fahren die Schweizer doppelt so häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie die Deutschen.

1987: Die Schweiz beschließt das Projekt »Bahn 2000«. Das Netz soll für ein optimiertes Taktangebot ausgebaut werden

ab 1994: Viele Bundesländer und Verkehrsverbünde setzen regionale Konzepte des integralen Taktfahrplans um. Häufig hakt es an den Übergängen zwischen den unterschiedlichen Taktsystemen.

2004: Die Schweiz hat das integrale Taktangebot im Fernverkehr auf einen Halbstundentakt verdichtet.

2008: Hans Leister, stellvertretender Förderkreissprecher der Allianz pro Schiene, gründet gemeinsam mit den Verbänden Pro Bahn, BAG-SPNV und VCD die »Initiative Deutschland-Takt«. Unser Referent für Verkehrspolitik, Dr. Andreas Geißler, arbeitet seit vielen Jahren hinter den Kulissen gemeinsam mit den Initiatoren an der Weiterentwicklung des Konzeptes.

2015: Eine Studie des Bundesverkehrsministeriums kommt zu dem Schluss: Ein Deutschland-Takt ist möglich. Er wird die Umsteigemöglichkeiten verbessern und die Reisezeit insgesamt verkürzen.

2017: Der Zielfahrplan 2030 wird veröffentlicht.

2018: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer startet das Zukunftsbündnis Schiene. Die Umsetzung des Deutschland-Takts beginnt.

Mehr zum Deutschland-Takt erfahren Sie auf der Website des VCD und auf deutschland-takt.de