Die Investitionen des deutschen Staates in seine Schieneninfrastruktur lagen 2024 tatsächlich auf Rekordniveau. 198 Euro pro Kopf sind erst mal eine gute Nachricht. Allerdings muss das Geld auch so bereitgestellt werden, dass der Staat keine Gewinnerwartung an die Deutsche Bahn hat. Wird ein Teil der Mittel über höheres Eigenkapital bereitgestellt, erwartet der Staat, dass er dafür etwas zurückbekommt. Diesen Gewinndruck gibt die Deutsche Bahn an alle weiter, die ihre Schienen nutzen. Die Folge sind höhere Trassenpreise, damit die Deutsche Bahn aus den Mehreinnahmen einen Gewinn an den Bund ausschütten kann. Mit dem höheren Eigenkapital gehen also gleichzeitig erhebliche Nebenwirkung für das System Schiene einher. Wir brauchen eine langfristige Finanzierungsquelle für den Schienenverkehr in Deutschland, höheres Eigenkapital oder Mittel aus dem Sondervermögen allein sind keine langfristige Lösung.