Gefährlich, umweltschädlich, teuer
Die deutsche Verkehrsministerkonferenz hat ihre Zulassung abgelehnt, weil sie eine Gefahr für Umwelt, Verkehrssicherheit und Steuergelder sind: Riesen-LKW, 6,5 Meter länger und bis zu 20 Tonnen schwerer als herkömmliche LKW. Doch Gefahr droht aus Brüssel: Die Straßenmonster könnten durch die europäische Hintertür auf unsere Straßen kommen.
Die Allianz pro Schiene hatte bereits in 2007 eine Kampagne gegen Monstertrucks geführt - mit Erfolg. Die Verkehrsminister der Bundesländer haben im Oktober 2007 mit 10 zu 6 Stimmen gegen die Einführung von größeren und schwereren LKW entschieden. Dass die drohende Gefahr Monstertrucks zu einem öffentlichen Thema in Deutschland wurde, ist der eigentliche Verdienst der Allianz pro Schiene-Kampagne. Damit hat das Schienenbündnis die Strategie der Riesen-LKW-Lobby aus Herstellern und Groß-Spediteuren durchkreuzt, die die Zulassung in aller Stille durchsetzen wollten - wohl wissend, dass die Straßenmonster keine Sympathien in der Öffentlichkeit genießen.
Denn alles spricht gegen Monstertrucks. Sie sind eine Gefahr für die Verkehrssicherheit, sie schaden der Umwelt und sie kosten Milliarden an Steuergeldern.
Die EU-weite Kampagne von Allianz pro Schiene, Friends of the Earth, EAC und ETF - bereits über 200 Organisationen aus 22 Ländern unterstützen die Kampagne gegen Riesen-LKW!
In Finnland und Schweden fahren Mega Trucks schon lange. Doch die weiträumigen, relativ dünn besiedelten skandinavischen Regionen mit wenig Straßenverkehr sind nicht zu vergleichen mit dem Rest Europas.
Die Befürworter nennen die Riesen-LKW gern „Ökocombi“ oder „Ökoliner“ – klingt gut. Hat aber nichts mit der Realität zu tun. Für den umweltfreundlicheren Schienengüterverkehr sind Riesen-LKW eine massive Bedrohung.
Sie hat lange auf sich warten lassen: die Studie im Auftrag der EU-Kommission über die Zulassung von Riesen-LKW. Seit Januar 2009 ist sie endlich auf der Internetseite der Generaldirektion Energie und Verkehr zu finden. Was lange währt, wird endlich gut? Leider nein. Die Studie ist voller Widersprüche, teilweise sachlich falsch und durch und durch tendenziös.