Hauptnavigation


 

Pfadnavigation

Sie sind hier:
  1. Startseite
  2. | Veranstaltungen
  3. | 2007
  4. | Mehr Bahn wagen

Mehr Bahn wagen

Tiefensee bei Diskussionsveranstaltung der Allianz pro Schiene

Mehr Bahn wagen – Güterbahnen im Aufschwung

Foto: Allianz pro Schiene

„Die Schiene muss weiter gestärkt werden." bekräftigte Wolfgang Tiefensee auf der Allianz pro Schiene-Veranstaltung „Mehr Bahn wagen - Güterbahnen im Aufschwung" am 23. Oktober im Berliner Abgeordnetenhaus. Das Schienenbündnis hatte den Bundesverkehrsminister und rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien zur Diskussion über den Schienengüterverkehr eingeladen.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Als „höchst erfreulich“ wertete Wolfgang Tiefensee den Boom der Güterbahnen: Nach Rekordwerten im vergangenen Jahr wuchs allein im ersten Halbjahr 2007 die Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr um 10,5 Prozent auf 57,6 Mrd. Tonnenkilometer. Der Bundesverkehrsminister bekräftigte die politische Notwendigkeit, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen.

 
Foto: Allianz pro Schiene

„Bahntransporte sind zunehmend attraktiver geworden, so dass sie Verkehr von der Straße auf die Schiene ziehen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Allianz pro Schiene, Norbert Hansen. Ein entscheidender Faktor für den Aufschwung auf der Schiene seien auch politische Weichenstellungen gewesen. So habe die 2005 eingeführte Lkw-Maut maßgeblich zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene beigetragen.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Immer noch vorhandene Wettbewerbsungleichheiten zwischen den beiden Verkehrsträgern müssten jedoch dringend weiter abgebaut werden, forderte der Allianz pro Schiene-Vorsitzende: „Wir brauchen die Lkw-Maut auf allen Straßen und auch für Lkw mit weniger als 12 Tonnen, um die Güterbahnen, die auf allen Strecken Trassen-gebühren zahlen, nicht zu benachteiligen.“ Um den Boom der umweltfreundlichen Schiene nicht zu stoppen, müsse der Bund die Schieneninfrastruktur weiter ausbauen. „Gerade im Hafenhinterlandverkehr gibt es bereits jetzt schon gewaltige Engpässe“, so Hansen. „Dafür werden mindestens 2,5 Mrd. Euro jährlich benötigt.“

 
Foto: Allianz pro Schiene

Angesichts des wachsenden Güterverkehrsaufkommens sprach der Minister auch die Diskussion um die Zulassung von Riesen-Lkw an. „Wir müssen den Güterverkehr bewältigen, ohne auf Scheinlösungen wie den Gigaliner zu setzen.“ Nachdem sich die Länderverkehrsminister gegen die Zulassung dieser Fahrzeuge in Deutschland entschieden haben, sei er „optimistisch“, dass es „auch auf EU-Ebene zu einer vernünftigen Lösung ohne Gigaliner“ kommen werde. „Alle Argumente, die uns in Deutschland zur Ablehnung von Riesen-Lkw bewogen haben, gelten auch für ganz Europa“, so Tiefensee. Er werde sich dafür einsetzen, dass dies bedacht werde.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Rund 100 Entscheider aus Politik und Wirtschaft besuchten die Veranstaltung der Allianz pro Schiene.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Beim anschließenden Empfang diskutierten die Gäste weiter.