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Investitionen Schieneninfrastruktur

Investitionen in die Schieneninfrastruktur

Gleisnetz: 5 Milliarden jährlich für Ausbau und Pflege nötig

Eisenbahngleis

Der Bund investiert zu wenig Geld in die Schieneninfrastruktur. Das Gleisnetz ist die einzige Verkehrsinfrastruktur in Deutschland, die schrumpft - obwohl der Schienengüterverkehr seit Jahren Marktanteile gewinnt und noch nie so viele Menschen mit der Bahn gefahren sind wie zurzeit.

Um den jetzigen und erst recht den zukünftigen Anforderungen an die Schieneninfrastruktur gerecht zu werden, fordert die Allianz pro Schiene, dass der Bund jährlich 5 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur investiert und diese Bundesmittel langfristig verstetigt.

Die 5 Millarden Euro sollen in die Bestandspflege und den Ausbau des Gleisnetzes wie folgt investiert werden:

  • 2,5 Milliarden Euro für das Bestandsnetz der Bundesschienenwege (Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung, kurz: LuFV)
  • 0,25 Milliarden Euro Aufstockung der LuFV für Neu- und Ausbauvorhaben im Schienenpersonennahverkehr (obwohl die LuFV eine Bestandsnetzvereinbarung ist, enthält sie zur Zeit Neu- und Ausbauverpflichtungen für Nahverkehrsstrecken von über 200 Mio. Euro pro Jahr)
  • 1,9 Milliarden Euro für Neu- und Ausbaumaßnahmen, unter anderem zur Stärkung des Seehafen-Hinterlandverkehrs
  • 0,15 Milliarden Euro zur infrastrukturseitigen Einführung des europäischen Zugsicherungssystems ETCS
  • 0,15 Milliarden Euro für die öffentliche nicht-bundeseigene Infrastruktur, die ebenso wie die bundeseigene Infrastruktur allen Nutzern offen steht
  • 0,05 Milliarden Euro (Minimum) für einen Planungsfonds, der dazu dient, vom Bund bereits priorisierte Bedarfsplanvorhaben noch vor einer Finanzierungsvereinbarung durchplanen zu können.
 

 

Wichtig: Verstetigung der Investitionen

Ein großes Problem liegt darin, dass die Bundesmittel für Investitionen in die Schieneninfrastruktur von Jahr zu Jahr stark schwanken. Nicht selten kommt es zu Abweichungen von bis zu 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies nötigt Bahnbaufirmen zum sprunghaften Ab- und Aufbau von Kapazitäten und führt zu einem ineffizienten Einsatz von Steuergeldern.


Die Allianz pro Schiene fordert daher, dass der Bund seine Investitionen in die Schieneninfrastruktur auf dem Niveau von 5 Milliarden Euro pro Jahr verstetigt.