Keine Verzögerungen im Betriebsablauf: Die drei ausgezeichneten Bahnhofsmanager der Siegerbahnhöfe 2013 waren pünktlich zur Siegerkür in Berlin.

Detlef Krusche (links, Göttingen – Großstadtbahnhof des Jahres 2013), Heiko Scholz (rechts, Oberursel – Kleinstadtbahnhof des Jahres 2013) und Helmut Zöpfel (2.v.r., Murnau – Sonderpreis Tourismus) hatten allen Grund zur Freude.

Siegerkür in Berlin
 Die Jury unter dem Vorsitz der Allianz pro Schiene hatte ihren drei Bahnhöfen eine glatte Eins ins Zeugnis geschrieben. Dr. Andre Zeug, der Vorstandsvorsitzende von DB Station & Service (2.v.l.), freute sich mit: Als oberster Herr von 5400 Bahnhöfen in ganz Deutschland weiß er über Licht und Schatten beim Thema Kundenfreundlichkeit natürlich bestens Bescheid.

Bahnhof Göttingen

„Wie kein anderer Bahnhof Deutschlands hat sich die niedersächsische Studentenmetropole auf Fahrradfahrer, Fußgänger und Flaneure eingestellt“, schwärmte die Jury nach dem incognito Test.Vor der schönen Sandsteinfassade fanden die Bahnhofstester einen harmonisch orchestrierten Vorplatz, wo Reisende „ihren geliebten Drahtesel nun standesgemäß abstellen und unter Palmen entspannt auf den nächsten Zug warten können“. Der elegante und ebenfalls fußgängerfreundliche Hintereingang begeisterte gleichermaßen: „Keine Schmuddelecken, keine schummrigen Unterführungen: In Göttingen scheint hinten und vorne die Sonne.“

Bahnhof Oberursel

„Dieser Vorstadtbahnhof ist keiner von diesen lieblosen Umsteigebahnhöfen, die im städtischen Speckgürtel übermüdete S-Bahn-Pendler ausspucken. In Oberursel haben sich Verkehrsunternehmen und Stadt an einen Tisch gesetzt und ein kleines Paradies für Pendler geschaffen“, lobte die Jury und war auch von den historischen Säulen des S-Bahn-Dachs und der guten Beschilderung des weitläufigen Areals sehr angetan.

Bahnhof Murnau

Die rührige Wirtin des Bahnhofscafés, ein unerschrockener Investor und eine zu allem entschlossene Stadtverwaltung haben das Dornröschen an den Gleisen aus einem tiefen Dauerschlaf erweckt. 10 Jahre brauchte der Umbauprozess, nun verfügt die Tourismusregion „Blaues Land“ über einen Bahnhof, der Wandererherzen höher schlagen lässt. Ein touristenfreundlicher Automat mit kostenloser Hotelverbindung überzeugte die Jury dann vollends.