Schwerin Hauptbahnhof – Ein Schloss für Bahnfahrer

Häufig wohnt im Palast nur die Prinzessin. In Schwerin gehört das Schloss allen Bahnfahrern. Hinter der prunkvollen Fassade des Gründerzeitbaus eröffnet sich dem Reisenden ein aufgeräumtes Innenleben. Beschilderung und Information sind vorbildlich, auch Ortsfremde finden sich zurecht, Fußboden und Mülleimer glänzen vor Sauberkeit. Dass die Sitzplätze in der Halle vor allem für die Besucher der Lokale gedacht sind, bemerkt die Jury natürlich. Der Vorplatz macht das wieder gut: Brunnen mit Skulptur und ein Blumenmeer empfangen die Bahnhofstester. Dabei ist der Hinterausgang fast so schön wie der Vordereingang – wie im Märchen eben.

Die feierliche Enthüllung der Siegertafeln fand am 13. Oktober in Karlsruhe Hauptbahnhof und am 17. Oktober in Schwerin Hauptbahnhof statt.

Der beste Bahnhof in der Kategorie „Stadt unter 100.000 Einwohner“: Schwerin HBF

Bahnhof des Jahres 2008 Schwerin„Serviceorientiert und noch dazu komplett barrierefrei – dieser Bahnhof hat die Auszeichnung „Bahnhof des Jahres 2008 verdient“, sagte Dirk Flege bei der Preisverleihung im Schweriner Hauptbahnhof. Auch Verkehrsminister Volker Schlotmann, der offen zugab, den Bahnhof nur selten zu nutzen, zeigte sich beeindruckt: „Mit diesem Bahnhof kann es gelingen, noch mehr Besucher nach Schwerin zu locken.“ Das Einreihen der Stadt „in die Perlenkette mit Heiligendamm“ sei realistisch geworden. 

Bahnhofsmanager Peter Balzer strahlte, als die Siegertafel „seines“ Bahnhofes endlich enthüllt wurde. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station & Service AG, verteilte nach allen Seiten Komplimente: „Die Verknüpfung Bus-Schiene ist hier hervorragend gelungen.“ Und: „Der Stadt gebührt großes Lob für den überaus schönen Blumenschmuck auf dem Vorplatz.“

Die „Marching Saints“ nutzten den Vorplatz bei der Feier gleich als Freilicht-Bühne und erfreuten die Passanten mit Musik. „Die Schweriner sind stolz auf ihren Bahnhof, der sich zu einem echten Schmuckstück entwickelt hat“, freute sich Oberbürgermeister Wolfram Friedersdorff über die Auszeichnung.