Elektromobilität gleich mit an Bord

Die Alstom Lokomotiv-Plattform H3 ist für Rangier- und Streckeneinsätze gedacht und ermöglicht den Betreibern flexible Betriebskonzepte bei höchstem Umweltstandard. Der Clou dabei: Umweltschutz heißt hier zugleich, dass die wirtschaftlichen Gesamtkosten sinken. Abhängig vom Einsatzprofil können die Kunden auf einer identischen Lokomotiv-Plattform zwischen unterschiedlichen Modulen zur Energieerzeugung und -speicherung
wählen: Das Angebot reicht von der reinen Akkulokomotive, über eine Hybridversion mit Generator und Batterie, zu einer Lokomotive mit zwei Generatoren und Start- Stopp-Technik bis hin zu einer Bauform mit einem 1000 kW-Generator.

Mit Ausnahme der unterschiedlichen Energie-Module besitzen die Loks auf der Plattform weitgehend identische Ausrüstungen. Alle Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde, erfüllen die aktuelle Crash Norm EN 15227, die technischen
Spezifikationen Interoperabilität (TSI) und bei Einsatz eines Dieselaggregats die Abgasnorm der Stufe IIIB. Sämtlich verfügen die Lokomotiven über Druckluftbremsen mit Bremsscheiben, Alstom-Leistungselektronik, Einzelachsfahrmotoren, Leittechnik und ähnlich gestaltete Führerhäuser. Die H3 Lokomotive ist mit einer vollständigen Zulassung des Eisenbahn-Bundesamtes ab sofort lieferbar.

Weniger Verbrauch und weniger Schadstoffausstoß

Die Umweltvorteile der H3 Lokomotive können sich sehen lassen: Weil die Energieerzeugung leistungsangepasst und mit geringen Verlusten über das gesamte Einsatzspektrum stattfindet, ist das Gesamtsystem umweltgerechter. Die Reduzierung der Emissionen liegt über den Werten der geltenden Abgasgesetzgebung: So vermindert die H3 den Ausstoß von Stickstoffen (NOx) um 50 Prozent und die Partikelemissionen um 80 Prozent.

Auch in absoluten Zahlen rechnet sich die Plattform: Jeder Loktyp spart gegenüber modernen dieselhydraulischen Lokomotiven je nach Einsatz bis zu 50.000 Liter Diesel pro Jahr. Innerhalb der regulären Einsatzdauer von 40 Jahren wären das bis zu 2 Millionen Liter Diesel. Das entspricht etwa 4 bis 5 Millionen Kilogramm CO2. Damit bleiben die Betriebskosten dauerhaft niedrig. Bei der Hybrid- oder Akku-Variante ist ein Teil der benötigten Energie aus regenerativen Quellen während der Standzeiten nachladbar. Und weil der technische Fortschritt nicht anhält, können mittelfristig auch andere Energieerzeuger und -speicher auf der Lokplattform installiert werden.