07. Februar 2019

Newsletter vom 7. Februar 2019

 

 
  
 
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Donnerstag, 7. Februar 2019

 

Guten Tag,
während sich die verkehrspolitischen Debatten mal wieder größtenteils um Fahrverbote, den Diesel und Autokennzeichen-Erfassung drehen, zeigt eine aktuelle Civey-Umfrage, was die deutsche Bevölkerung wirklich umtreibt: Über drei Viertel der Befragten (77,4 Prozent) finden, dass die Bundesregierung zu wenig für den öffentlichen Nahverkehr, Fahrräder und andere Alternativen zum Auto tut.

Dass die derzeitige Debatte an den eigentlichen Interessen der Gesellschaft vorbeigeht, hat auch das Dilemma rund um die Arbeitsgruppe 1 (Klimaschutz im Verkehr) der Nationalen Plattform zur Zukunft der Mobilität gezeigt, in der auch die Allianz pro Schiene Mitglied ist. Und so kommt es, dass tagelang hochemotional über einen einzigen Vorschlag, eine Einzelmaßnahme aus einem ganzen Maßnahmenkatalog, gestritten wird. Das Bedauerliche daran ist, dass die Diskussion um das Tempolimit vom eigentlich Wesentlichen ablenkt. Sie suggeriert, dass Klimaschutz im Verkehr einhergeht mit Verzicht und Einschränkung. Doch die Mobilität der Zukunft tut nicht nur dem Klima gut, sie ist auch sehr viel günstiger für den Steuerzahler (Der Staat vergibt derzeit jedes Jahr rund 28 Milliarden Euro umweltschädliche Subventionen im Verkehr!). Und vor allem bietet die Mobilität der Zukunft den Deutschen endlich gute und bequeme Alternativen zum Auto. Denn klimafreundliche Mobilität und ein gutes Leben sind kein Widerspruch. Wir werden mit unserer Arbeit nicht aufhören, bis das in der Politik angekommen ist. Versprochen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen des Februar-Newsletters.
Herzliche Grüße

Carolin Flege
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

 

AUS DER POLITIK
Zukunftsbündnis Schiene: Neue AG zum Fachkräftebedarf

Der Fachkräfte- bzw. Nachwuchsmangel der Eisenbahnbranche und was man dagegen tun kann wird künftig auch auf politischer Ebene diskutiert werden. In einer Sitzung des „Zukunftsbündnisses Schiene“ am 5. Februar gab das Bundesverkehrsministerium bekannt, eine sechste Arbeitsgruppe (AG) einzurichten, die den Titel „Fachkräftebedarf im Schienensektor“ tragen soll. Die bisherigen Gespräche in den anderen fünf Arbeitsgruppen hätten gezeigt, dass sich die Personalgewinnung „als Erfolgsfaktor wie ein roter Faden durch alle Themen zieht“. In diese AG werden wir selbstverständlich unsere Erfahrungen mit SchienenJobs einbringen, der größten Online-Stellenbörse und Informationsplattform rund um Bahnberufe. Das Projekt wurde 2013 von der Allianz pro Schiene ins Leben gerufen und wird von weiteren namenhaften Branchenakteuren unterschützt, um das Thema Personalgewinnung als Sektor mit vereinten Kräften anzugehen.
Foto: Deutsche Bahn AG/ Oliver Lauer

Zu SchienenJobs

 

AUS DER BRANCHE
Europas Güterbahnen kämpfen für mehr Klimaschutz

Wenn es nach der „Rail Freight Forward“-Initiative geht, dann muss der Schienengüterverkehr in Europa seinen Marktanteil bis 2030 auf 30 Prozent verdoppeln, denn nur so könne Europa die massiven ökonomischen und ökologischen Folgen des steigenden europäischen Transports abfedern. Im Zeichen des Klimaschutzes setzte die Initiative, ein Zusammenschluss von europäischen Schienengüterverkehrsunternehmen, daher vor einigen Wochen einen ganz besonderen Zug aufs Gleis: Noah’s Train. Der bunt bemalte Güterzug soll zeigen, wie Klimaschutz gelingen kann und startete seine Reise Mitte Dezember pünktlich zur Weltklimakonferenz im polnischen Katowice. Vorgestern legte Noah’s Train einen Zwischenhalt in Paris ein, am 20. Februar wird er in Brüssel stoppen.
Foto: Deutsche Bahn AG/ Oliver Lang 

Zum Artikel

 

AUS DEM AUSLAND
Großbritannien: Aus für Diesel-Personenzüge bis 2040

In Großbritannien blickt man dem Diesel-Ende mit Freude entgegen – zumindest im Schienenpersonenverkehr. Ein Bericht der 2018 ins Leben gerufenen Taskforce „Dekarbonisierung des Bahnsektors“ kam nämlich zu dem Schluss, dass die Abschaffung von reinen Diesel-Personenzügen bis 2040 erreicht werden kann, wenn entsprechende Investitionen in alternative Antriebe erfolgen. Das ließ sich der britische Eisenbahnstaatssekretär Andrew Jones nicht zweimal sagen und kündigte vergangene Woche eine erste Projektfinanzierung in Höhe von 1,75 Millionen Pfund (2 Millionen Euro) an. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Foto: Deutsche Bahn AG/ Oliver Lang 

 

NACKTE ZAHLEN
Umweltschädliche Preisentwicklung

Die von der Politik geschaffene ungleiche Kostenbelastung der Verkehrsträger wirkt sich auf die Verbraucherpreise aus. Bahntickets sind seit 2010 um ganze 16 Prozent teurer geworden, Autofahren lediglich um 8 Prozent und der Preis für Flugtickets ist im selben Zeitraum sogar um 2 Prozent gesunken. Im Sinne des Klimaschutzes können diese Preissignale nicht sein.

Hier erfahren Sie mehr über die ungleiche Kostenbelastung der Verkehrsträger.

 

GUTE NACHRICHTEN
Schienennetz: Schrumpfung gestoppt

Eine gute Nachricht zur Entwicklung der Länge des Bundesschienennetzes in Deutschland: Das zweite Jahr in Folge ist das Netz vom Umfang gewachsen und nicht – wie in all den Vorjahren – geschrumpft. Während das Bundesnetz 2015 nur 33.300 Kilometer umfasste, wuchs es im Jahr 2017 auf 33.500 Kilometer an. Die Zahlen stammen aus der Publikation „Verkehr in Zahlen 2018/ 2019“, die einmal jährlich vom Bundesverkehrsministerium herausgegeben wird. Wenn man die Entwicklung allerdings mit den Zahlen vor der Jahrtausendwende vergleicht, dann wird schnell klar, dass dies nur ein Anfang sein kann. 1995 hatte das Schienennetz noch eine Länge von knapp 42.000 Kilometer, seitdem ist das Netz also um ca. 20 Prozent geschrumpft.

Mehr Infos zum Schienennetz in Deutschland finden Sie auf unserer Website.

 

UNTERWEGS
Bahnfahrer gesünder und schlanker als Autofahrer

Rund elf Millionen Deutsche pendeln täglich über eine Stunde zu ihrer Arbeitsstelle. Dabei hat gerade um Großstädte wie Berlin die Zahl der Pendler laut Bundesagentur für Arbeit in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Die Folge: Immer mehr Arbeitnehmer fühlen sich gestresst und werden krank. Dem Stressforscher Mazda Adli zufolge ist die tägliche Pendelei besonders dann gesundheitsschädlich, wenn Arbeitnehmer mit dem Auto ins Büro fahren. Wer dagegen mit Bahn und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sei grundsätzlich gesünder. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine kürzlich veröffentlichte Studie aus den USA. Demnach konnte ein direkter Zusammenhang zwischen einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehr und einer niedrigeren Fettleibigkeits-Rate hergestellt werden. Allein der tägliche Fußweg zur nächsten Haltestelle mache laut Forschern schon einen positiven Unterschied für die Gesundheit der Menschen.

 

BLICK ÜBER DEN TELLERRAND
Bewerbungsverfahren mal anders

Während Unternehmen sich früher aus einem unendlichen Pool an Bewerbern die Besten der Besten herauspicken konnten, hat sich der Spieß – dank des demografischen Wandels – mittlerweile umgedreht. Um die Zahl der Einsendungen zu steigern und es jungen Fachkräften so einfach wie möglich zu machen, sich zu bewerben, setzen immer mehr Unternehmen deshalb mittlerweile auch auf das Videoformat. Wir haben uns mit einem Experten für Videobewerbungen unterhalten und ihn gefragt, für welchen Bewerbertyp sich das Videoformat eignet und was Unternehmen darüber hinaus tun können, um junge Menschen für sich zu gewinnen. Und weil sich das bei dem Thema natürlich anbietet, haben wir das Interview direkt auf Video für Sie aufgenommen.

Zum Video

 

GEZWITSCHER
Tweet des Monats

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NEU AN BORD
Willkommen in der Allianz pro Schiene

SPL Powerlines Germany GmbH. Einer der größeren Anbieter für die Elektrifizierung des Schienennetzes.

Rail Cargo Carrier – Germany GmbH. Junges Eisenbahnverkehrsunternehmen im europäischen Carrier-Netzwerk der Rail Cargo Group (ÖBB Güterverkehrssparte).

 

DIE ALLIANZ PRO SCHIENE IN DEN MEDIEN
Ausgewählte Artikel der letzten 30 Tage

 

KALENDER
Allianz pro Schiene-Termine

  • 13. Februar, Berlin: Parlamentarischer Abend zum Thema „Innovative Mobilität im Refugium“
  • 20. Februar, Berlin: Workshop „Fahrradabstellanlagen schaffen – Forschungsansätze und Best Practice“
  • 22. Februar, Berlin: Parlamentarisches Frühstück zum Thema leise Güterwagen im Rahmen des Allianz pro Schiene-Projekts „Forum leise Bahnen“
  • 5. März, Berlin: Sitzung des Frauennetzwerks der Allianz pro Schiene
 
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