04. Januar 2018

Newsletter vom 04. Januar 2018

 

 

Donnerstag, 4. Januar 2018

Logo der Allianz pro Schiene
Carolin Flege, Allianz pro Schiene

Guten Tag,

da wir ganz genau wissen, wie sehr Sie Jahresrückblicke lieben – und Sie sicherlich noch nicht genug davon gesehen, gelesen oder gehört haben – möchte ich Ihnen heute noch ein ganz besonderes Prachtexemplar vorstellen: Unseren Jahresbericht 2017. Handverlesen finden Sie dort die Themen, die uns im vergangenen Jahr bewegt haben. Mit dabei sind Meilensteine wie unser Fahrplan Zukunft, der Masterplan Schienengüterverkehr, unsere „Galerie der starken Frauen“ und natürlich unsere Wettbewerbe „Eisenbahner mit Herz“ und „Bahnhof des Jahres“. Im frischen Design und kompakten Format liest sich das Ganze auch recht angenehm – versprochen! Hier geht’s zur Online-Version.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen des Januar-Newsletters!

Herzliche Grüße
Carolin Flege
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Jahresbericht 2017 Allianz pro Schiene

AUS DER POLITIK
Jahresanfang: Freie Fahrt für Landesbedienstete in Hessen 

Mit Beginn dieses Jahres erhalten alle Beschäftigten des Landes Hessen automatisch ein Ticket, mit dem sie im ganzen Land den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen können. Laut Gießener Anzeiger haben jedoch noch nicht alle Landesbediensteten ihr Ticket abgeholt… Seltsam. Die einzig plausible Erklärung dafür kann nur sein, dass die Nachzügler noch immer im Feiertagsstau stecken. Die 1.100 Beschäftigten der Technischen Hochschule Mittelhessen (seit 2014 Mitglied der Allianz pro Schiene) haben jedenfalls schon alle vorbildlich ihr Ticket abgeholt.
Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Übrigens: Wir haben uns zu dem Thema nicht nur mit dem Hessischen Verkehrsminister Al-Wazir, sondern auch mit dem Oberbürgermeister von Frankfurt, Peter Feldmann, unterhalten. Hier geht’s zum Interview.

AUS DER BRANCHE
Mitgliederversammlung: Nachhaltige Finanzreform

Verkehrswende konkret: Welche Rolle spielt eine nachhaltige Finanzreform?

Mit dem Begriff „Verkehrswende“ verbinden Menschen die unterschiedlichsten Dinge. Die Assoziationen reichen von „mehr Elektroautos“ bis hin zu „nur noch mit dem Fahrrad fahren“. Woran jedoch sicherlich die wenigsten denken, ist das Thema nachhaltige Finanzreform. Ob und inwiefern eine nachhaltige Finanzreform eine wichtige Rolle für eine Verkehrswende spielt, wurde am 14. Dezember beim öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung der Allianz pro Schiene diskutiert. Hier geht’s zur Bildergalerie mit Zitaten der Diskussions-Teilnehmer.
Foto: Allianz pro Schiene / Stephan Röhl

AUS DEM AUSLAND
Schweiz: Normalspurnetz auf ETCS umgerüstet

Die Schweiz hat als erstes Land in Europa ihr Normalspurnetz vollständig auf ETCS (European Train Control System) umgerüstet. Vorteil des Systems ist unter anderem eine höhere Kapazität des Netzes. Während Länder wie die Schweiz, aber auch die Niederlande, Dänemark und Luxemburg eine Vorreiterrolle einnehmen, hinkt Deutschland beim Einsatz von ETCS dramatisch hinterher. Derzeit sind lediglich 230 Kilometer des deutschen Schienennetzes mit dem Zugsicherungssystem ausgerüstet. Und das, obwohl Deutschland die meisten Grenzübergänge auf der Schiene in Europa zählt. Nun müssen schleunigst Maßnahmen zur flächendeckenden Umrüstung auf ETCS in Deutschland folgen. Die Allianz pro Schiene und andere Vertreter der Branche werden dazu am 30. Januar im Bundesverkehrsministerium zusammenkommen.
Foto: BAHNINDUSTRIE.at

NACKTE ZAHLEN
Zahl der Lokführer in Deutschland steigt

SchienenJobs.de

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland beschäftigen rund 29.000 Lokführer, Tendenz steigend. Das geht aus der im Dezember veröffentlichten Marktuntersuchung Eisenbahn 2017 der Bundesnetzagentur hervor. In den vergangenen vier Jahren hat sich somit die Zahl der Vollzeitstellen um 2.000 erhöht. 51 Prozent der Unternehmen haben jedoch große Schwierigkeiten, vakante Lokführerstellen zu besetzen. Vor einem Jahr waren es noch 43 Prozent. Auf der branchenweit größten Stellenbörse SchienenJobs.de gibt es zurzeit mehrere hundert Stellenangebote für Lokführer. Also: Schauen Sie mal nach, falls Sie sich gerade im Büro langweilen. Fürs Umsteigen ist die Zeit so günstig wie nie.
Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lauer

GUTE NACHRICHTEN
Zwei Drittel der DB-Cargo Güterwagen mittlerweile leiser

Eine richtig gute Nachricht erreichte uns diesmal von der Deutschen Bahn, denn inzwischen sind etwa zwei Drittel ihrer Güterwagen mit moderner und vor allem leiserer Bremstechnik ausgerüstet. Bis Ende 2020 sollen dann alle rund 64.000 Güterwagen der DB leiser unterwegs sein. Und wie sieht es bei den anderen Güterwagenhaltern in Deutschland aus? Um das herauszufinden führt der Verband der Güterwagenhalter in Deutschland e.V. (VPI) aktuell eine Umfrage durch. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.
Foto: Amir Kaljikovic – Fotolia.com

Glyphosat-Ausstieg: ÖBB will schneller sein als EU

Auch diese gute Nachricht möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Die ÖBB (Österreichischen Bundesbahnen) möchten noch deutlich vor Ablauf der EU-Frist von fünf Jahren vollständig auf den Einsatz von Glyphosat verzichten. Im Austausch mit NGOs wie Greenpeace suchen die ÖBB schon seit einiger Zeit intensiv nach Alternativen an den Bahngleisen zum Unkrautvernichtungsmittel.

UNTERWEGS
Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

Während der erste Sturm des neuen Jahres übers Land zieht, holen wir einmal tief Luft und denken an die berühmte Werbekampagne der Deutschen Bahn aus dem Jahr 1966: Hier trotzt eine Lokomotive tapfer allen Widerständen und von den Ausfällen auf der ICE-Schnellstrecke München – Berlin sind wir noch fünfzig Jahre weit entfernt. Was haben wir spät Geborene seitdem nicht alles gelernt? Vor allem, dass wir über alles reden sollen: Über Beziehungen. Über Politikversagen. Und übers Wetter. Leider. Und der nächste Sturm kommt bestimmt.

Wir werden uns des Themas annehmen und noch im ersten Halbjahr Verbesserungsvorschläge präsentieren.
Foto: Deutsche Bahn

BLICK ÜBER DEN TELLERRAND
Deutscher Nachhaltigkeitspreis verliehen

Jährlich zeichnet die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. Spitzen-leistungen der Nachhaltigkeit aus. In fünf Wettbewerben werden dabei außergewöhnliche Nachhaltigkeits-leistungen in Wirtschaft, Kommunen und Forschung prämiert. Zu den Gewinnern in der Kategorie mittelgroße Unternehmen gehört auch unser Fördermitglied „Rinn Beton- und Naturstein“. Die Begründung der Jury: Mit dem ersten Pflasterstein aus recyceltem Stein hat das Unternehmen eine entscheidende Innovation auf den Markt gebracht. Unter dem Applaus von 1.200 geladenen, prominenten Gästen nahm Geschäftsführer Christian Rinn die Auszeichnung entgegen: „Die Entwicklung einer zukunftsfähigen Wirtschaft ist für uns in letzter Konsequenz kein Wettbewerb, sondern gemeinsame Aufgabe, bei der wir alle gewinnen, wenn wir unseren jeweiligen Beitrag leisten.“ So sehen wir das auch.
Foto: Rinn Beton- und Naturstein

ENTGLEIST
Bekommt „Donald Trump Station“ die goldene Kuppel?

Bisher sind es vor allem Flughäfen, die den Namen eines Politikers tragen: Paris ehrt auf diese Weise Charles de Gaulle, New York erinnert an John F. Kennedy und München hält Franz Josef Strauß die Stange. Nach dem Verdruss mit der BER-Ruine, die eigentlich Willy Brandt zugedacht war, geht Israel jetzt neue Wege bei der Verkehrsträgergerechtigkeit: Erstmals soll es ein Bahnhof sein, der für einen noch lebenden Politiker steht. Die „Donald Trump Station“ wird direkt an der Klagemauer gebaut, als Endpunkt der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Tel Aviv – Jerusalem. Die Kosten für den drei Kilometer langen Tunnel durch die heilige Altstadt beziffert das israelische Verkehrsministerium laut dpa mit 600 Millionen Euro. Für den Bahnhofsneubau, mutmaßlich mit goldener Kuppel, werden keine Kosten genannt. Vielleicht weil der Namenspatron (Spitzname: „Goldfinger“) das nötige Kleingeld für das Monument beisteuern muss? Und wenn wir schon mal so weit sind: Hätten wir nicht auch in Deutschland würdige, aber namenlose Bahnhöfe mitsamt Tunneln, die einen kleinen Zuschuss gut gebrauchen könnten? Konstruktive Vorschläge bitte an die Jury von „Bahnhof des Jahres“ unter info@allianz-pro-schiene.de.
Foto: Flickr.com / Jürgen, tempoaw

Ich hoffe, unser Newsletter hat Ihnen gefallen. Leiten Sie ihn gerne an Freunde und Kollegen weiter und vernetzen Sie sich mit uns bei facebook, twitter und Xing. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Januar.

MEDIENECHO

KALENDER

  • 05. Januar, Wildau: Referent für Verkehrspolitik Dr. Andreas Geißler hält einen Gastvortrag an der Technischen Hochschule Wildau über die Rolle der Verbände in der deutschen Verkehrspolitik
  • 18. Januar, Fulda: Geschäftsführer Dirk Flege diskutiert mit den Betriebsräten mehrerer Güterbahnen über Verkehrspolitik
  • 25. Januar, Salzburg: Geschäftsführer Dirk Flege hält einen Vortrag bei der Wirtschaftskammer Österreich zum Güterverkehr in Deutschland
Befreunden Sie sich mit uns bei facebook
Folgen Sie uns auf twitter
Vernetzen Sie sich mit uns auf Xing
Unsere Bilder haben Laufen gelernt: Die Allianz pro Schiene bei YouTube
   

Allianz pro Schiene e.V.
Reinhardstr. 31
10117 Berlin