Ministerbesuch
„Ich will gut zuhören", sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), als er im großen Konferenzraum der Allianz pro Schiene Platz nahm. Zum Ende der Legislatur war die Tagesordnung gut gefüllt: Wie geht es mit dem Masterplan Güterverkehr weiter? Wird der Minister beim Thema Gigaliner hart bleiben? Und warum geht die Schiene bei Innovationsfördergeldern regelmäßig leer aus? So viel Hartnäckigkeit gefiel Tiefensee. „Bleiben Sie dran. Die Schiene braucht in Deutschland eine starke Allianz."
Beim Arbeitsgespräch saßen die beiden Säulen des Schienenbündnisses dem Minister gegenüber: Der Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel (Chef der Verkehrsgewerkschaft GDBA) und der Förderkreissprecher Klaus Baur (Chef von Bombardier Transportation Deutschland) hatten ganz konkrete Anregungen. „Während andere lautstark die Krise bejammern, hat die Schienenbranche auch ihre Probleme, vor allem im Güterverkehr", sagte Baur. „Deshalb ist gerade jetzt der Zeitpunkt günstig, um mehr Geld in die Forschung zu investieren." Tiefensee gab dem Bombardier-Chef recht und sagte Abhilfe zu.
Die Bilder vom Ministerbesuch

Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene (rechts), lieferte sich mit dem Minister ein kleines Zahlenduell, was umso mutiger war, als Tiefensee in dem Ruf steht, jede beliebige Statistik mühelos im Kopf zu speichern. „Kennen Sie den neusten Modal Split der Schiene in Japan?", fragte Flege. „Nein", gab Tiefensee zu und ließ sich die Grafik geben.